Gesundheits- und Sexualaufklärung in Entwicklungsländern. Kampf gegen HIV/Aids und gegen die Bevölkerungsexplosion

ShortId
13.3258
Id
20133258
Updated
24.06.2025 23:36
Language
de
Title
Gesundheits- und Sexualaufklärung in Entwicklungsländern. Kampf gegen HIV/Aids und gegen die Bevölkerungsexplosion
AdditionalIndexing
08;2841;Entwicklungsland;Sexualerziehung;AIDS;Bevölkerungswachstum;Empfängnisverhütung;Entwicklungszusammenarbeit
1
  • L04K01050101, AIDS
  • L04K13020106, Sexualerziehung
  • L05K0704020103, Entwicklungsland
  • L04K01070401, Bevölkerungswachstum
  • L03K100104, Entwicklungszusammenarbeit
  • L05K0103020102, Empfängnisverhütung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Geburtenexplosion in vielen Entwicklungsländern verunmöglicht nachhaltigen Erfolg der Entwicklungszusammenarbeit. Nur Aufklärung und das Zur-Verfügung-Stellen von Verhütungsmitteln können die fatale Entwicklung der Bevölkerungsexplosion stoppen. Auch der Kampf gegen HIV/Aids (gemäss Unaids 2011 sind 32,2 Millionen Menschen betroffen und 1,7 Millionen Todesfälle zu beklagen) kann sonst ebenfalls nicht gewonnen werden. Die Deza ist deshalb aufgefordert, noch vermehrt bereichsübergreifend zu handeln in den Aktionsfeldern Familienplanung und sexuell übertragbare Krankheiten.</p>
  • <p>Bevölkerungswachstum hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Neben der sexuellen und reproduktiven Gesundheit ist die wirtschaftliche Situation der Familien ein entscheidender Faktor. So sind Kinder eine verlässliche Altersvorsorge, wo soziale Versicherungssysteme fehlen. Um die sexuelle und reproduktive Gesundheit zu verbessern, sind Frauenrechte zu stärken und ist die medizinische Grundversorgung zu verbessern. Entscheidend sind Massnahmen zur Armutsbekämpfung, zur Gleichstellung der Geschlechter, zur Ausbildung und Ermächtigung der Mädchen und Frauen sowie zur Aufklärung und Familienplanung. Sind Mittel und Informationen zu einer eigenverantwortlichen Familienplanung verfügbar, machen Frauen in wachsendem Masse davon Gebrauch, um den Zeitpunkt der Schwangerschaft und die Anzahl der Kinder selbst zu bestimmen.</p><p>Die Schweiz engagiert sich in den genannten Bereichen. Sexuelle und reproduktive Gesundheit ist einer der drei thematischen Schwerpunkte im Bereich Gesundheit der Botschaft über die internationale Zusammenarbeit 2013-2016. In diesen Jahren ist eine schrittweise Steigerung der Ausgaben geplant. Die Programme werden mit Projekten zur Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten (inkl. HIV/Aids) verknüpft. Die Beiträge der Schweiz an internationale Organisationen kommen im Bereich HIV/Aids insbesondere der Gesundheit von Mutter und Kind zugute.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, diesbezüglich Informationen zu liefern sowie auf die Frage der Wirksamkeit bereichsübergreifender Massnahmen einschliesslich der Abgabe von Verhütungsmitteln einzugehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird gebeten darzulegen, wie in der Entwicklungszusammenarbeit künftig durch die Deza vermehrt die sexuelle und reproduktive Gesundheit gefördert und die Aufklärung, insbesondere auch die Familienplanung und Prävention im Kampf gegen sexuell übertragbare Krankheiten (inkl. HIV/Aids), mehr Gewicht erhalten und bereichsübergreifend stattfinden kann. Wir bitten den Bundesrat aufzuzeigen, ob Verhütungsmittel (im Minimum Kondome) für alle Menschen, die dies wünschen (im Kontext des kulturellen Umfelds), dank unserer Entwicklungszusammenarbeit künftig verfügbar sein könnten.</p>
  • Gesundheits- und Sexualaufklärung in Entwicklungsländern. Kampf gegen HIV/Aids und gegen die Bevölkerungsexplosion
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Geburtenexplosion in vielen Entwicklungsländern verunmöglicht nachhaltigen Erfolg der Entwicklungszusammenarbeit. Nur Aufklärung und das Zur-Verfügung-Stellen von Verhütungsmitteln können die fatale Entwicklung der Bevölkerungsexplosion stoppen. Auch der Kampf gegen HIV/Aids (gemäss Unaids 2011 sind 32,2 Millionen Menschen betroffen und 1,7 Millionen Todesfälle zu beklagen) kann sonst ebenfalls nicht gewonnen werden. Die Deza ist deshalb aufgefordert, noch vermehrt bereichsübergreifend zu handeln in den Aktionsfeldern Familienplanung und sexuell übertragbare Krankheiten.</p>
    • <p>Bevölkerungswachstum hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Neben der sexuellen und reproduktiven Gesundheit ist die wirtschaftliche Situation der Familien ein entscheidender Faktor. So sind Kinder eine verlässliche Altersvorsorge, wo soziale Versicherungssysteme fehlen. Um die sexuelle und reproduktive Gesundheit zu verbessern, sind Frauenrechte zu stärken und ist die medizinische Grundversorgung zu verbessern. Entscheidend sind Massnahmen zur Armutsbekämpfung, zur Gleichstellung der Geschlechter, zur Ausbildung und Ermächtigung der Mädchen und Frauen sowie zur Aufklärung und Familienplanung. Sind Mittel und Informationen zu einer eigenverantwortlichen Familienplanung verfügbar, machen Frauen in wachsendem Masse davon Gebrauch, um den Zeitpunkt der Schwangerschaft und die Anzahl der Kinder selbst zu bestimmen.</p><p>Die Schweiz engagiert sich in den genannten Bereichen. Sexuelle und reproduktive Gesundheit ist einer der drei thematischen Schwerpunkte im Bereich Gesundheit der Botschaft über die internationale Zusammenarbeit 2013-2016. In diesen Jahren ist eine schrittweise Steigerung der Ausgaben geplant. Die Programme werden mit Projekten zur Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten (inkl. HIV/Aids) verknüpft. Die Beiträge der Schweiz an internationale Organisationen kommen im Bereich HIV/Aids insbesondere der Gesundheit von Mutter und Kind zugute.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, diesbezüglich Informationen zu liefern sowie auf die Frage der Wirksamkeit bereichsübergreifender Massnahmen einschliesslich der Abgabe von Verhütungsmitteln einzugehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird gebeten darzulegen, wie in der Entwicklungszusammenarbeit künftig durch die Deza vermehrt die sexuelle und reproduktive Gesundheit gefördert und die Aufklärung, insbesondere auch die Familienplanung und Prävention im Kampf gegen sexuell übertragbare Krankheiten (inkl. HIV/Aids), mehr Gewicht erhalten und bereichsübergreifend stattfinden kann. Wir bitten den Bundesrat aufzuzeigen, ob Verhütungsmittel (im Minimum Kondome) für alle Menschen, die dies wünschen (im Kontext des kulturellen Umfelds), dank unserer Entwicklungszusammenarbeit künftig verfügbar sein könnten.</p>
    • Gesundheits- und Sexualaufklärung in Entwicklungsländern. Kampf gegen HIV/Aids und gegen die Bevölkerungsexplosion

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