Strategie zur Langzeitpflege

ShortId
12.3604
Id
20123604
Updated
25.06.2025 00:00
Language
de
Title
Strategie zur Langzeitpflege
AdditionalIndexing
2841;arztähnlicher Beruf;Palliativmedizin;Evaluation;Alterung der Bevölkerung;Langzeitpflege;Gesundheitspolitik;Finanzierung
1
  • L07K01050511010101, Langzeitpflege
  • L04K08020302, Evaluation
  • L03K010505, Gesundheitspolitik
  • L04K01070403, Alterung der Bevölkerung
  • L04K01050213, Palliativmedizin
  • L03K110902, Finanzierung
  • L04K01050401, arztähnlicher Beruf
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Stichworte und Trends sind bekannt: höheres Lebensalter, medizinischer Fortschritt, Zunahme von chronischen Erkrankungen, veränderte Erwartungen ans Altwerden, Fortschritte in der Palliativpflege, steigende Kosten für den letzten Lebensabschnitt usw. Aber sind wir auf diese Entwicklungen politisch und gesellschaftlich vorbereitet? Wissen wir, ob das heutige Krankenversicherungsgesetz in der Lage sein wird, die steigenden Kosten der Langzeitpflege auf die Länge zu tragen? Sind wir sicher, dass wir den Personalmangel mit den bisherigen Instrumenten in den Griff kriegen? Haben wir klare Vorstellungen von neuen Behandlungspfaden, den künftigen Berufsanforderungen, der Bedeutung der Patientenkompetenzen, der Sicherstellung der Autonomie und der Patientenrechte usw.? Und haben wir darüber einen tragfähigen gesellschaftlichen Konsens?</p><p>Die Strategie des Bundesrates soll die bisherigen Berichte und Erkenntnisse zusammenfassen und wo nötig zu einer umfassenden Analyse ergänzen. Gestützt darauf soll der Bundesrat Ziele und Aufgaben der öffentlichen Hand formulieren, wie sie aus seiner Sicht anzustreben sind. In einem dritten Teil sollen Massnahmen und Handlungsoptionen dargestellt werden. Dabei sollen insbesondere folgende Punkte diskutiert werden: separate Pflegeversicherung in verschiedenen Varianten, Möglichkeiten bestimmter Behandlungspfade, neue Aufgabenteilung zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Gesundheitsfachleuten, neue Versorgungsmodelle im Zusammenhang mit der Palliativcare usw. Darüber hinaus sollen aber auch Themen zu Sprache kommen wie beispielsweise die Trends, Patienten und Patientinnen sowie Angehörige besser zu befähigen, sich und ihre Angehörigen länger selber zu pflegen (z. B. Modelle der Patientenuniversität usw.). In einem letzten Teil soll summarisch dargestellt werden, welche Gesetzesänderungen für diese Handlungspisten nötig wären.</p>
  • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird gebeten, dem Parlament eine "Strategie Langzeitpflege" vorzulegen. Darin sollen:</p><p>1. in einer aktualisierten Analyse die politischen, finanziellen, arbeitsmarktlichen, infrastrukturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen dargestellt;</p><p>2. eine Diskussion über die Ziele und Aufgaben der öffentlichen Hand geführt;</p><p>3. verschiedene Massnahmen und Handlungsoptionen dargestellt und bewertet sowie</p><p>4. die allenfalls nötigen Gesetzesänderungen skizziert werden.</p>
  • Strategie zur Langzeitpflege
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Stichworte und Trends sind bekannt: höheres Lebensalter, medizinischer Fortschritt, Zunahme von chronischen Erkrankungen, veränderte Erwartungen ans Altwerden, Fortschritte in der Palliativpflege, steigende Kosten für den letzten Lebensabschnitt usw. Aber sind wir auf diese Entwicklungen politisch und gesellschaftlich vorbereitet? Wissen wir, ob das heutige Krankenversicherungsgesetz in der Lage sein wird, die steigenden Kosten der Langzeitpflege auf die Länge zu tragen? Sind wir sicher, dass wir den Personalmangel mit den bisherigen Instrumenten in den Griff kriegen? Haben wir klare Vorstellungen von neuen Behandlungspfaden, den künftigen Berufsanforderungen, der Bedeutung der Patientenkompetenzen, der Sicherstellung der Autonomie und der Patientenrechte usw.? Und haben wir darüber einen tragfähigen gesellschaftlichen Konsens?</p><p>Die Strategie des Bundesrates soll die bisherigen Berichte und Erkenntnisse zusammenfassen und wo nötig zu einer umfassenden Analyse ergänzen. Gestützt darauf soll der Bundesrat Ziele und Aufgaben der öffentlichen Hand formulieren, wie sie aus seiner Sicht anzustreben sind. In einem dritten Teil sollen Massnahmen und Handlungsoptionen dargestellt werden. Dabei sollen insbesondere folgende Punkte diskutiert werden: separate Pflegeversicherung in verschiedenen Varianten, Möglichkeiten bestimmter Behandlungspfade, neue Aufgabenteilung zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Gesundheitsfachleuten, neue Versorgungsmodelle im Zusammenhang mit der Palliativcare usw. Darüber hinaus sollen aber auch Themen zu Sprache kommen wie beispielsweise die Trends, Patienten und Patientinnen sowie Angehörige besser zu befähigen, sich und ihre Angehörigen länger selber zu pflegen (z. B. Modelle der Patientenuniversität usw.). In einem letzten Teil soll summarisch dargestellt werden, welche Gesetzesänderungen für diese Handlungspisten nötig wären.</p>
    • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird gebeten, dem Parlament eine "Strategie Langzeitpflege" vorzulegen. Darin sollen:</p><p>1. in einer aktualisierten Analyse die politischen, finanziellen, arbeitsmarktlichen, infrastrukturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen dargestellt;</p><p>2. eine Diskussion über die Ziele und Aufgaben der öffentlichen Hand geführt;</p><p>3. verschiedene Massnahmen und Handlungsoptionen dargestellt und bewertet sowie</p><p>4. die allenfalls nötigen Gesetzesänderungen skizziert werden.</p>
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