Migrationsbevölkerung. Gesundheit von Müttern und Kindern
- ShortId
-
12.3966
- Id
-
20123966
- Updated
-
25.06.2025 00:33
- Language
-
de
- Title
-
Migrationsbevölkerung. Gesundheit von Müttern und Kindern
- AdditionalIndexing
-
2841;Säuglingssterblichkeit;Gesundheitsrisiko;Ausländer/in;Bericht;Zuwandererkind;frühe Kindheit;Gesundheitszustand;Mutterschaft;soziale Ungleichheit;Mutterschutz
- 1
-
- L05K0107010203, frühe Kindheit
- L04K01050513, Mutterschutz
- L05K0108030401, Zuwandererkind
- L04K01050523, Gesundheitszustand
- L05K0107030401, Mutterschaft
- L04K01050510, Gesundheitsrisiko
- L04K01090106, soziale Ungleichheit
- L04K05060102, Ausländer/in
- L03K020206, Bericht
- L05K0107030103, Säuglingssterblichkeit
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Zwei Studien, die 2006 und 2010 im Auftrag des Bundes durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass die Migrationsbevölkerung im Bereich der reproduktiven Gesundheit erhöhten Risiken ausgesetzt ist. In der Schweiz ist die Kindersterblichkeit im europäischen Vergleich relativ hoch, was zu einem grossen Teil durch die Todesfälle von ausländischen Kindern bedingt ist (40 Prozent aller Todesfälle bei Kindern). Die Erkrankungsrate ist ebenfalls höher bei Neugeborenen von Müttern, die nicht Schweizerinnen sind, und die Sterberate dieser Mütter ist viermal höher. Damit auch weiterhin nach den vielschichtigen Ursachen dieser Unterschiede geforscht werden kann, hat sich der Bundesrat dazu bereiterklärt, "sich ... für differenziertere Datengrundlagen einzusetzen" (Antwort vom 23. Februar 2011 auf meine Interpellation 10.4036).</p><p>Angesichts der Lebenssituation der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz und der erwähnten Probleme ist es wichtig, dass die begonnenen Arbeiten weitergeführt werden. Die Datengrundlagen müssen verbessert und mögliche Massnahmen definiert werden.</p><p>Der Bericht soll qualitative und quantitative Untersuchungsansätze kombinieren, damit die resultierenden Empfehlungen durch Fakten abgestützt sind. Als Grundlage dienen können insbesondere:</p><p>1. Daten aus den Registern der Spitäler und Frauenkliniken;</p><p>2. direkt in den Frauenkliniken erhobene Informationen über Schwangerschaft und Geburtsumstände;</p><p>3. die Befragung von Fachpersonen im Bereich der reproduktiven Gesundheit.</p><p>Ein solcher Bericht liefert die nötige Grundlage für effiziente Massnahmen in diesem Bereich, der für die öffentliche Gesundheit ein grosses Problem mit gewichtigen menschlichen und wirtschaftlichen Folgen darstellt.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Gesundheit von Müttern und Kindern in der Schweiz im Zusammenhang mit migrationsspezifischen Faktoren vorzulegen. Der Bericht soll konkrete Empfehlungen enthalten, mit denen die Situation der betroffenen Personen und damit auch der gesamten Bevölkerung verbessert werden kann.</p>
- Migrationsbevölkerung. Gesundheit von Müttern und Kindern
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Zwei Studien, die 2006 und 2010 im Auftrag des Bundes durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass die Migrationsbevölkerung im Bereich der reproduktiven Gesundheit erhöhten Risiken ausgesetzt ist. In der Schweiz ist die Kindersterblichkeit im europäischen Vergleich relativ hoch, was zu einem grossen Teil durch die Todesfälle von ausländischen Kindern bedingt ist (40 Prozent aller Todesfälle bei Kindern). Die Erkrankungsrate ist ebenfalls höher bei Neugeborenen von Müttern, die nicht Schweizerinnen sind, und die Sterberate dieser Mütter ist viermal höher. Damit auch weiterhin nach den vielschichtigen Ursachen dieser Unterschiede geforscht werden kann, hat sich der Bundesrat dazu bereiterklärt, "sich ... für differenziertere Datengrundlagen einzusetzen" (Antwort vom 23. Februar 2011 auf meine Interpellation 10.4036).</p><p>Angesichts der Lebenssituation der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz und der erwähnten Probleme ist es wichtig, dass die begonnenen Arbeiten weitergeführt werden. Die Datengrundlagen müssen verbessert und mögliche Massnahmen definiert werden.</p><p>Der Bericht soll qualitative und quantitative Untersuchungsansätze kombinieren, damit die resultierenden Empfehlungen durch Fakten abgestützt sind. Als Grundlage dienen können insbesondere:</p><p>1. Daten aus den Registern der Spitäler und Frauenkliniken;</p><p>2. direkt in den Frauenkliniken erhobene Informationen über Schwangerschaft und Geburtsumstände;</p><p>3. die Befragung von Fachpersonen im Bereich der reproduktiven Gesundheit.</p><p>Ein solcher Bericht liefert die nötige Grundlage für effiziente Massnahmen in diesem Bereich, der für die öffentliche Gesundheit ein grosses Problem mit gewichtigen menschlichen und wirtschaftlichen Folgen darstellt.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Gesundheit von Müttern und Kindern in der Schweiz im Zusammenhang mit migrationsspezifischen Faktoren vorzulegen. Der Bericht soll konkrete Empfehlungen enthalten, mit denen die Situation der betroffenen Personen und damit auch der gesamten Bevölkerung verbessert werden kann.</p>
- Migrationsbevölkerung. Gesundheit von Müttern und Kindern
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