Unterstützung der Berufsbildung im Cleantech-Bereich
- ShortId
-
13.3305
- Id
-
20133305
- Updated
-
28.07.2023 09:25
- Language
-
de
- Title
-
Unterstützung der Berufsbildung im Cleantech-Bereich
- AdditionalIndexing
-
32;52;Energieszenarien;Weiterbildung;neue Technologie;berufliche Vereinigung;berufliche Bildung
- 1
-
- L05K0706010508, neue Technologie
- L03K130202, berufliche Bildung
- L04K07020403, berufliche Vereinigung
- L04K17010111, Energieszenarien
- L04K13030203, Weiterbildung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Im Gefolge der getroffenen politischen Entscheidungen, namentlich zum Atomausstieg, und mit Blick auf den Cleantech-Masterplan und die Energiestrategie 2050 hat das Parlament zusätzliche Mittel für die Energieforschung namentlich an den Hochschulen und in den Forschungsanstalten gesprochen.</p><p>In Ergänzung zu diesen Anstrengungen ist es jedoch unverzichtbar, dass Berufsfachleute im Bausektor die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, um ihre Kundschaft beraten und um Einrichtungen konstruieren zu können, die einen Beitrag zu leisten vermögen zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele der Energiestrategie 2050. Zu diesem Zweck fordere ich, dass der Bund die Entwicklung spezifischer Ausbildungen für die betreffenden Berufsfachleute fördert.</p><p>Konkret geht es darum, die von den Organisationen der Arbeitswelt und den Schulen erarbeiteten Projekte zu unterstützen. Diese Projekte können beispielsweise in Folgendem bestehen:</p><p>- in ergänzenden Ausbildungsmodulen für Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses;</p><p>- in neuen Bildungsgängen der höheren Berufsbildung (eidgenössische Berufsprüfung, eidgenössische höhere Fachprüfung oder Ausbildung an einer höheren Fachschule).</p><p>Die Unterstützung durch den Bund hat mit den bestehenden Finanzierungsinstrumenten zu geschehen, insbesondere im Rahmen der Entwicklung der im Sinne von Artikel 54 des Berufsbildungsgesetzes unterstützten Berufsbildung. Die für diese Unterstützung zuständigen Organe sollen Projekte, die einen Beitrag zur Verwirklichung der Energiestrategie 2050 leisten können, prioritär behandeln und bevorzugen, ohne allerdings Abstriche gegenüber den geltenden Anforderungen an die Qualität zu machen. Andere bestehende Finanzierungsmöglichkeiten, die namentlich im Cleantech-Masterplan angesprochen werden, sollen ebenfalls in die Überlegungen einbezogen werden.</p>
- <p>Dem Cleantech-Bereich wird international ein hohes Wachstum vorausgesagt. Der Bundesrat teilt denn auch die Ansicht des Motionärs, dass Cleantech-Kompetenzen wichtig sind und, mit Blick auf die Energiestrategie 2050 und den Aktionsplan Grüne Wirtschaft des Bundes, in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden. Am 15. Mai 2013 hat der Bundesrat in Erfüllung des Postulates 11.3188 von Nationalrat Felix Müri einen entsprechenden Bericht verabschiedet. Der Bericht "Cleantech in der beruflichen Grundbildung" stützt sich auf eine breite Untersuchung von Experten. Er zeigt die bereits ergriffenen Massnahmen auf und enthält Empfehlungen für die fachliche Umsetzung der Untersuchungsergebnisse. Neue politische Massnahmen werden nicht als erforderlich erachtet, der Bundesrat unterstützt aber die laufenden Bemühungen und empfiehlt, Cleantech-Kompetenzen auf allen Stufen des Bildungssystems zu berücksichtigen.</p><p>Im genannten Bericht wird weiter angekündigt, dass das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die Ergebnisse der Untersuchungen berufsspezifisch aufbereiten und den Organisationen der Arbeitswelt im Hinblick auf künftige Berufsrevisionen zur Verfügung stellen wird, damit Cleantech-Kompetenzen in den über 200 Bildungsgängen der beruflichen Grundbildung noch umfassender und konkreter integriert werden können. Diese Arbeiten sind bereits angelaufen.</p><p>In der höheren Berufsbildung (eidgenössisch anerkannte Berufsprüfungen, höhere Fachprüfungen, höhere Fachschulen) unterstützt der Bund aufgrund von Artikel 54 des Berufsbildungsgesetzes die Trägerschaften bei der Neu- und Weiterentwicklung von Angeboten gerade auch im Cleantech-Bereich. So wurden in jüngster Zeit unter anderem Berufsprüfungen für Energieberaterinnen und Energieberater, für Fachleute für Entsorgungsanlagen sowie für Rohstoffaufbereiterinnen und Rohstoffaufbereiter geschaffen, die zu einem eidgenössischen Fachausweis mit geschütztem Titel führen. Der Bund wird auch diese Massnahmen in der höheren Berufsbildung weiterführen.</p><p>Daneben stehen die Arbeiten des WBF und des UVEK zur Prüfung eines Impulsprogramms Weiterbildung für Ressourceneffizienz und erneuerbare Energien, die der Bundesrat im Rahmen des Masterplans Cleantech in Auftrag gegeben hatte, kurz vor dem Abschluss.</p><p>Die Forderungen der Motion sind somit weitestgehend erfüllt. Der Bundesrat sieht zurzeit keinen Bedarf für zusätzliche Massnahmen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Anstrengungen der Organisationen der Arbeitswelt und der Schulen zur Entwicklung spezifischer Berufsbildungen im Cleantech-Bereich zu unterstützen; dies im Rahmen der ordentlichen Finanzierung und in Ergänzung zum Aktionsplan für die Energieforschung.</p>
- Unterstützung der Berufsbildung im Cleantech-Bereich
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Im Gefolge der getroffenen politischen Entscheidungen, namentlich zum Atomausstieg, und mit Blick auf den Cleantech-Masterplan und die Energiestrategie 2050 hat das Parlament zusätzliche Mittel für die Energieforschung namentlich an den Hochschulen und in den Forschungsanstalten gesprochen.</p><p>In Ergänzung zu diesen Anstrengungen ist es jedoch unverzichtbar, dass Berufsfachleute im Bausektor die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, um ihre Kundschaft beraten und um Einrichtungen konstruieren zu können, die einen Beitrag zu leisten vermögen zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele der Energiestrategie 2050. Zu diesem Zweck fordere ich, dass der Bund die Entwicklung spezifischer Ausbildungen für die betreffenden Berufsfachleute fördert.</p><p>Konkret geht es darum, die von den Organisationen der Arbeitswelt und den Schulen erarbeiteten Projekte zu unterstützen. Diese Projekte können beispielsweise in Folgendem bestehen:</p><p>- in ergänzenden Ausbildungsmodulen für Inhaberinnen und Inhaber eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses;</p><p>- in neuen Bildungsgängen der höheren Berufsbildung (eidgenössische Berufsprüfung, eidgenössische höhere Fachprüfung oder Ausbildung an einer höheren Fachschule).</p><p>Die Unterstützung durch den Bund hat mit den bestehenden Finanzierungsinstrumenten zu geschehen, insbesondere im Rahmen der Entwicklung der im Sinne von Artikel 54 des Berufsbildungsgesetzes unterstützten Berufsbildung. Die für diese Unterstützung zuständigen Organe sollen Projekte, die einen Beitrag zur Verwirklichung der Energiestrategie 2050 leisten können, prioritär behandeln und bevorzugen, ohne allerdings Abstriche gegenüber den geltenden Anforderungen an die Qualität zu machen. Andere bestehende Finanzierungsmöglichkeiten, die namentlich im Cleantech-Masterplan angesprochen werden, sollen ebenfalls in die Überlegungen einbezogen werden.</p>
- <p>Dem Cleantech-Bereich wird international ein hohes Wachstum vorausgesagt. Der Bundesrat teilt denn auch die Ansicht des Motionärs, dass Cleantech-Kompetenzen wichtig sind und, mit Blick auf die Energiestrategie 2050 und den Aktionsplan Grüne Wirtschaft des Bundes, in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden. Am 15. Mai 2013 hat der Bundesrat in Erfüllung des Postulates 11.3188 von Nationalrat Felix Müri einen entsprechenden Bericht verabschiedet. Der Bericht "Cleantech in der beruflichen Grundbildung" stützt sich auf eine breite Untersuchung von Experten. Er zeigt die bereits ergriffenen Massnahmen auf und enthält Empfehlungen für die fachliche Umsetzung der Untersuchungsergebnisse. Neue politische Massnahmen werden nicht als erforderlich erachtet, der Bundesrat unterstützt aber die laufenden Bemühungen und empfiehlt, Cleantech-Kompetenzen auf allen Stufen des Bildungssystems zu berücksichtigen.</p><p>Im genannten Bericht wird weiter angekündigt, dass das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die Ergebnisse der Untersuchungen berufsspezifisch aufbereiten und den Organisationen der Arbeitswelt im Hinblick auf künftige Berufsrevisionen zur Verfügung stellen wird, damit Cleantech-Kompetenzen in den über 200 Bildungsgängen der beruflichen Grundbildung noch umfassender und konkreter integriert werden können. Diese Arbeiten sind bereits angelaufen.</p><p>In der höheren Berufsbildung (eidgenössisch anerkannte Berufsprüfungen, höhere Fachprüfungen, höhere Fachschulen) unterstützt der Bund aufgrund von Artikel 54 des Berufsbildungsgesetzes die Trägerschaften bei der Neu- und Weiterentwicklung von Angeboten gerade auch im Cleantech-Bereich. So wurden in jüngster Zeit unter anderem Berufsprüfungen für Energieberaterinnen und Energieberater, für Fachleute für Entsorgungsanlagen sowie für Rohstoffaufbereiterinnen und Rohstoffaufbereiter geschaffen, die zu einem eidgenössischen Fachausweis mit geschütztem Titel führen. Der Bund wird auch diese Massnahmen in der höheren Berufsbildung weiterführen.</p><p>Daneben stehen die Arbeiten des WBF und des UVEK zur Prüfung eines Impulsprogramms Weiterbildung für Ressourceneffizienz und erneuerbare Energien, die der Bundesrat im Rahmen des Masterplans Cleantech in Auftrag gegeben hatte, kurz vor dem Abschluss.</p><p>Die Forderungen der Motion sind somit weitestgehend erfüllt. Der Bundesrat sieht zurzeit keinen Bedarf für zusätzliche Massnahmen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Anstrengungen der Organisationen der Arbeitswelt und der Schulen zur Entwicklung spezifischer Berufsbildungen im Cleantech-Bereich zu unterstützen; dies im Rahmen der ordentlichen Finanzierung und in Ergänzung zum Aktionsplan für die Energieforschung.</p>
- Unterstützung der Berufsbildung im Cleantech-Bereich
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