Stopp der Ausbreitung von invasiven gebietsfremden Arten

ShortId
13.3636
Id
20133636
Updated
24.06.2025 23:44
Language
de
Title
Stopp der Ausbreitung von invasiven gebietsfremden Arten
AdditionalIndexing
52;Gesundheitsrisiko;Pflanzenwelt;Schutz der Pflanzenwelt;biologische Vielfalt;Bekämpfung der Umweltbelastungen;Ausland;Ökosystem
1
  • L04K06030312, Pflanzenwelt
  • L04K06030311, Ökosystem
  • L04K06030306, biologische Vielfalt
  • L04K06010415, Schutz der Pflanzenwelt
  • L03K060104, Bekämpfung der Umweltbelastungen
  • L03K100103, Ausland
  • L04K01050510, Gesundheitsrisiko
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In der Beantwortung der Interpellation 12.3697, "Invasive Arten gefährden die heimische Biodiversität", hat der Bundesrat am 21. November 2012 versprochen, den notwendigen Handlungsbedarf in Zusammenarbeit mit den betroffenen Bundesämtern sowie Vertretern der Kantone und privater Institutionen aufzuzeigen, um die Früherkennung und Prävention zu verbessern und der weiteren Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten in der Schweiz entgegenzuwirken. Diese invasiven gebietsfremden Arten haben vielfältige ökologische Schäden und Beeinträchtigungen zur Folge: Sie verdrängen einheimische Arten bzw. hybridisieren mit diesen, verändern ökologische Faktoren oder Funktionen einheimischer Ökosysteme oder übertragen Krankheiten und Parasiten auf einheimische Arten. Im Weiteren können Gesundheitsprobleme beim Menschen durch toxische oder allergene Stoffe ausgelöst werden. In der Landpflege, Land- und Waldwirtschaft und dem produzierenden Gartenbau entstehen beträchtliche Kosten bei der Tilgung, Eindämmung oder Unterdrückung von invasiven Arten. Im Wald, an Gebäuden und Infrastrukturen verursachen sie beträchtliche ökonomische Schäden, z. B. durch Ertragseinbussen oder Mehrkosten im Unterhalt von Gleisanlagen, Strassen, Schutzbauten und Ufern. Prävention und die rasche Eindämmung von invasiven gebietsfremden Arten sind wegen der eingesparten Folgeausgaben die kostengünstigsten Massnahmen.</p><p>Die vorgeschlagene Strategie zur Eindämmung von invasiven gebietsfremden Arten soll den Ausgangspunkt bilden, sowohl Präventionsmassnahmen voranzutreiben als auch vorhandene und zusätzliche notwendige Ressourcen bei der Bekämpfung von invasiven Arten zu koordinieren und effizient und effektiv einzusetzen.</p>
  • <p>Die vom Bundesrat am 25. April 2012 verabschiedete Strategie Biodiversität Schweiz (BBl 2012 7239) formuliert für invasive gebietsfremde Arten im strategischen Ziel 7.3: "Die Ausbreitung von invasiven gebietsfremden Arten mit Schadenspotenzial ist eingedämmt." Derzeit wird in einem partizipativen Prozess der Aktionsplan zu dieser Strategie ausgearbeitet.</p><p>Das Bafu ist zudem daran, die Zielsetzung aus der Strategie Biodiversität Schweiz betreffend invasive gebietsfremde Arten im Sinne der Umsetzung von Artikel 52 Absatz 3 der Freisetzungsverordnung (SR 814.911) zusammen mit den übrigen betroffenen Bundesstellen sowie den Kantonen zu konkretisieren. Dabei werden Massnahmen geprüft, mit welchen das Ziel der Eindämmung der Verbreitung invasiver Arten mit Schadenspotenzial effizient und wirksam verfolgt werden kann. Im Rahmen dieser Arbeiten werden auch die bestehenden rechtlichen Grundlagen überprüft, die Klärung der Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Kantonen vorgenommen sowie die für die Umsetzung der Massnahmen allfällig notwendigen Ressourcen ermittelt. Die laufenden Arbeiten zu invasiven gebietsfremden Arten werden mit dem Aktionsplan zur Biodiversitätsstrategie abgestimmt. Damit kann dem Anliegen des Postulanten Rechnung getragen werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, möglichst rasch eine Strategie der Schweiz zur Eindämmung von invasiven gebietsfremden Arten zu erarbeiten. In dieser soll insbesondere aufgezeigt werden, mit welchen Massnahmen Schäden an der Biodiversität und von Arten mit Schadenspotenzial gemindert bzw. eliminiert werden können. Ebenfalls ist aufzuzeigen, inwieweit die bestehenden Gesetzesgrundlagen angepasst werden müssen.</p>
  • Stopp der Ausbreitung von invasiven gebietsfremden Arten
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In der Beantwortung der Interpellation 12.3697, "Invasive Arten gefährden die heimische Biodiversität", hat der Bundesrat am 21. November 2012 versprochen, den notwendigen Handlungsbedarf in Zusammenarbeit mit den betroffenen Bundesämtern sowie Vertretern der Kantone und privater Institutionen aufzuzeigen, um die Früherkennung und Prävention zu verbessern und der weiteren Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten in der Schweiz entgegenzuwirken. Diese invasiven gebietsfremden Arten haben vielfältige ökologische Schäden und Beeinträchtigungen zur Folge: Sie verdrängen einheimische Arten bzw. hybridisieren mit diesen, verändern ökologische Faktoren oder Funktionen einheimischer Ökosysteme oder übertragen Krankheiten und Parasiten auf einheimische Arten. Im Weiteren können Gesundheitsprobleme beim Menschen durch toxische oder allergene Stoffe ausgelöst werden. In der Landpflege, Land- und Waldwirtschaft und dem produzierenden Gartenbau entstehen beträchtliche Kosten bei der Tilgung, Eindämmung oder Unterdrückung von invasiven Arten. Im Wald, an Gebäuden und Infrastrukturen verursachen sie beträchtliche ökonomische Schäden, z. B. durch Ertragseinbussen oder Mehrkosten im Unterhalt von Gleisanlagen, Strassen, Schutzbauten und Ufern. Prävention und die rasche Eindämmung von invasiven gebietsfremden Arten sind wegen der eingesparten Folgeausgaben die kostengünstigsten Massnahmen.</p><p>Die vorgeschlagene Strategie zur Eindämmung von invasiven gebietsfremden Arten soll den Ausgangspunkt bilden, sowohl Präventionsmassnahmen voranzutreiben als auch vorhandene und zusätzliche notwendige Ressourcen bei der Bekämpfung von invasiven Arten zu koordinieren und effizient und effektiv einzusetzen.</p>
    • <p>Die vom Bundesrat am 25. April 2012 verabschiedete Strategie Biodiversität Schweiz (BBl 2012 7239) formuliert für invasive gebietsfremde Arten im strategischen Ziel 7.3: "Die Ausbreitung von invasiven gebietsfremden Arten mit Schadenspotenzial ist eingedämmt." Derzeit wird in einem partizipativen Prozess der Aktionsplan zu dieser Strategie ausgearbeitet.</p><p>Das Bafu ist zudem daran, die Zielsetzung aus der Strategie Biodiversität Schweiz betreffend invasive gebietsfremde Arten im Sinne der Umsetzung von Artikel 52 Absatz 3 der Freisetzungsverordnung (SR 814.911) zusammen mit den übrigen betroffenen Bundesstellen sowie den Kantonen zu konkretisieren. Dabei werden Massnahmen geprüft, mit welchen das Ziel der Eindämmung der Verbreitung invasiver Arten mit Schadenspotenzial effizient und wirksam verfolgt werden kann. Im Rahmen dieser Arbeiten werden auch die bestehenden rechtlichen Grundlagen überprüft, die Klärung der Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Kantonen vorgenommen sowie die für die Umsetzung der Massnahmen allfällig notwendigen Ressourcen ermittelt. Die laufenden Arbeiten zu invasiven gebietsfremden Arten werden mit dem Aktionsplan zur Biodiversitätsstrategie abgestimmt. Damit kann dem Anliegen des Postulanten Rechnung getragen werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, möglichst rasch eine Strategie der Schweiz zur Eindämmung von invasiven gebietsfremden Arten zu erarbeiten. In dieser soll insbesondere aufgezeigt werden, mit welchen Massnahmen Schäden an der Biodiversität und von Arten mit Schadenspotenzial gemindert bzw. eliminiert werden können. Ebenfalls ist aufzuzeigen, inwieweit die bestehenden Gesetzesgrundlagen angepasst werden müssen.</p>
    • Stopp der Ausbreitung von invasiven gebietsfremden Arten

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