Lancierung und Umsetzung einer Schneesportoffensive

ShortId
13.3616
Id
20133616
Updated
25.06.2025 00:17
Language
de
Title
Lancierung und Umsetzung einer Schneesportoffensive
AdditionalIndexing
28;32;junger Mensch;Ferien;Schule;Wintersport;Unterrichtsprogramm;Sport;Kind;Sportunterricht;Tourismus
1
  • L05K0101010207, Wintersport
  • L04K13020109, Sportunterricht
  • L04K13010310, Unterrichtsprogramm
  • L05K0107010204, junger Mensch
  • L04K01010102, Sport
  • L04K01010103, Tourismus
  • L04K01010104, Ferien
  • L05K0107010205, Kind
  • L03K130204, Schule
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Schneesport ist nicht nur aus sportlicher Sicht wichtig, sondern auch entscheidend für den Tourismus und die alpine Wirtschaft. Die Entwicklungsperspektiven beunruhigen den Schweizer Tourismus-Verband sehr. Er hat eine Schneesportoffensive lanciert, da sich der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die Ski oder Snowboard fahren, in den letzten Jahren stark verringert hat. Sie werden die Gäste, die den Wintersportorten später als erwachsene Gäste fehlen werden.</p><p>Die Branche hat die Problematik erkannt und unternimmt bereits grosse Anstrengungen, um der Jugend Freude am Wintersport zu vermitteln. Das reicht jedoch nicht aus. Der Bund muss also Rahmenbedingungen schaffen, um den Zugang zum Schneesport zu erleichtern, und zusätzlich eine Antriebs- und Koordinationsfunktion übernehmen. Die betroffenen Verbände und die Kantone müssen in die Erarbeitung von Massnahmen einbezogen werden, da sie einen Teil der Umsetzung übernehmen müssen.</p>
  • <p>Die Ausübung von Schneesportaktivitäten hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung verloren. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Eine Ursache ist vorab in der Tatsache begründet, dass immer weniger Kinder und Jugendliche den Weg zum traditionellen Wintersport finden. Wer im jugendlichen Alter Skifahren oder Snowboarden nicht lernt, findet später als Erwachsener kaum mehr Zugang zu diesen Sportarten.</p><p>Dem Bundesrat ist die Bedeutung des Wintersporttourismus für die Volkswirtschaft der Schweiz und die Arbeitsplätze in den Bergregionen bewusst. Aus diesem Grund wird zurzeit abgeklärt, welche Faktoren diesen Rückgang beeinflussen und in welcher Weise auf die Entwicklung reagiert werden kann. In diese Abklärungen einbezogen sind privat- und öffentlich-rechtliche Aufgabenträger (Seilbahnen Schweiz, Tourismusorganisationen, Bundesverwaltung, Kantone und Gemeinden).</p><p>Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten stehen auch die Abklärungen des VBS zur Machbarkeit eines nationalen Schneesportzentrums. Mit einem solchen Zentrum könnten optimale Voraussetzungen für die Durchführung von Schul- und Jugendsportlagern einerseits und die Ausbildung im Schneesport und Alpinismus anderseits geschaffen werden.</p><p>Um eine umfassende Standortevaluation vornehmen zu können, wurden alle Kantone eingeladen, sich mit möglichen Projekten für ein nationales Schneesportzentrum zu bewerben. Die entsprechende Ausschreibung erfolgte Ende Mai 2013. Die Kantone haben Gelegenheit, ihre Dossiers bis 30. September 2013 einzureichen.</p><p>Entsprechend sind zurzeit verschiedene Vorabklärungen im Gange, die mit der Stossrichtung der Motion übereinstimmen. Dem Bundesrat ist es sowohl aus sportlicher als auch aus touristischer Sicht ein Anliegen, dass auch in der heutigen Zeit Kinder und Jugendliche für die aktive Ausübung des Wintersports motiviert werden. Gestützt auf die Ergebnisse der verschiedenen Abklärungen wird er über das weitere Vorgehen beschliessen und der Bundesversammlung allenfalls geeignete Massnahmen unterbreiten.</p><p>Die Motion betrifft allerdings über weite Strecken kantonale oder gar kommunale Zuständigkeiten. Der Bund kann in diesen Bereichen keine Vorschriften erlassen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament ein Massnahmenpaket zu unterbreiten, das den Anteil der Bevölkerung, der Schneesport treibt, nachhaltig steigert. Er soll gleichzeitig aufzeigen, wie der Bund diese Massnahmen durchführen soll und wie die Kantone und die Branchenverbände bei der Umsetzung einbezogen werden sollen.</p><p>Folgende Massnahmen - nicht abschliessend und ohne Festlegung von der zuständigen Behörde - sind denkbar:</p><p>1. Eine Dienststelle soll bestimmt werden, die die Massnahmen der Bundes- und Kantonsbehörden koordiniert und umsetzt. In erster Linie sind die verschiedenen Bundesämter davon betroffen. </p><p>2. Die Schulferienwoche Anfang des Jahres soll zur Sportwoche erklärt werden.</p><p>3. Eine Schneesportwoche zwischen der 5. und der 9. Klasse soll als obligatorisch erklärt werden, oder es sollen Anreize dafür geschaffen werden. Alle jüngeren Schülerinnen und Schüler in der Schweiz sollten einmal eine Schneesportwoche erlebt haben. </p><p>4. Finanzielle Massnahmen sollen geprüft werden, um die Organisation von Wintersportlagern oder Schneetagen zu erleichtern. Die Unterstützung von "Jugend und Sport" könnte beispielsweise grosszügiger ausfallen.</p><p>5. Es sollen mindestens drei Bundessportzentren für Wintersport geschaffen werden. Dabei soll der Schwerpunkt auf Massnahmen gelegt werden und nicht auf einzelne Aktionen.</p>
  • Lancierung und Umsetzung einer Schneesportoffensive
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Schneesport ist nicht nur aus sportlicher Sicht wichtig, sondern auch entscheidend für den Tourismus und die alpine Wirtschaft. Die Entwicklungsperspektiven beunruhigen den Schweizer Tourismus-Verband sehr. Er hat eine Schneesportoffensive lanciert, da sich der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die Ski oder Snowboard fahren, in den letzten Jahren stark verringert hat. Sie werden die Gäste, die den Wintersportorten später als erwachsene Gäste fehlen werden.</p><p>Die Branche hat die Problematik erkannt und unternimmt bereits grosse Anstrengungen, um der Jugend Freude am Wintersport zu vermitteln. Das reicht jedoch nicht aus. Der Bund muss also Rahmenbedingungen schaffen, um den Zugang zum Schneesport zu erleichtern, und zusätzlich eine Antriebs- und Koordinationsfunktion übernehmen. Die betroffenen Verbände und die Kantone müssen in die Erarbeitung von Massnahmen einbezogen werden, da sie einen Teil der Umsetzung übernehmen müssen.</p>
    • <p>Die Ausübung von Schneesportaktivitäten hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung verloren. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Eine Ursache ist vorab in der Tatsache begründet, dass immer weniger Kinder und Jugendliche den Weg zum traditionellen Wintersport finden. Wer im jugendlichen Alter Skifahren oder Snowboarden nicht lernt, findet später als Erwachsener kaum mehr Zugang zu diesen Sportarten.</p><p>Dem Bundesrat ist die Bedeutung des Wintersporttourismus für die Volkswirtschaft der Schweiz und die Arbeitsplätze in den Bergregionen bewusst. Aus diesem Grund wird zurzeit abgeklärt, welche Faktoren diesen Rückgang beeinflussen und in welcher Weise auf die Entwicklung reagiert werden kann. In diese Abklärungen einbezogen sind privat- und öffentlich-rechtliche Aufgabenträger (Seilbahnen Schweiz, Tourismusorganisationen, Bundesverwaltung, Kantone und Gemeinden).</p><p>Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten stehen auch die Abklärungen des VBS zur Machbarkeit eines nationalen Schneesportzentrums. Mit einem solchen Zentrum könnten optimale Voraussetzungen für die Durchführung von Schul- und Jugendsportlagern einerseits und die Ausbildung im Schneesport und Alpinismus anderseits geschaffen werden.</p><p>Um eine umfassende Standortevaluation vornehmen zu können, wurden alle Kantone eingeladen, sich mit möglichen Projekten für ein nationales Schneesportzentrum zu bewerben. Die entsprechende Ausschreibung erfolgte Ende Mai 2013. Die Kantone haben Gelegenheit, ihre Dossiers bis 30. September 2013 einzureichen.</p><p>Entsprechend sind zurzeit verschiedene Vorabklärungen im Gange, die mit der Stossrichtung der Motion übereinstimmen. Dem Bundesrat ist es sowohl aus sportlicher als auch aus touristischer Sicht ein Anliegen, dass auch in der heutigen Zeit Kinder und Jugendliche für die aktive Ausübung des Wintersports motiviert werden. Gestützt auf die Ergebnisse der verschiedenen Abklärungen wird er über das weitere Vorgehen beschliessen und der Bundesversammlung allenfalls geeignete Massnahmen unterbreiten.</p><p>Die Motion betrifft allerdings über weite Strecken kantonale oder gar kommunale Zuständigkeiten. Der Bund kann in diesen Bereichen keine Vorschriften erlassen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament ein Massnahmenpaket zu unterbreiten, das den Anteil der Bevölkerung, der Schneesport treibt, nachhaltig steigert. Er soll gleichzeitig aufzeigen, wie der Bund diese Massnahmen durchführen soll und wie die Kantone und die Branchenverbände bei der Umsetzung einbezogen werden sollen.</p><p>Folgende Massnahmen - nicht abschliessend und ohne Festlegung von der zuständigen Behörde - sind denkbar:</p><p>1. Eine Dienststelle soll bestimmt werden, die die Massnahmen der Bundes- und Kantonsbehörden koordiniert und umsetzt. In erster Linie sind die verschiedenen Bundesämter davon betroffen. </p><p>2. Die Schulferienwoche Anfang des Jahres soll zur Sportwoche erklärt werden.</p><p>3. Eine Schneesportwoche zwischen der 5. und der 9. Klasse soll als obligatorisch erklärt werden, oder es sollen Anreize dafür geschaffen werden. Alle jüngeren Schülerinnen und Schüler in der Schweiz sollten einmal eine Schneesportwoche erlebt haben. </p><p>4. Finanzielle Massnahmen sollen geprüft werden, um die Organisation von Wintersportlagern oder Schneetagen zu erleichtern. Die Unterstützung von "Jugend und Sport" könnte beispielsweise grosszügiger ausfallen.</p><p>5. Es sollen mindestens drei Bundessportzentren für Wintersport geschaffen werden. Dabei soll der Schwerpunkt auf Massnahmen gelegt werden und nicht auf einzelne Aktionen.</p>
    • Lancierung und Umsetzung einer Schneesportoffensive

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