Wärmenutzung bei Geothermiekraftwerken
- ShortId
-
13.3021
- Id
-
20133021
- Updated
-
28.07.2023 12:12
- Language
-
de
- Title
-
Wärmenutzung bei Geothermiekraftwerken
- AdditionalIndexing
-
66;Energieforschung;geothermische Energie;Evaluation;Kraftwerk
- 1
-
- L03K170504, geothermische Energie
- L04K17010108, Energieforschung
- L04K08020302, Evaluation
- L03K170302, Kraftwerk
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Nutzung von Erdwärme (Geothermie, Wärme aus der Tiefe) wird für die künftige Strom- und Wärmeproduktion ein grosses Potenzial eingeräumt. Entsprechend ist sie zu einem Hoffnungsträger für die Energieversorgung avanciert. Daher wird in der Schweiz zurzeit auch nach geeigneten Standorten für Geothermiekraftwerke sondiert.</p><p>Aktuell fallen bei einem Geothermiekraftwerk 10 Prozent Strom und 9 Prozent Wärme an. Folglich ist die Wärmenutzung ein zentraler Faktor für die Wirtschaftlichkeit und für die Nachhaltigkeit von solch einem Kraftwerk (gemäss Art. 1 EnG). Es ist davon auszugehen, dass es sehr schwierig (Wirtschaftlichkeit) werden wird, die Abwärme über entsprechende Wärmenetze den umliegenden Wohnbauten usw. zukommen zu lassen. Dementsprechend ist es von zentraler Bedeutung, dass die Abwärme direkt oder in unmittelbarer Nähe in dafür geeigneten Produktionsstätten (z. B. Gewächshäuser, industrielle Zwecke usw.) genutzt werden kann. Dazu ist es notwendig, dass der Bundesrat in einem Bericht die beantragten Abklärungen macht und darin die Grössenordnungen einer solchen Wärmenutzung darlegt.</p>
- <p>Für die Energiestrategie 2050 spielt die Nutzung der Tiefengeothermie, vor allem zur Stromproduktion, eine wichtige Rolle. Im Rahmen des ersten Massnahmenpakets sind deshalb verschiedene Massnahmen in diesem Bereich vorgesehen. Die einzelnen Massnahmen werden dem Parlament mit der Botschaft zum ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050 im Herbst 2013 vorgelegt. Im Weiteren sollen Bestrebungen für eine Vereinheitlichung der kantonalen Gesetze im Bereich der Nutzung des Untergrundes gefördert werden. Im Rahmen der zweiten Teilrevision des Raumplanungsgesetzes (RPG; SR 700) wird geprüft, wie die Kantone die Nutzung des Untergrunds in ihrer Planung berücksichtigen und bedeutende Vorhaben im Untergrund in ihre Richtpläne aufnehmen können.</p><p>Die verschiedenen Möglichkeiten der Wärmenutzung aus Tiefengeothermie sind hinlänglich bekannt. Die Verwendung der verschiedenen Systeme ist von verschiedenen Aspekten abhängig (beispielsweise Vorhandensein, Ergiebigkeit und Tiefe eines Aquifers). Dasselbe gilt auch für die im Postulat angesprochene Verteilung zwischen Wärmenutzung zur Stromproduktion bzw. der Restwärmenutzung. Hier spielen Faktoren wie z. B. das Vorhandensein von langfristig zuverlässigen Wärmeabnehmern, die Wirtschaftlichkeit oder der Schutz von Mensch und Umwelt mit hinein.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das Wissen über die verschiedenen Arten der Nutzung der Tiefengeothermie bereits vorhanden ist. Zudem werden die Rahmenbedingungen mit der Energiestrategie 2050 sowie mit der zweiten Teilrevision des RPG derzeit überarbeitet.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und in einem Bericht darzulegen:</p><p>1. welche Art der Wärmenutzung aus Tiefengeothermie möglich und sinnvoll ist;</p><p>2. welche Rahmenbedingungen an einem Standort eines Geothermiekraftwerks vorliegen oder geschaffen werden müssen (u. a. Platzverhältnisse, Zone);</p><p>3. welche Massnahmen für die Umsetzung der Erkenntnisse gemäss den Ziffern 1 und 2 notwendig sind.</p>
- Wärmenutzung bei Geothermiekraftwerken
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Der Nutzung von Erdwärme (Geothermie, Wärme aus der Tiefe) wird für die künftige Strom- und Wärmeproduktion ein grosses Potenzial eingeräumt. Entsprechend ist sie zu einem Hoffnungsträger für die Energieversorgung avanciert. Daher wird in der Schweiz zurzeit auch nach geeigneten Standorten für Geothermiekraftwerke sondiert.</p><p>Aktuell fallen bei einem Geothermiekraftwerk 10 Prozent Strom und 9 Prozent Wärme an. Folglich ist die Wärmenutzung ein zentraler Faktor für die Wirtschaftlichkeit und für die Nachhaltigkeit von solch einem Kraftwerk (gemäss Art. 1 EnG). Es ist davon auszugehen, dass es sehr schwierig (Wirtschaftlichkeit) werden wird, die Abwärme über entsprechende Wärmenetze den umliegenden Wohnbauten usw. zukommen zu lassen. Dementsprechend ist es von zentraler Bedeutung, dass die Abwärme direkt oder in unmittelbarer Nähe in dafür geeigneten Produktionsstätten (z. B. Gewächshäuser, industrielle Zwecke usw.) genutzt werden kann. Dazu ist es notwendig, dass der Bundesrat in einem Bericht die beantragten Abklärungen macht und darin die Grössenordnungen einer solchen Wärmenutzung darlegt.</p>
- <p>Für die Energiestrategie 2050 spielt die Nutzung der Tiefengeothermie, vor allem zur Stromproduktion, eine wichtige Rolle. Im Rahmen des ersten Massnahmenpakets sind deshalb verschiedene Massnahmen in diesem Bereich vorgesehen. Die einzelnen Massnahmen werden dem Parlament mit der Botschaft zum ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050 im Herbst 2013 vorgelegt. Im Weiteren sollen Bestrebungen für eine Vereinheitlichung der kantonalen Gesetze im Bereich der Nutzung des Untergrundes gefördert werden. Im Rahmen der zweiten Teilrevision des Raumplanungsgesetzes (RPG; SR 700) wird geprüft, wie die Kantone die Nutzung des Untergrunds in ihrer Planung berücksichtigen und bedeutende Vorhaben im Untergrund in ihre Richtpläne aufnehmen können.</p><p>Die verschiedenen Möglichkeiten der Wärmenutzung aus Tiefengeothermie sind hinlänglich bekannt. Die Verwendung der verschiedenen Systeme ist von verschiedenen Aspekten abhängig (beispielsweise Vorhandensein, Ergiebigkeit und Tiefe eines Aquifers). Dasselbe gilt auch für die im Postulat angesprochene Verteilung zwischen Wärmenutzung zur Stromproduktion bzw. der Restwärmenutzung. Hier spielen Faktoren wie z. B. das Vorhandensein von langfristig zuverlässigen Wärmeabnehmern, die Wirtschaftlichkeit oder der Schutz von Mensch und Umwelt mit hinein.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das Wissen über die verschiedenen Arten der Nutzung der Tiefengeothermie bereits vorhanden ist. Zudem werden die Rahmenbedingungen mit der Energiestrategie 2050 sowie mit der zweiten Teilrevision des RPG derzeit überarbeitet.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und in einem Bericht darzulegen:</p><p>1. welche Art der Wärmenutzung aus Tiefengeothermie möglich und sinnvoll ist;</p><p>2. welche Rahmenbedingungen an einem Standort eines Geothermiekraftwerks vorliegen oder geschaffen werden müssen (u. a. Platzverhältnisse, Zone);</p><p>3. welche Massnahmen für die Umsetzung der Erkenntnisse gemäss den Ziffern 1 und 2 notwendig sind.</p>
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