Für eine Diplomatie der wissenschaftlichen, künstlerischen, wirtschaftlichen und sportlichen Exzellenz

ShortId
12.3659
Id
20123659
Updated
27.07.2023 19:09
Language
de
Title
Für eine Diplomatie der wissenschaftlichen, künstlerischen, wirtschaftlichen und sportlichen Exzellenz
AdditionalIndexing
08;2831;Image;diplomatischer Dienst;Wissenschaft und Forschung;Präsenz der Schweiz im Ausland;Berufsgruppe;Künstlerberuf;ehrende Auszeichnung;Berufssport
1
  • L04K01010303, ehrende Auszeichnung
  • L04K10010602, Präsenz der Schweiz im Ausland
  • L06K100201020105, diplomatischer Dienst
  • L04K08020215, Image
  • L01K16, Wissenschaft und Forschung
  • L05K0702020107, Berufsgruppe
  • L04K01060404, Künstlerberuf
  • L05K0101010201, Berufssport
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Schweiz könnte mit Roger Federer als Botschafter unseres Landes nur gewinnen. Roger Federer und alle anderen hervorragenden Schweizer Persönlichkeiten in Sport, Kunst, Wirtschaft und Forschung tragen zum positiven Image unseres Landes bei. Dazu kommt, dass diese Persönlichkeiten über ein aussergewöhnliches Kontakt- und Beziehungsnetz verfügen. Heute werden diese Persönlichkeiten nicht offiziell anerkannt, und sie lassen uns auch nicht an ihren Kontakten teilhaben. Dies umso weniger, als es bis jetzt keine Möglichkeit gibt, daran etwas zu ändern. Und so wird auch nichts Positives zurückkommen - eine echte "Lose-lose-Situation". Es ist an der Zeit, hier eine Korrektur vorzunehmen und auf "Win-win" umzuschalten, indem wir unseren Grössen aus Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Sport die Ehre zukommen lassen, die ihnen gebührt. Diese Persönlichkeiten werden uns Türen öffnen können, die ausserhalb der Reichweite der "klassischen" Diplomatie sind. Wir müssen deshalb mit den entsprechenden Mitteln und Wegen dafür sorgen, dass ihnen die verdiente Ehre erwiesen wird und so die Schweiz an ihren Erfolgen teilhaben kann. Dies wäre das Fundament für eine neue Schweizer Diplomatie: die Diplomatie der wissenschaftlichen, künstlerischen, wirtschaftlichen und sportlichen Exzellenz.</p>
  • <p>Der Bundesrat anerkennt das Bedürfnis, weltbekannte Schweizer Persönlichkeiten auszuzeichnen und sie zur Umsetzung seiner Strategie der Landeskommunikation heranzuziehen. Die Analysen zum Image der Schweiz haben gezeigt, dass die Schweiz in den ausländischen Medien nach wie vor wenig über solche Persönlichkeiten wahrgenommen wird, obwohl zum Beispiel in den Bereichen Sport, Politik, Kultur oder auch Wissenschaft ein Potenzial besteht.</p><p>Es gilt jedoch zu beachten, dass die Schweiz keinen nationalen Orden bzw. keine nationale Auszeichnung kennt. Man müsste daher zuerst die dafür erforderlichen gesetzlichen Grundlagen schaffen.</p><p>Um das Potenzial von Schweizer Persönlichkeiten nutzen zu können, die zur Förderung des Images der Schweiz im Ausland beitragen, sieht das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten vor, einen "Club der Imagebotschafter der Schweiz in der Welt" zu schaffen. Dessen Mitglieder würden keine offiziellen Titel und Privilegien erhalten, würden aber in die Aktivitäten zur Förderung des Images der Schweiz im Ausland eingebunden.</p><p>Es ist durchaus vorstellbar, dass Schweizer Persönlichkeiten bereit sind, ihr Talent und ihr internationales Ansehen zu nutzen, um die Weltöffentlichkeit für die Möglichkeiten und die Politik unseres Landes zu sensibilisieren und so einen wichtigen Beitrag zur Pflege des schweizerischen Erscheinungsbildes im Ausland zu leisten. Der Club würde im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten der Verantwortung von Präsenz Schweiz unterstehen. Präsenz Schweiz könnte so zusammen mit diesen Persönlichkeiten Projekte entwickeln oder sie für Projekte beiziehen, die im Ausland unterstützt oder durchgeführt werden.</p><p>Als Kriterium für die Aufnahme in den Club würden vor allem der Bezug dieser Personen zu den Themen der Strategie der Landeskommunikation 2012-2015 des Bundesrates sowie ihr Medienpotenzial im Hinblick auf das in der Strategie definierte Zielpublikum berücksichtigt.</p><p>Auf der Basis dieses Konzeptes beantragt der Bundesrat die Ablehnung des Postulates, da ihm die Etablierung einer Botschafterfunktion im Sinne eines Ehrenbotschaftertitels, wie sie der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur vorschwebt, als ein zu formelles und zu wenig flexibles Mittel erscheint, um die Anerkennung von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern mit speziellen Verdiensten durch die Eidgenossenschaft international auszudrücken und so auch von ihren Netzwerken zu profitieren. Der Bundesrat schlägt jedoch entsprechend seiner Strategie der Landeskommunikation 2012-1015 vor, die Vision einer "Diplomatie der Exzellenz" im Rahmen der bestehenden rechtlichen Grundlagen und der von Präsenz Schweiz im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten durchgeführten Aktivitäten aufzunehmen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht vorzulegen, wie Schweizerinnen und Schweizer, die sich auf internationaler Ebene verdient gemacht haben, ausgezeichnet werden können. Ziel dabei ist es, den Schweizerinnen und Schweizern offizielle Anerkennung zu verleihen, die auf ihrem Gebiet Hervorragendes geleistet haben, so wie Roger Federer im Tennis, Herzog und de Meuron in der Architektur und wie anerkannte Wissenschaftler und vorbildliche Unternehmer. Diese Auszeichnungen sollen der Welt die ausserordentlichen Leistungen unseres Landes vor Augen führen. Die schweizerischen Wissenschaftler, Künstler, Unternehmer und Sportler sollen mit dem Titel "Ehrenbotschafter" Zugang zur Diplomatie erhalten. Ziel dieses Berichtes ist also in erster Linie, die Voraussetzungen und Kriterien für den vom Bund verliehenen Ehrenbotschaftertitel festzulegen.</p>
  • Für eine Diplomatie der wissenschaftlichen, künstlerischen, wirtschaftlichen und sportlichen Exzellenz
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Schweiz könnte mit Roger Federer als Botschafter unseres Landes nur gewinnen. Roger Federer und alle anderen hervorragenden Schweizer Persönlichkeiten in Sport, Kunst, Wirtschaft und Forschung tragen zum positiven Image unseres Landes bei. Dazu kommt, dass diese Persönlichkeiten über ein aussergewöhnliches Kontakt- und Beziehungsnetz verfügen. Heute werden diese Persönlichkeiten nicht offiziell anerkannt, und sie lassen uns auch nicht an ihren Kontakten teilhaben. Dies umso weniger, als es bis jetzt keine Möglichkeit gibt, daran etwas zu ändern. Und so wird auch nichts Positives zurückkommen - eine echte "Lose-lose-Situation". Es ist an der Zeit, hier eine Korrektur vorzunehmen und auf "Win-win" umzuschalten, indem wir unseren Grössen aus Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Sport die Ehre zukommen lassen, die ihnen gebührt. Diese Persönlichkeiten werden uns Türen öffnen können, die ausserhalb der Reichweite der "klassischen" Diplomatie sind. Wir müssen deshalb mit den entsprechenden Mitteln und Wegen dafür sorgen, dass ihnen die verdiente Ehre erwiesen wird und so die Schweiz an ihren Erfolgen teilhaben kann. Dies wäre das Fundament für eine neue Schweizer Diplomatie: die Diplomatie der wissenschaftlichen, künstlerischen, wirtschaftlichen und sportlichen Exzellenz.</p>
    • <p>Der Bundesrat anerkennt das Bedürfnis, weltbekannte Schweizer Persönlichkeiten auszuzeichnen und sie zur Umsetzung seiner Strategie der Landeskommunikation heranzuziehen. Die Analysen zum Image der Schweiz haben gezeigt, dass die Schweiz in den ausländischen Medien nach wie vor wenig über solche Persönlichkeiten wahrgenommen wird, obwohl zum Beispiel in den Bereichen Sport, Politik, Kultur oder auch Wissenschaft ein Potenzial besteht.</p><p>Es gilt jedoch zu beachten, dass die Schweiz keinen nationalen Orden bzw. keine nationale Auszeichnung kennt. Man müsste daher zuerst die dafür erforderlichen gesetzlichen Grundlagen schaffen.</p><p>Um das Potenzial von Schweizer Persönlichkeiten nutzen zu können, die zur Förderung des Images der Schweiz im Ausland beitragen, sieht das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten vor, einen "Club der Imagebotschafter der Schweiz in der Welt" zu schaffen. Dessen Mitglieder würden keine offiziellen Titel und Privilegien erhalten, würden aber in die Aktivitäten zur Förderung des Images der Schweiz im Ausland eingebunden.</p><p>Es ist durchaus vorstellbar, dass Schweizer Persönlichkeiten bereit sind, ihr Talent und ihr internationales Ansehen zu nutzen, um die Weltöffentlichkeit für die Möglichkeiten und die Politik unseres Landes zu sensibilisieren und so einen wichtigen Beitrag zur Pflege des schweizerischen Erscheinungsbildes im Ausland zu leisten. Der Club würde im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten der Verantwortung von Präsenz Schweiz unterstehen. Präsenz Schweiz könnte so zusammen mit diesen Persönlichkeiten Projekte entwickeln oder sie für Projekte beiziehen, die im Ausland unterstützt oder durchgeführt werden.</p><p>Als Kriterium für die Aufnahme in den Club würden vor allem der Bezug dieser Personen zu den Themen der Strategie der Landeskommunikation 2012-2015 des Bundesrates sowie ihr Medienpotenzial im Hinblick auf das in der Strategie definierte Zielpublikum berücksichtigt.</p><p>Auf der Basis dieses Konzeptes beantragt der Bundesrat die Ablehnung des Postulates, da ihm die Etablierung einer Botschafterfunktion im Sinne eines Ehrenbotschaftertitels, wie sie der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur vorschwebt, als ein zu formelles und zu wenig flexibles Mittel erscheint, um die Anerkennung von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern mit speziellen Verdiensten durch die Eidgenossenschaft international auszudrücken und so auch von ihren Netzwerken zu profitieren. Der Bundesrat schlägt jedoch entsprechend seiner Strategie der Landeskommunikation 2012-1015 vor, die Vision einer "Diplomatie der Exzellenz" im Rahmen der bestehenden rechtlichen Grundlagen und der von Präsenz Schweiz im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten durchgeführten Aktivitäten aufzunehmen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht vorzulegen, wie Schweizerinnen und Schweizer, die sich auf internationaler Ebene verdient gemacht haben, ausgezeichnet werden können. Ziel dabei ist es, den Schweizerinnen und Schweizern offizielle Anerkennung zu verleihen, die auf ihrem Gebiet Hervorragendes geleistet haben, so wie Roger Federer im Tennis, Herzog und de Meuron in der Architektur und wie anerkannte Wissenschaftler und vorbildliche Unternehmer. Diese Auszeichnungen sollen der Welt die ausserordentlichen Leistungen unseres Landes vor Augen führen. Die schweizerischen Wissenschaftler, Künstler, Unternehmer und Sportler sollen mit dem Titel "Ehrenbotschafter" Zugang zur Diplomatie erhalten. Ziel dieses Berichtes ist also in erster Linie, die Voraussetzungen und Kriterien für den vom Bund verliehenen Ehrenbotschaftertitel festzulegen.</p>
    • Für eine Diplomatie der wissenschaftlichen, künstlerischen, wirtschaftlichen und sportlichen Exzellenz

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