Bemessung der Standardarbeitskraft

ShortId
12.3906
Id
20123906
Updated
25.06.2025 00:11
Language
de
Title
Bemessung der Standardarbeitskraft
AdditionalIndexing
55;Landwirt/in;landwirtschaftliche Produktionsumstellung;landwirtschaftliche Erwerbstätigkeit;landwirtschaftliche Arbeitskraft;Evaluation;Norm
1
  • L05K1401050603, landwirtschaftliche Arbeitskraft
  • L03K140101, landwirtschaftliche Erwerbstätigkeit
  • L05K0706010201, Norm
  • L05K1401050601, Landwirt/in
  • L05K1401040104, landwirtschaftliche Produktionsumstellung
  • L04K08020302, Evaluation
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In Artikel 3 der Landwirtschaftlichen Begriffsverordnung wird die Berechnung der SAK geregelt. Mittels standardisierter Faktoren wird der Arbeitszeitbedarf eines landwirtschaftlichen Betriebes berechnet. Diese Grösse wird in der Folge für verschiedenste agrarpolitische Instrumente und Massnahmen herangezogen. So wird beispielsweise beim bäuerlichen Boden- und Pachtrecht, bei der Direktzahlungsverordnung, bei der Strukturverbesserungsverordnung, aber auch in der Raumplanungsgesetzgebung auf diese Berechnung abgestellt.</p><p>In der AP 2014-2017 ist vorgesehen, die SAK-Faktoren anzupassen. Dies provoziert verschiedenste Folgeerscheinungen in den obenaufgeführten agrarpolitischen Feldern. Die Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren sowohl horizontal wie auch vertikal diversifiziert, sei es in der Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten oder mit dem Einstieg in den Agrotourismus. Zusätzlich hat der Aufwand für die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft stark zugenommen. Zu erwähnen ist hier der Aufwand für die verschiedenen Nachweise oder die ökologischen Ausgleichsmassnahmen.</p>
  • <p>Der Bundesrat ist bereit, das heutige System zur Bemessung der Standardarbeitskraft und mögliche Alternativen in einem Bericht darzustellen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu erstellen, welcher das heutige System zur Bemessung der Standardarbeitskraft (SAK) beurteilt und mögliche Alternativen aufzeigt. Dabei sollen zu folgenden Fragestellungen Antworten gegeben werden:</p><p>1. Ist das System zur Bemessung der SAK für die heutige und zukünftige Landwirtschaft zweckmässig und kohärent?</p><p>2. Wie wirkt das vorgesehene SAK-Konzept auf die verschiedenen Anwendungsbereiche (Direktzahlungen, Strukturverbesserungen, Boden- und Pachtrecht, Raumplanung), und wie soll es ausgestaltet werden, damit es einfach vollziehbar ist und den verschiedenen Anforderungen gerecht wird?</p><p>3. Können gemeinwirtschaftliche Leistungen, wie sie in der AP 2014-2017 zusätzlich gefordert werden, richtig bemessen und angerechnet werden?</p><p>4. Wie kann der Diversifizierung in der Landwirtschaft Rechnung getragen werden, damit alle effektiven landwirtschaftlichen und paralandwirtschaftlichen Tätigkeiten mitberücksichtigt werden?</p><p>Der Bericht soll eine Beurteilung ermöglichen, ob eine Anpassung der landwirtschaftlichen Begriffsverordnung und der Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht bei der Erfassung des gesamtbetrieblichen Arbeitszeitbedarfs mithilfe standardisierter Faktoren angezeigt ist.</p>
  • Bemessung der Standardarbeitskraft
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In Artikel 3 der Landwirtschaftlichen Begriffsverordnung wird die Berechnung der SAK geregelt. Mittels standardisierter Faktoren wird der Arbeitszeitbedarf eines landwirtschaftlichen Betriebes berechnet. Diese Grösse wird in der Folge für verschiedenste agrarpolitische Instrumente und Massnahmen herangezogen. So wird beispielsweise beim bäuerlichen Boden- und Pachtrecht, bei der Direktzahlungsverordnung, bei der Strukturverbesserungsverordnung, aber auch in der Raumplanungsgesetzgebung auf diese Berechnung abgestellt.</p><p>In der AP 2014-2017 ist vorgesehen, die SAK-Faktoren anzupassen. Dies provoziert verschiedenste Folgeerscheinungen in den obenaufgeführten agrarpolitischen Feldern. Die Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren sowohl horizontal wie auch vertikal diversifiziert, sei es in der Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten oder mit dem Einstieg in den Agrotourismus. Zusätzlich hat der Aufwand für die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft stark zugenommen. Zu erwähnen ist hier der Aufwand für die verschiedenen Nachweise oder die ökologischen Ausgleichsmassnahmen.</p>
    • <p>Der Bundesrat ist bereit, das heutige System zur Bemessung der Standardarbeitskraft und mögliche Alternativen in einem Bericht darzustellen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu erstellen, welcher das heutige System zur Bemessung der Standardarbeitskraft (SAK) beurteilt und mögliche Alternativen aufzeigt. Dabei sollen zu folgenden Fragestellungen Antworten gegeben werden:</p><p>1. Ist das System zur Bemessung der SAK für die heutige und zukünftige Landwirtschaft zweckmässig und kohärent?</p><p>2. Wie wirkt das vorgesehene SAK-Konzept auf die verschiedenen Anwendungsbereiche (Direktzahlungen, Strukturverbesserungen, Boden- und Pachtrecht, Raumplanung), und wie soll es ausgestaltet werden, damit es einfach vollziehbar ist und den verschiedenen Anforderungen gerecht wird?</p><p>3. Können gemeinwirtschaftliche Leistungen, wie sie in der AP 2014-2017 zusätzlich gefordert werden, richtig bemessen und angerechnet werden?</p><p>4. Wie kann der Diversifizierung in der Landwirtschaft Rechnung getragen werden, damit alle effektiven landwirtschaftlichen und paralandwirtschaftlichen Tätigkeiten mitberücksichtigt werden?</p><p>Der Bericht soll eine Beurteilung ermöglichen, ob eine Anpassung der landwirtschaftlichen Begriffsverordnung und der Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht bei der Erfassung des gesamtbetrieblichen Arbeitszeitbedarfs mithilfe standardisierter Faktoren angezeigt ist.</p>
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