Vollständige Erfassung des energetischen Potenzials der Landwirtschaft

ShortId
13.3292
Id
20133292
Updated
28.07.2023 13:37
Language
de
Title
Vollständige Erfassung des energetischen Potenzials der Landwirtschaft
AdditionalIndexing
66;55;Energiepolitik (speziell);Klimapolitik;Agrarpolitik (speziell);erneuerbare Energie
1
  • L04K14010302, Agrarpolitik (speziell)
  • L03K170101, Energiepolitik (speziell)
  • L04K06010310, Klimapolitik
  • L03K170503, erneuerbare Energie
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Bundesrat hat längerfristig den Atomausstieg beschlossen. Nach diesem Entscheid hat er den Bericht Energiestrategie 2050 vorgelegt. Danach sollen bis 2050 24 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien produziert werden. Dies entspricht einem Anteil von 40 Prozent des gegenwärtigen Stromverbrauchs. Der Bundesrat hat sich ebenfalls sehr ehrgeizige Ziele gesteckt, was die Energieeffizienz in der Landwirtschaft anbelangt: Er will deren Energieverbrauch längerfristig um 50 Prozent reduzieren. Die schweizerische Landwirtschaft kann über die Umsetzung der Agrarpolitik 2014-2017 und der folgenden Politiken wie auch über die Umsetzung der Klimastrategie einen Beitrag zur Energiewende leisten. Dank den grossen Dachflächen, den Gebäuden und der Biomasse, die sie erzeugt, kann sie einerseits einen bedeutenden Beitrag zu einem höheren Selbstversorgungsgrad und damit zu einer gewissen Stromversorgungssicherheit leisten; andererseits kann sie über höhere Energieeffizienz in der landwirtschaftlichen Produktion unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern. Je nach Nutzung der Betriebsflächen, nach Art der Produktion und der eingesetzten Maschinen könnten die Landwirtinnen und Landwirte zum einen auch einen Teil ihres Energiebedarfs selber decken und zum anderen ihren Energieverbrauch senken. Sie verringerten damit ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und wären dadurch weniger den stetig steigenden Energiekosten ausgesetzt. Der Bericht sollte alle diese Punkte beleuchten und alle Rahmenbedingungen und Instrumente darstellen, die notwendig sind, damit diese Ziele erreicht werden können.</p>
  • <p>Der Bundesrat teilt die Meinung, dass die nachhaltig nutzbaren Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz auch in der Landwirtschaft ausgeschöpft werden sollen.</p><p>Diese Potenziale und die Möglichkeiten für deren Ausschöpfung wurden im Rahmen verschiedener Studien bereits untersucht (z. B. die Studien "Ressourcen- und Klimaeffizienz in der Landwirtschaft: Potenzialanalyse" sowie "Ressourcen- und Klimaeffizienz in der Landwirtschaft: Förderinstrumente und Marktopportunitäten" aus dem Jahr 2012 oder die Studie "Wirkungen der Produktion von Erdölsubstituten aus Biomasse auf den Agrarsektor in der Schweiz" aus dem Jahr 2008). Die Erkenntnisse fliessen laufend in die Politikgestaltung ein.</p><p>Um die Potenziale und Möglichkeiten zur Produktion von erneuerbaren Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft besser ausschöpfen zu können, werden diverse bereits existierende Instrumente und Massnahmen im Rahmen von Energie-, Klima-, Raumplanungs- und Landwirtschaftspolitik (z. B. erstes Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050, Agrarpolitik 2014-2017) weiterentwickelt.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Im Rahmen der Umsetzung der Agrarpolitik 2014-2017 und der Klimastrategie Landwirtschaft ersuche ich den Bundesrat, einen Bericht vorzulegen, der für die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität folgende Punkte aufzeigt:</p><p>1. das Potenzial der Landwirtschaft in Bezug auf:</p><p>a. die Produktion erneuerbarer Energien,</p><p>b. die Energieeffizienz der landwirtschaftlichen Produktion;</p><p>2. die Möglichkeiten, die die Landwirtschaftsbetriebe haben, um den Stromselbstversorgungsgrad zu erhöhen und den Energieverbrauch zu senken;</p><p>3. die Rahmenbedingungen und Instrumente, die der Bund schaffen müsste, um die unter den vorangehenden Punkten festgestellten Potenziale und Möglichkeiten voll auszuschöpfen.</p>
  • Vollständige Erfassung des energetischen Potenzials der Landwirtschaft
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Bundesrat hat längerfristig den Atomausstieg beschlossen. Nach diesem Entscheid hat er den Bericht Energiestrategie 2050 vorgelegt. Danach sollen bis 2050 24 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien produziert werden. Dies entspricht einem Anteil von 40 Prozent des gegenwärtigen Stromverbrauchs. Der Bundesrat hat sich ebenfalls sehr ehrgeizige Ziele gesteckt, was die Energieeffizienz in der Landwirtschaft anbelangt: Er will deren Energieverbrauch längerfristig um 50 Prozent reduzieren. Die schweizerische Landwirtschaft kann über die Umsetzung der Agrarpolitik 2014-2017 und der folgenden Politiken wie auch über die Umsetzung der Klimastrategie einen Beitrag zur Energiewende leisten. Dank den grossen Dachflächen, den Gebäuden und der Biomasse, die sie erzeugt, kann sie einerseits einen bedeutenden Beitrag zu einem höheren Selbstversorgungsgrad und damit zu einer gewissen Stromversorgungssicherheit leisten; andererseits kann sie über höhere Energieeffizienz in der landwirtschaftlichen Produktion unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern. Je nach Nutzung der Betriebsflächen, nach Art der Produktion und der eingesetzten Maschinen könnten die Landwirtinnen und Landwirte zum einen auch einen Teil ihres Energiebedarfs selber decken und zum anderen ihren Energieverbrauch senken. Sie verringerten damit ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und wären dadurch weniger den stetig steigenden Energiekosten ausgesetzt. Der Bericht sollte alle diese Punkte beleuchten und alle Rahmenbedingungen und Instrumente darstellen, die notwendig sind, damit diese Ziele erreicht werden können.</p>
    • <p>Der Bundesrat teilt die Meinung, dass die nachhaltig nutzbaren Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz auch in der Landwirtschaft ausgeschöpft werden sollen.</p><p>Diese Potenziale und die Möglichkeiten für deren Ausschöpfung wurden im Rahmen verschiedener Studien bereits untersucht (z. B. die Studien "Ressourcen- und Klimaeffizienz in der Landwirtschaft: Potenzialanalyse" sowie "Ressourcen- und Klimaeffizienz in der Landwirtschaft: Förderinstrumente und Marktopportunitäten" aus dem Jahr 2012 oder die Studie "Wirkungen der Produktion von Erdölsubstituten aus Biomasse auf den Agrarsektor in der Schweiz" aus dem Jahr 2008). Die Erkenntnisse fliessen laufend in die Politikgestaltung ein.</p><p>Um die Potenziale und Möglichkeiten zur Produktion von erneuerbaren Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft besser ausschöpfen zu können, werden diverse bereits existierende Instrumente und Massnahmen im Rahmen von Energie-, Klima-, Raumplanungs- und Landwirtschaftspolitik (z. B. erstes Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050, Agrarpolitik 2014-2017) weiterentwickelt.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Im Rahmen der Umsetzung der Agrarpolitik 2014-2017 und der Klimastrategie Landwirtschaft ersuche ich den Bundesrat, einen Bericht vorzulegen, der für die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität folgende Punkte aufzeigt:</p><p>1. das Potenzial der Landwirtschaft in Bezug auf:</p><p>a. die Produktion erneuerbarer Energien,</p><p>b. die Energieeffizienz der landwirtschaftlichen Produktion;</p><p>2. die Möglichkeiten, die die Landwirtschaftsbetriebe haben, um den Stromselbstversorgungsgrad zu erhöhen und den Energieverbrauch zu senken;</p><p>3. die Rahmenbedingungen und Instrumente, die der Bund schaffen müsste, um die unter den vorangehenden Punkten festgestellten Potenziale und Möglichkeiten voll auszuschöpfen.</p>
    • Vollständige Erfassung des energetischen Potenzials der Landwirtschaft

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