Optimierung der Produktionskosten in der Landwirtschaft
- ShortId
-
12.3684
- Id
-
20123684
- Updated
-
24.06.2025 23:32
- Language
-
de
- Title
-
Optimierung der Produktionskosten in der Landwirtschaft
- AdditionalIndexing
-
55;Agrarproduktionspolitik;Betriebskosten;Investitionskredite in der Landwirtschaft;Produktionskosten
- 1
-
- L06K070302020112, Produktionskosten
- L04K14010401, Agrarproduktionspolitik
- L05K1401040205, Investitionskredite in der Landwirtschaft
- L06K070302020103, Betriebskosten
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>In der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung belaufen sich die Produktionskosten jährlich auf über 10 Milliarden Franken. Dieser Betrag hat sich im vergangenen Jahrzehnt kaum verändert, obwohl die Zahl der Betriebe im gleichen Zeitraum um jährlich 1,6 Prozent zurückgegangen ist (2,5 Prozent im Jahr 2011). Diese Kosten sind hoch und entsprechen ungefähr dem Produktionswert des Agrarsektors.</p><p>Es muss nach einer Möglichkeit der Kostenoptimierung gesucht werden, die eine Verbesserung sowohl des Sektoreinkommens der Schweizer Landwirtschaft als auch des landwirtschaftlichen Einkommens der Betriebe erlaubt, das rund 40 Prozent tiefer ist als das vergleichbare Einkommen in anderen Branchen. Die Kostenoptimierung darf weder durch eine beschleunigte Schliessung landwirtschaftlicher Betriebe noch durch einen Verlust der Unabhängigkeit des Agrarsektors aufgrund von vertikalen Integrationen erfolgen. Die zur Verfügung stehenden Instrumente (z. B. Investitionskredite, Art. 11 des Landwirtschaftsgesetzes) müssten optimiert werden, damit die Produktionskosten gesenkt werden können.</p>
- <p>Landwirte sind als Unternehmer selbst für ihre Produktionskosten verantwortlich. Durch vernünftige Auflagen und zielgerichtete agrarpolitische Instrumente will der Bund gute Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Landwirtschaft schaffen. Der Bundesrat ist bereit, das Potenzial der Schweizer Landwirtschaft zur Senkung ihrer Kosten zu untersuchen. Zu diesem Zweck wird er prüfen, wie mit einer Optimierung der Abläufe, Anforderungen und Investitionshilfen sowie der übrigen agrarpolitischen Massnahmen (Grenzschutz, Fördermassnahmen, Bildung und Beratung) die Rahmenbedingungen zur Senkung der Kosten verbessert werden können. Dadurch soll die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft verbessert und sollen die Kostendifferenzen zu den grenznahen EU-Regionen reduziert werden. Er ist darüber hinaus bereit, Initiativen und Pilotprojekte im Rahmen der bestehenden finanziellen und personellen Ressourcen zu unterstützen, sofern sie sich als effiziente und zielführende Massnahme zur Optimierung der Produktionskosten erweisen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Produktionskosten in der Schweizer Landwirtschaft zu untersuchen, mit dem Zweck, konkrete Massnahmen vorzuschlagen, die es erlauben:</p><p>1. die Abläufe und Anforderungen so zu vereinfachen, dass die Produktionskosten gesenkt werden können;</p><p>2. die Landwirtschaftsbetriebe zur Zusammenarbeit und zur Senkung der Produktionskosten zu motivieren, namentlich durch eine stärkere Modulation der Investitionshilfen und der Unterstützung von Pilotprojekten.</p>
- Optimierung der Produktionskosten in der Landwirtschaft
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>In der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung belaufen sich die Produktionskosten jährlich auf über 10 Milliarden Franken. Dieser Betrag hat sich im vergangenen Jahrzehnt kaum verändert, obwohl die Zahl der Betriebe im gleichen Zeitraum um jährlich 1,6 Prozent zurückgegangen ist (2,5 Prozent im Jahr 2011). Diese Kosten sind hoch und entsprechen ungefähr dem Produktionswert des Agrarsektors.</p><p>Es muss nach einer Möglichkeit der Kostenoptimierung gesucht werden, die eine Verbesserung sowohl des Sektoreinkommens der Schweizer Landwirtschaft als auch des landwirtschaftlichen Einkommens der Betriebe erlaubt, das rund 40 Prozent tiefer ist als das vergleichbare Einkommen in anderen Branchen. Die Kostenoptimierung darf weder durch eine beschleunigte Schliessung landwirtschaftlicher Betriebe noch durch einen Verlust der Unabhängigkeit des Agrarsektors aufgrund von vertikalen Integrationen erfolgen. Die zur Verfügung stehenden Instrumente (z. B. Investitionskredite, Art. 11 des Landwirtschaftsgesetzes) müssten optimiert werden, damit die Produktionskosten gesenkt werden können.</p>
- <p>Landwirte sind als Unternehmer selbst für ihre Produktionskosten verantwortlich. Durch vernünftige Auflagen und zielgerichtete agrarpolitische Instrumente will der Bund gute Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Landwirtschaft schaffen. Der Bundesrat ist bereit, das Potenzial der Schweizer Landwirtschaft zur Senkung ihrer Kosten zu untersuchen. Zu diesem Zweck wird er prüfen, wie mit einer Optimierung der Abläufe, Anforderungen und Investitionshilfen sowie der übrigen agrarpolitischen Massnahmen (Grenzschutz, Fördermassnahmen, Bildung und Beratung) die Rahmenbedingungen zur Senkung der Kosten verbessert werden können. Dadurch soll die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft verbessert und sollen die Kostendifferenzen zu den grenznahen EU-Regionen reduziert werden. Er ist darüber hinaus bereit, Initiativen und Pilotprojekte im Rahmen der bestehenden finanziellen und personellen Ressourcen zu unterstützen, sofern sie sich als effiziente und zielführende Massnahme zur Optimierung der Produktionskosten erweisen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Produktionskosten in der Schweizer Landwirtschaft zu untersuchen, mit dem Zweck, konkrete Massnahmen vorzuschlagen, die es erlauben:</p><p>1. die Abläufe und Anforderungen so zu vereinfachen, dass die Produktionskosten gesenkt werden können;</p><p>2. die Landwirtschaftsbetriebe zur Zusammenarbeit und zur Senkung der Produktionskosten zu motivieren, namentlich durch eine stärkere Modulation der Investitionshilfen und der Unterstützung von Pilotprojekten.</p>
- Optimierung der Produktionskosten in der Landwirtschaft
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