Reparieren und Wiederverwenden elektrischer und elektronischer Geräte

ShortId
13.3606
Id
20133606
Updated
14.11.2025 07:33
Language
de
Title
Reparieren und Wiederverwenden elektrischer und elektronischer Geräte
AdditionalIndexing
15;52;nachhaltige Nutzung;ökologische Wirtschaft;Abfallaufbereitung;Abfallbeseitigung;Lebensdauer eines Produkts;Elektrohaushaltsgerät;Instandhaltung;Wiederverkauf;Energiebilanz;elektronisches Gerät
1
  • L05K0706020202, Instandhaltung
  • L04K06010201, Abfallaufbereitung
  • L05K0705060202, Elektrohaushaltsgerät
  • L05K0705060104, elektronisches Gerät
  • L04K06010202, Abfallbeseitigung
  • L06K060103010101, nachhaltige Nutzung
  • L05K0704060215, ökologische Wirtschaft
  • L06K070601030501, Lebensdauer eines Produkts
  • L06K070101020110, Wiederverkauf
  • L04K17010106, Energiebilanz
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das Schweizer Recyclingsystem für elektrische und elektronische Geräte ist im europäischen Vergleich beachtlich, was die hohen Sammelzahlen, die Verwertungsquoten und die technischen Vorschriften betrifft. Die Verordnung (VREG) bildet den Rahmen. Für die Umsetzung sind die Verbände Sens E-Recycling, SLRS und Swico zuständig, die mit ausgewählten und auditierten Recyclingbetrieben wie der Immark AG zusammenarbeiten. Allerdings ist die Wiederverwendung zurückgegebener Geräte oder ihrer Einzelteile im Recyclingkreislauf nicht vorgesehen, sondern in vielen Recyclingbetrieben explizit untersagt. Damit werden heute auch Geräte oder Einzelteile rezykliert, welche sich noch für eine Wiederverwertung eignen. Der ökologische Nutzen ist bei der Wiederverwendung als innerer Kreislauf grundsätzlich höher als beim Recycling, da das Recycling teilweise sehr energieintensiv ist. Ausnahmen bilden Produkte, welche in der Nutzungsphase viel Energie verbrauchen und deshalb besser durch effizientere Geräte ersetzt werden. Für immer mehr Geräte entsteht aber die grösste Umweltbelastung bei der Produktion, und damit macht die Wiederverwertung ökologisch mehr Sinn.</p><p>Die Wiederverwertung der Einzelteile erhöht auch die Lebensdauer, indem die Kosten der Reparatur reduziert werden. Denn die Reparatur von Geräten wird heute teilweise durch sehr teure Ersatzteile der Gerätehersteller für den Konsumenten unattraktiv.</p><p>Aus diesen Gründen ist zu prüfen, wie die Wiederverwendung als Auftrag in die VREG integriert werden könnte. Eine Möglichkeit wäre, einen separaten, vorgeschalteten Wiederverwendungskreislauf, z. B. über die Sammel- und Zerlegebetriebe, mit entsprechenden technischen Vorschriften zu schaffen.</p>
  • <p>Zurzeit ist der Kenntnisstand unzureichend, um zu beurteilen, ob in der Schweiz ein funktionierender Markt für Ersatzteile und die Reparatur von elektrischen und elektronischen Geräten als zusätzlicher Kreislauf vor der Verwertung entstehen kann, der auch einen namhaften ökologischen Vorteil bringen würde und wirtschaftlich sinnvoll ist. Mit einer vertiefenden Studie soll eine diesbezügliche Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlage erarbeitet werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie ein Kreislauf der Wiederverwendung von elektrischen und elektronischen Geräten und deren Einzelteilen mit dem bestehenden Recyclingsystem sinnvoll verknüpft oder diesem vorgeschaltet werden kann.</p>
  • Reparieren und Wiederverwenden elektrischer und elektronischer Geräte
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das Schweizer Recyclingsystem für elektrische und elektronische Geräte ist im europäischen Vergleich beachtlich, was die hohen Sammelzahlen, die Verwertungsquoten und die technischen Vorschriften betrifft. Die Verordnung (VREG) bildet den Rahmen. Für die Umsetzung sind die Verbände Sens E-Recycling, SLRS und Swico zuständig, die mit ausgewählten und auditierten Recyclingbetrieben wie der Immark AG zusammenarbeiten. Allerdings ist die Wiederverwendung zurückgegebener Geräte oder ihrer Einzelteile im Recyclingkreislauf nicht vorgesehen, sondern in vielen Recyclingbetrieben explizit untersagt. Damit werden heute auch Geräte oder Einzelteile rezykliert, welche sich noch für eine Wiederverwertung eignen. Der ökologische Nutzen ist bei der Wiederverwendung als innerer Kreislauf grundsätzlich höher als beim Recycling, da das Recycling teilweise sehr energieintensiv ist. Ausnahmen bilden Produkte, welche in der Nutzungsphase viel Energie verbrauchen und deshalb besser durch effizientere Geräte ersetzt werden. Für immer mehr Geräte entsteht aber die grösste Umweltbelastung bei der Produktion, und damit macht die Wiederverwertung ökologisch mehr Sinn.</p><p>Die Wiederverwertung der Einzelteile erhöht auch die Lebensdauer, indem die Kosten der Reparatur reduziert werden. Denn die Reparatur von Geräten wird heute teilweise durch sehr teure Ersatzteile der Gerätehersteller für den Konsumenten unattraktiv.</p><p>Aus diesen Gründen ist zu prüfen, wie die Wiederverwendung als Auftrag in die VREG integriert werden könnte. Eine Möglichkeit wäre, einen separaten, vorgeschalteten Wiederverwendungskreislauf, z. B. über die Sammel- und Zerlegebetriebe, mit entsprechenden technischen Vorschriften zu schaffen.</p>
    • <p>Zurzeit ist der Kenntnisstand unzureichend, um zu beurteilen, ob in der Schweiz ein funktionierender Markt für Ersatzteile und die Reparatur von elektrischen und elektronischen Geräten als zusätzlicher Kreislauf vor der Verwertung entstehen kann, der auch einen namhaften ökologischen Vorteil bringen würde und wirtschaftlich sinnvoll ist. Mit einer vertiefenden Studie soll eine diesbezügliche Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlage erarbeitet werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie ein Kreislauf der Wiederverwendung von elektrischen und elektronischen Geräten und deren Einzelteilen mit dem bestehenden Recyclingsystem sinnvoll verknüpft oder diesem vorgeschaltet werden kann.</p>
    • Reparieren und Wiederverwenden elektrischer und elektronischer Geräte

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