Stopp dem Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung
- ShortId
-
12.4162
- Id
-
20124162
- Updated
-
25.06.2025 00:12
- Language
-
de
- Title
-
Stopp dem Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung
- AdditionalIndexing
-
12;sexuelle Gewalt;Menschenhandel;Prostitution;Stellung der Frau
- 1
-
- L06K050102010303, Menschenhandel
- L04K01010211, Prostitution
- L06K050102010305, sexuelle Gewalt
- L03K010104, Stellung der Frau
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Schweiz stand bisher immer wieder in der Kritik, Menschenhändler zu wenig hart zu bestrafen. Zu wenige und zu milde Urteile gehörten zum juristischen Alltag. Der von Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Oktober 2012 vorgestellte nationale Aktionsplan gegen Menschenhandel lässt hoffen, dass der Bundesrat den seit Jahren bekannten Handlungsbedarf endlich aktiv angeht.</p><p>Die 23 konkreten Massnahmen reichen von besserer Sensibilisierung der Bevölkerung über Investitionen in die Forschung bis hin zu einer Reihe von Aktionen und Programmen, welche spezielle Ermittlungsgruppen, spezifisch ausgebildete Mitglieder der Polizeikorps und Staatsanwaltschaften sowie stärker sensibilisierte Streifenpolizisten beauftragen und befähigen, den Menschenhandel effektiver zu bekämpfen. Ganz wichtig ist auch das in Aussicht gestellte nationale Schutzprogramm der Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel, welches den ausgebeuteten Frauen helfen wird, aus der Prostitution auszusteigen und sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. </p><p>Dies sind wichtige und richtungsweisende Schritte im Kampf gegen die Ausbeutung von unzähligen Frauen. Einen interessanten Ansatz zur Bekämpfung dieses Problems zeigt uns Schweden. Schweden hat als erstes Land der Welt 1999 ein Gesetz erlassen, das den Kauf sexueller Dienstleistungen verbietet. Die Freier werden bestraft, nicht aber die Prostituierten. Die positiven Evaluationsresultate bezüglich der Auswirkungen überraschen selbst anfängliche Zweifler. Unser Nachbarland Frankreich erwägt, dieselben Massnahmen zu ergreifen. </p><p>Mit dem verlangten Bericht soll geprüft werden, inwiefern ein Verbot der Prostitution und des Kaufs von sexuellen Dienstleistungen in der Schweiz machbar wäre.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht zur Bekämpfung des Menschenhandels zum Zweck sexueller Ausbeutung zu unterbreiten und namentlich folgende Aspekte zu prüfen:</p><p>1. Welche Erfahrungen haben Länder gemacht, welche die Prostitution verboten haben? Insbesondere: Wie durchsetzbar und wirksam ist ein solches Verbot, und was sind die Folgen für die betroffenen Frauen?</p><p>2. Welchen Einfluss hat ein solches Verbot auf die Bekämpfung des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung?</p>
- Stopp dem Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Schweiz stand bisher immer wieder in der Kritik, Menschenhändler zu wenig hart zu bestrafen. Zu wenige und zu milde Urteile gehörten zum juristischen Alltag. Der von Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Oktober 2012 vorgestellte nationale Aktionsplan gegen Menschenhandel lässt hoffen, dass der Bundesrat den seit Jahren bekannten Handlungsbedarf endlich aktiv angeht.</p><p>Die 23 konkreten Massnahmen reichen von besserer Sensibilisierung der Bevölkerung über Investitionen in die Forschung bis hin zu einer Reihe von Aktionen und Programmen, welche spezielle Ermittlungsgruppen, spezifisch ausgebildete Mitglieder der Polizeikorps und Staatsanwaltschaften sowie stärker sensibilisierte Streifenpolizisten beauftragen und befähigen, den Menschenhandel effektiver zu bekämpfen. Ganz wichtig ist auch das in Aussicht gestellte nationale Schutzprogramm der Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel, welches den ausgebeuteten Frauen helfen wird, aus der Prostitution auszusteigen und sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. </p><p>Dies sind wichtige und richtungsweisende Schritte im Kampf gegen die Ausbeutung von unzähligen Frauen. Einen interessanten Ansatz zur Bekämpfung dieses Problems zeigt uns Schweden. Schweden hat als erstes Land der Welt 1999 ein Gesetz erlassen, das den Kauf sexueller Dienstleistungen verbietet. Die Freier werden bestraft, nicht aber die Prostituierten. Die positiven Evaluationsresultate bezüglich der Auswirkungen überraschen selbst anfängliche Zweifler. Unser Nachbarland Frankreich erwägt, dieselben Massnahmen zu ergreifen. </p><p>Mit dem verlangten Bericht soll geprüft werden, inwiefern ein Verbot der Prostitution und des Kaufs von sexuellen Dienstleistungen in der Schweiz machbar wäre.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht zur Bekämpfung des Menschenhandels zum Zweck sexueller Ausbeutung zu unterbreiten und namentlich folgende Aspekte zu prüfen:</p><p>1. Welche Erfahrungen haben Länder gemacht, welche die Prostitution verboten haben? Insbesondere: Wie durchsetzbar und wirksam ist ein solches Verbot, und was sind die Folgen für die betroffenen Frauen?</p><p>2. Welchen Einfluss hat ein solches Verbot auf die Bekämpfung des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung?</p>
- Stopp dem Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung
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