Gesundheitsgefährdung durch Blaulichtanteil in energiesparenden Leuchtmitteln

ShortId
13.3339
Id
20133339
Updated
28.07.2023 09:13
Language
de
Title
Gesundheitsgefährdung durch Blaulichtanteil in energiesparenden Leuchtmitteln
AdditionalIndexing
2841;66;Gesundheitsrisiko;Kind;elektrischer Leuchtkörper;Energieeinsparung;Beleuchtung
1
  • L05K0705060201, elektrischer Leuchtkörper
  • L04K17010107, Energieeinsparung
  • L05K0705030202, Beleuchtung
  • L04K01050510, Gesundheitsrisiko
  • L05K0107010205, Kind
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Ab 2016 werden Halogenlampen, welche nicht mindestens die Energieeffizienzklasse B aufweisen in der Schweiz verboten sein. Als Beleuchtungsmittel werden dann der Schweizer Bevölkerung im häuslichen Bereich nur noch lichtemittierende Dioden und Energiesparlampen zur Verfügung stehen. Untersuchungen des chronobiologischen Instituts der Universität Basel zeigen, dass abendliche Exposition mit blaulichtreichen Energiesparlampen und LED-beleuchteten Computerbildschirmen circadiane (Schlaf-Wach-Rhythmus, Schlafstörungen), hormonelle und kognitive Prozesse von Menschen beeinflusst.</p><p>Eine ausführliche Evaluation der Anses im Auftrag der französischen Regierung ergab, dass die zunehmend den Markt dominierende LED-Beleuchtungstechnologie im Zusammenhang mit dem hohen Blaulichtanteil negative Effekte auf die menschliche Gesundheit, im Speziellen auf das menschliche Auge, haben kann, wobei Kinder speziell gefährdet sind.</p>
  • <p>1. Die Problematik der neuen, energiesparenden Leuchtmittel ist dem Bundesrat bekannt. Die Eigenschaften der Lichtspektren von diesen Leuchtmitteln unterscheiden sich stark von den Lichtspektren der Sonne oder der Glühbirnen. Ob diese Lichtspektren ein gesundheitliches Problem für die Bevölkerung oder speziell für Kinder darstellen, ist im Moment allerdings nicht klar. Aufgrund dieser offenen Fragen hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Universität Basel eine Studie in Auftrag gegeben, die den Einfluss dieser Lichtspektren auf jüngere und ältere Menschen untersucht. Im Vordergrund stehen dabei der Schlaf sowie hormonelle und kognitive Prozesse. Weitere gesundheitliche Auswirkungen von Blaulicht, wie sie beispielsweise der Bericht der französischen Regierung erwähnt, werden international momentan breit thematisiert. Das BAG ist mit seiner Mitarbeit in entsprechenden internationalen Kommissionen direkt in diese Diskussion involviert.</p><p>2. Nach Abschluss der Studie an der Universität Basel wird das BAG voraussichtlich 2014 die Resultate unter Einbezug aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse bewerten und kommunizieren. Gleichzeitig wird auf der Grundlage dieser Resultate überprüft, ob weitere Massnahmen nötig sind.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>1. Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, um die Schweizer Bevölkerung, insbesondere Kinder und Jugendliche, vor negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Beleuchtungstechnologien mit hohem Blaulichtanteil zu schützen (Energiesparlampen, LED-Hausbeleuchtungen, LED-Hintergrundbeleuchtungen von Bildschirmen)?</p><p>2. Welche Massnahmen unternimmt er, um mögliche Langzeitauswirkungen von Beleuchtungsquellen mit hohem Blaulichtanteil zu untersuchen?</p>
  • Gesundheitsgefährdung durch Blaulichtanteil in energiesparenden Leuchtmitteln
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Ab 2016 werden Halogenlampen, welche nicht mindestens die Energieeffizienzklasse B aufweisen in der Schweiz verboten sein. Als Beleuchtungsmittel werden dann der Schweizer Bevölkerung im häuslichen Bereich nur noch lichtemittierende Dioden und Energiesparlampen zur Verfügung stehen. Untersuchungen des chronobiologischen Instituts der Universität Basel zeigen, dass abendliche Exposition mit blaulichtreichen Energiesparlampen und LED-beleuchteten Computerbildschirmen circadiane (Schlaf-Wach-Rhythmus, Schlafstörungen), hormonelle und kognitive Prozesse von Menschen beeinflusst.</p><p>Eine ausführliche Evaluation der Anses im Auftrag der französischen Regierung ergab, dass die zunehmend den Markt dominierende LED-Beleuchtungstechnologie im Zusammenhang mit dem hohen Blaulichtanteil negative Effekte auf die menschliche Gesundheit, im Speziellen auf das menschliche Auge, haben kann, wobei Kinder speziell gefährdet sind.</p>
    • <p>1. Die Problematik der neuen, energiesparenden Leuchtmittel ist dem Bundesrat bekannt. Die Eigenschaften der Lichtspektren von diesen Leuchtmitteln unterscheiden sich stark von den Lichtspektren der Sonne oder der Glühbirnen. Ob diese Lichtspektren ein gesundheitliches Problem für die Bevölkerung oder speziell für Kinder darstellen, ist im Moment allerdings nicht klar. Aufgrund dieser offenen Fragen hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Universität Basel eine Studie in Auftrag gegeben, die den Einfluss dieser Lichtspektren auf jüngere und ältere Menschen untersucht. Im Vordergrund stehen dabei der Schlaf sowie hormonelle und kognitive Prozesse. Weitere gesundheitliche Auswirkungen von Blaulicht, wie sie beispielsweise der Bericht der französischen Regierung erwähnt, werden international momentan breit thematisiert. Das BAG ist mit seiner Mitarbeit in entsprechenden internationalen Kommissionen direkt in diese Diskussion involviert.</p><p>2. Nach Abschluss der Studie an der Universität Basel wird das BAG voraussichtlich 2014 die Resultate unter Einbezug aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse bewerten und kommunizieren. Gleichzeitig wird auf der Grundlage dieser Resultate überprüft, ob weitere Massnahmen nötig sind.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>1. Was gedenkt der Bundesrat zu unternehmen, um die Schweizer Bevölkerung, insbesondere Kinder und Jugendliche, vor negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Beleuchtungstechnologien mit hohem Blaulichtanteil zu schützen (Energiesparlampen, LED-Hausbeleuchtungen, LED-Hintergrundbeleuchtungen von Bildschirmen)?</p><p>2. Welche Massnahmen unternimmt er, um mögliche Langzeitauswirkungen von Beleuchtungsquellen mit hohem Blaulichtanteil zu untersuchen?</p>
    • Gesundheitsgefährdung durch Blaulichtanteil in energiesparenden Leuchtmitteln

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