Waldpolitik 2020. Erschliessungen als Voraussetzung für die effiziente und wirksame Zielerreichung
- ShortId
-
13.414
- Id
-
20130414
- Updated
-
14.11.2025 07:00
- Language
-
de
- Title
-
Waldpolitik 2020. Erschliessungen als Voraussetzung für die effiziente und wirksame Zielerreichung
- AdditionalIndexing
-
55;Holzgewinnung;Forstpolitik;Waldbau;Waldwirtschaft;Subvention;Luftseilbahn;ländliche Strasse
- 1
-
- L05K1803010205, ländliche Strasse
- L03K140107, Waldwirtschaft
- L05K1102030202, Subvention
- L06K140107010502, Holzgewinnung
- L04K14010701, Forstpolitik
- L05K1401070105, Waldbau
- L04K18030205, Luftseilbahn
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Das Bafu hat die Waldpolitik 2020 des Bundesrates am 28. Februar 2013 der Öffentlichkeit und der betroffenen Branche vorgestellt. Die Waldbesitzer unterstützen die Zielsetzungen des Bundesrates in den meisten Punkten. Bei der Umsetzung der Waldpolitik 2020 werden jedoch die Prioritäten so gesetzt, dass die Zielsetzung "Nutzung des einheimischen Holzpotenzials" kaum zu erreichen ist.</p><p>Der Bundesrat fordert die Ausschöpfung des nutzbaren Holzpotenzials in der Schweiz. Die Stossrichtung wird begrüsst, da sie alle anderen Waldfunktionen positiv beeinflusst. Die Holznutzung als Leitfunktion für die Förderung der anderen Waldfunktionen entspricht zudem der 150-jährigen Nachhaltigkeitstradition in der Schweizer Waldwirtschaft.</p><p>Voraussetzung für die Nutzung des Holzpotenzials sind Erschliessungen. Insbesondere in den Gebieten mit hohem Holznutzungspotenzial sind die Erschliessungen bis heute ungenügend oder entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand einer umweltschonenden Transportlogistik.</p><p>Jeder investierte Steuerfranken in Qualität und Umfang von Erschliessungen vervielfacht die Wirkung für die übrigen Waldfunktionen (Erholung, Schutz vor Naturgefahren, Grundwasserschutz, Biodiversität usw.) und erzeugt in diesem Sinne einen Multiplikatoreffekt. Dies im Gegensatz zu den segregativen Vorhaben, die der Bundesrat in der Waldpolitik priorisiert und die im Widerspruch zum bewährten Nachhaltigkeitskonzept der Schweizer Waldwirtschaft stehen.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Die Rechtsgrundlagen und der Vollzug sowie die Zuweisung öffentlicher Mittel auf Bundesebene sind so anzupassen, dass:</p><p>1. Walderschliessungen auf allen Waldflächen und nicht nur im Schutzwald mit Beiträgen des Bundes neu erstellt werden können;</p><p>2. bestehende Walderschliessungen den heutigen Anforderungen einer umweltschonenden und modernen Transportlogistik angepasst werden können;</p><p>3. der Unterhalt von bestehenden und neu erstellten Anlagen sichergestellt ist;</p><p>4. Seilkranbeiträge (temporäre Erschliessungen) auch ausserhalb des Schutzwaldes ausgerichtet werden können. </p>
- Waldpolitik 2020. Erschliessungen als Voraussetzung für die effiziente und wirksame Zielerreichung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Das Bafu hat die Waldpolitik 2020 des Bundesrates am 28. Februar 2013 der Öffentlichkeit und der betroffenen Branche vorgestellt. Die Waldbesitzer unterstützen die Zielsetzungen des Bundesrates in den meisten Punkten. Bei der Umsetzung der Waldpolitik 2020 werden jedoch die Prioritäten so gesetzt, dass die Zielsetzung "Nutzung des einheimischen Holzpotenzials" kaum zu erreichen ist.</p><p>Der Bundesrat fordert die Ausschöpfung des nutzbaren Holzpotenzials in der Schweiz. Die Stossrichtung wird begrüsst, da sie alle anderen Waldfunktionen positiv beeinflusst. Die Holznutzung als Leitfunktion für die Förderung der anderen Waldfunktionen entspricht zudem der 150-jährigen Nachhaltigkeitstradition in der Schweizer Waldwirtschaft.</p><p>Voraussetzung für die Nutzung des Holzpotenzials sind Erschliessungen. Insbesondere in den Gebieten mit hohem Holznutzungspotenzial sind die Erschliessungen bis heute ungenügend oder entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand einer umweltschonenden Transportlogistik.</p><p>Jeder investierte Steuerfranken in Qualität und Umfang von Erschliessungen vervielfacht die Wirkung für die übrigen Waldfunktionen (Erholung, Schutz vor Naturgefahren, Grundwasserschutz, Biodiversität usw.) und erzeugt in diesem Sinne einen Multiplikatoreffekt. Dies im Gegensatz zu den segregativen Vorhaben, die der Bundesrat in der Waldpolitik priorisiert und die im Widerspruch zum bewährten Nachhaltigkeitskonzept der Schweizer Waldwirtschaft stehen.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Die Rechtsgrundlagen und der Vollzug sowie die Zuweisung öffentlicher Mittel auf Bundesebene sind so anzupassen, dass:</p><p>1. Walderschliessungen auf allen Waldflächen und nicht nur im Schutzwald mit Beiträgen des Bundes neu erstellt werden können;</p><p>2. bestehende Walderschliessungen den heutigen Anforderungen einer umweltschonenden und modernen Transportlogistik angepasst werden können;</p><p>3. der Unterhalt von bestehenden und neu erstellten Anlagen sichergestellt ist;</p><p>4. Seilkranbeiträge (temporäre Erschliessungen) auch ausserhalb des Schutzwaldes ausgerichtet werden können. </p>
- Waldpolitik 2020. Erschliessungen als Voraussetzung für die effiziente und wirksame Zielerreichung
Back to List