Besserer Mobilfunk im Zug
- ShortId
-
13.3496
- Id
-
20133496
- Updated
-
27.07.2023 19:41
- Language
-
de
- Title
-
Besserer Mobilfunk im Zug
- AdditionalIndexing
-
48;34;Übertragungsnetz;Datenübertragung;Swisscom;SBB;Schienenfahrzeug;Mobiltelefon;Internet
- 1
-
- L05K1202020105, Internet
- L05K1801021103, SBB
- L06K120202010203, Übertragungsnetz
- L04K18030208, Schienenfahrzeug
- L07K12020201010201, Mobiltelefon
- L05K1202020107, Swisscom
- L05K1202020102, Datenübertragung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die FDP bekennt sich zum erfolgreichen Infrastrukturwettbewerb im Kommunikationssektor. Eine gut funktionierende Kommunikationsinfrastruktur ist für ein Land wie die Schweiz von zentraler Bedeutung. Ebenso von Bedeutung sind aber auch die Qualität der auf dieser Infrastruktur angebotenen Dienstleistungen und ihre Verfügbarkeit. </p><p>Wer heute z. B. auf der vielbefahrenen West-Ost-Achse mit der Bahn unterwegs ist, dem stehen diese Dienste oftmals nur eingeschränkt zur Verfügung. Selbst zu telefonieren ist wegen der dauernden Unterbrüche schwierig, und die mobile Datenübertragung ist mangelhaft. </p><p>Für viele Zugreisende ist die Verfügbarkeit der Mobilfunkdienstleistungen entscheidend, damit sie die Reisezeit effizient nutzen können. Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht ist diese Verfügbarkeit enorm wichtig, kann doch so wertvolle Arbeitszeit effizient genutzt werden.</p>
- <p>Der Bundesrat teilt das Anliegen der Postulanten, den Zugang zu Mobilfunkdiensten im öffentlichen Verkehr zu verbessern. </p><p>Die SBB investieren laufend in die Verbesserung der Mobilversorgung für ihre Kunden. Seit 2010 rüsten die SBB die Fernverkehrsflotte gemeinsam mit den drei Anbietern Orange, Sunrise und Swisscom mit Aussenantennen und modernen Repeatern aus. Bis heute haben die SBB rund 62 Prozent der Wagen der Fernverkehrsflotte mit modernen Repeatern ausgerüstet, Ende 2013 sollen es 75 Prozent sein. Ab Herbst 2013 werden zudem alle umgerüsteten Wagen mit gutem Empfang gekennzeichnet. In diesen Wagen der ersten und zweiten Klasse kann in guter Qualität telefoniert und online gearbeitet werden, sofern es das Mobilfunknetz des Providers erlaubt.</p><p>Im Frühjahr 2013 starteten die SBB ausserdem ein Projekt zur Internetversorgung an Bahnhöfen. Bis 2015 sollen schweizweit rund 100 Bahnhöfe mit kostenlosem WLAN ausgerüstet sein. Bereits Ende 2013 werden alle Reisenden den neuen SBB-Service an den ersten rund 20 Bahnhöfen nutzen können, Swisscom investiert seit Jahren gezielt in den Ausbau der Netzabdeckung entlang von Bahnlinien. Die Versorgung mobiler Kunden stellt eine hohe Herausforderung dar. Die Züge sind quasi hermetisch abgeschlossene Räume, die Nutzerdichte kann in einem vollbesetzten Zug sehr hoch sein, und mit zunehmender Geschwindigkeit ändert sich der Standort der Kunden laufend. Die Konsortien In Tunnel Com, In Train Com nehmen sich dieser Problematik an und sind für die Ausrüstung von Zügen mit Mobilfunkdiensten zuständig. Daran beteiligt sind die drei Telekommunikationsunternehmen Orange, Sunrise und Swisscom.</p><p>Der Bundesrat verfolgt mit Interesse die beträchtlichen Anstrengungen der Telekommunikations- und Transportunternehmen zur Verbesserung der Mobilfunkdienstleistungen im öffentlichen Verkehr. Gemäss dem Corporate-Governance-Modell des Bundes für die Service-public-Unternehmen liegt die Verantwortung für die Strategie und das operative Geschäft beim jeweiligen Verwaltungsrat bzw. bei der Geschäftsleitung. Der Bundesrat respektiert in seiner Rolle als (Haupt-)Aktionär die unternehmerische Autonomie von SBB und Swisscom. Da die Schweiz mit diesem Corporate-Governance-Modell im Bereich des Service public in den vergangenen zehn Jahren insgesamt gute Erfahrungen gemacht hat und die Unternehmen bereits selbst aktiv an Verbesserungen arbeiten, besteht für den Bundesrat kein Anlass zu einer Praxisänderung.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bund ist Eigentümer der SBB und Mehrheitsaktionär der Swisscom. Er hat sicherzustellen, dass in Zügen die Mobilfunkdienste ohne Unterbruch verwendet werden können. Er soll als ersten Schritt mit einem Bericht bis Ende 2013 aufzeigen, wie er die Telekommunikations-Unternehmen sowie die SBB dazu bringt, auf den Eisenbahn-Hauptverbindungen qualitativ gute Mobilfunkdienstleistungen anzubieten. Insbesondere gute ausländische Lösungen sollten gebührend Beachtung finden.</p>
- Besserer Mobilfunk im Zug
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die FDP bekennt sich zum erfolgreichen Infrastrukturwettbewerb im Kommunikationssektor. Eine gut funktionierende Kommunikationsinfrastruktur ist für ein Land wie die Schweiz von zentraler Bedeutung. Ebenso von Bedeutung sind aber auch die Qualität der auf dieser Infrastruktur angebotenen Dienstleistungen und ihre Verfügbarkeit. </p><p>Wer heute z. B. auf der vielbefahrenen West-Ost-Achse mit der Bahn unterwegs ist, dem stehen diese Dienste oftmals nur eingeschränkt zur Verfügung. Selbst zu telefonieren ist wegen der dauernden Unterbrüche schwierig, und die mobile Datenübertragung ist mangelhaft. </p><p>Für viele Zugreisende ist die Verfügbarkeit der Mobilfunkdienstleistungen entscheidend, damit sie die Reisezeit effizient nutzen können. Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht ist diese Verfügbarkeit enorm wichtig, kann doch so wertvolle Arbeitszeit effizient genutzt werden.</p>
- <p>Der Bundesrat teilt das Anliegen der Postulanten, den Zugang zu Mobilfunkdiensten im öffentlichen Verkehr zu verbessern. </p><p>Die SBB investieren laufend in die Verbesserung der Mobilversorgung für ihre Kunden. Seit 2010 rüsten die SBB die Fernverkehrsflotte gemeinsam mit den drei Anbietern Orange, Sunrise und Swisscom mit Aussenantennen und modernen Repeatern aus. Bis heute haben die SBB rund 62 Prozent der Wagen der Fernverkehrsflotte mit modernen Repeatern ausgerüstet, Ende 2013 sollen es 75 Prozent sein. Ab Herbst 2013 werden zudem alle umgerüsteten Wagen mit gutem Empfang gekennzeichnet. In diesen Wagen der ersten und zweiten Klasse kann in guter Qualität telefoniert und online gearbeitet werden, sofern es das Mobilfunknetz des Providers erlaubt.</p><p>Im Frühjahr 2013 starteten die SBB ausserdem ein Projekt zur Internetversorgung an Bahnhöfen. Bis 2015 sollen schweizweit rund 100 Bahnhöfe mit kostenlosem WLAN ausgerüstet sein. Bereits Ende 2013 werden alle Reisenden den neuen SBB-Service an den ersten rund 20 Bahnhöfen nutzen können, Swisscom investiert seit Jahren gezielt in den Ausbau der Netzabdeckung entlang von Bahnlinien. Die Versorgung mobiler Kunden stellt eine hohe Herausforderung dar. Die Züge sind quasi hermetisch abgeschlossene Räume, die Nutzerdichte kann in einem vollbesetzten Zug sehr hoch sein, und mit zunehmender Geschwindigkeit ändert sich der Standort der Kunden laufend. Die Konsortien In Tunnel Com, In Train Com nehmen sich dieser Problematik an und sind für die Ausrüstung von Zügen mit Mobilfunkdiensten zuständig. Daran beteiligt sind die drei Telekommunikationsunternehmen Orange, Sunrise und Swisscom.</p><p>Der Bundesrat verfolgt mit Interesse die beträchtlichen Anstrengungen der Telekommunikations- und Transportunternehmen zur Verbesserung der Mobilfunkdienstleistungen im öffentlichen Verkehr. Gemäss dem Corporate-Governance-Modell des Bundes für die Service-public-Unternehmen liegt die Verantwortung für die Strategie und das operative Geschäft beim jeweiligen Verwaltungsrat bzw. bei der Geschäftsleitung. Der Bundesrat respektiert in seiner Rolle als (Haupt-)Aktionär die unternehmerische Autonomie von SBB und Swisscom. Da die Schweiz mit diesem Corporate-Governance-Modell im Bereich des Service public in den vergangenen zehn Jahren insgesamt gute Erfahrungen gemacht hat und die Unternehmen bereits selbst aktiv an Verbesserungen arbeiten, besteht für den Bundesrat kein Anlass zu einer Praxisänderung.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bund ist Eigentümer der SBB und Mehrheitsaktionär der Swisscom. Er hat sicherzustellen, dass in Zügen die Mobilfunkdienste ohne Unterbruch verwendet werden können. Er soll als ersten Schritt mit einem Bericht bis Ende 2013 aufzeigen, wie er die Telekommunikations-Unternehmen sowie die SBB dazu bringt, auf den Eisenbahn-Hauptverbindungen qualitativ gute Mobilfunkdienstleistungen anzubieten. Insbesondere gute ausländische Lösungen sollten gebührend Beachtung finden.</p>
- Besserer Mobilfunk im Zug
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