Weiterbildung von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sicherstellen
- ShortId
-
13.3639
- Id
-
20133639
- Updated
-
25.06.2025 00:30
- Language
-
de
- Title
-
Weiterbildung von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sicherstellen
- AdditionalIndexing
-
15;32;ältere/r Arbeitnehmer/in;Weiterbildung;Erwachsenenbildung;berufliche Eignung
- 1
-
- L05K0702020101, ältere/r Arbeitnehmer/in
- L04K13030203, Weiterbildung
- L04K13030202, Erwachsenenbildung
- L05K0702020106, berufliche Eignung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die demografische Entwicklung führt dazu, dass es auf dem Arbeitsmarkt im Verhältnis zu allen Arbeitnehmenden immer mehr ältere Arbeitnehmende gibt. Damit erarbeiten ältere Arbeitnehmende einen wachsenden Anteil am Bruttosozialprodukt, und der Erhalt ihrer Arbeitsfähigkeit wird wirtschaftlich bedeutsamer. Es ist zu fragen, was die Bildungspolitik dazu beitragen kann, dass die Arbeitsmarktbeteiligung der älteren Arbeitnehmenden hoch bleibt oder noch erhöht werden kann. Denn eine vermehrte Qualifizierung der älteren Arbeitnehmer ist die bessere Lösung als mehr Zuwanderung aus dem Ausland, um den bestehenden Fachkräftemangel zu beheben. Die Frage der Qualifizierung der älteren Arbeitnehmer ist umso wichtiger, als bisher in den nationalen Bildungsgesetzen die älteren Arbeitnehmenden kein Thema sind. Weder im Berufsbildungsgesetz noch im vorliegenden Weiterbildungsgesetz sind die älteren Arbeitnehmenden erwähnt. Sie werden auf Gesetzesebene nicht als spezielle Zielgruppe von Weiterbildung angesehen. Entsprechend fehlen heute auch Bildungsprojekte, welche die Zielgruppe "ältere Arbeitnehmende" mit ihren besonderen Bedürfnissen im Fokus haben. Dabei muss angesichts der demografischen Entwicklung verhindert werden, dass ältere Arbeitnehmende aufgrund von Verschiebungen im Anforderungsprofil, innerbetrieblichen Veränderungen, Wegfall von Tätigkeitsfeldern, technischen Entwicklungen oder einer zu starken Spezialisierung aus dem Arbeitsmarkt herausfallen oder an den Rand gedrängt werden (Dequalifizierungen) und damit die Sozialwerke zusätzlich belasten. Im Idealfall bleiben sie dem Arbeitsmarkt über das Pensionsalter hinaus erhalten und entlasten sogar die Sozialwerke.</p>
- <p>Die Situation der älteren Arbeitnehmenden in der Schweiz ist Gegenstand von verschiedenen laufenden Studien und Untersuchungen. So ist ein OECD-Länderbericht zur Verbesserung der Perspektiven von älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt in Erarbeitung. Im Rahmen eines Projekts zur Erleichterung des Berufsabschlusses oder Berufswechsels von Erwachsenen prüft das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt, ob die bestehenden Angebote für den Erwerb von Berufsabschlüssen und die Sicherstellung der beruflichen Mobilität erwachsenengerecht sind oder zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, die geforderte Überprüfung gezielt in die laufenden Projekte einfliessen zu lassen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert zu prüfen, was aus bildungspolitischer Sicht unternommen werden muss, damit das Risiko von Dequalifizierungen von älteren Arbeitnehmenden minimiert wird und Weiterbildungsangebote geschaffen werden, die den Bedürfnissen der älteren Arbeitnehmenden entsprechen.</p>
- Weiterbildung von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sicherstellen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die demografische Entwicklung führt dazu, dass es auf dem Arbeitsmarkt im Verhältnis zu allen Arbeitnehmenden immer mehr ältere Arbeitnehmende gibt. Damit erarbeiten ältere Arbeitnehmende einen wachsenden Anteil am Bruttosozialprodukt, und der Erhalt ihrer Arbeitsfähigkeit wird wirtschaftlich bedeutsamer. Es ist zu fragen, was die Bildungspolitik dazu beitragen kann, dass die Arbeitsmarktbeteiligung der älteren Arbeitnehmenden hoch bleibt oder noch erhöht werden kann. Denn eine vermehrte Qualifizierung der älteren Arbeitnehmer ist die bessere Lösung als mehr Zuwanderung aus dem Ausland, um den bestehenden Fachkräftemangel zu beheben. Die Frage der Qualifizierung der älteren Arbeitnehmer ist umso wichtiger, als bisher in den nationalen Bildungsgesetzen die älteren Arbeitnehmenden kein Thema sind. Weder im Berufsbildungsgesetz noch im vorliegenden Weiterbildungsgesetz sind die älteren Arbeitnehmenden erwähnt. Sie werden auf Gesetzesebene nicht als spezielle Zielgruppe von Weiterbildung angesehen. Entsprechend fehlen heute auch Bildungsprojekte, welche die Zielgruppe "ältere Arbeitnehmende" mit ihren besonderen Bedürfnissen im Fokus haben. Dabei muss angesichts der demografischen Entwicklung verhindert werden, dass ältere Arbeitnehmende aufgrund von Verschiebungen im Anforderungsprofil, innerbetrieblichen Veränderungen, Wegfall von Tätigkeitsfeldern, technischen Entwicklungen oder einer zu starken Spezialisierung aus dem Arbeitsmarkt herausfallen oder an den Rand gedrängt werden (Dequalifizierungen) und damit die Sozialwerke zusätzlich belasten. Im Idealfall bleiben sie dem Arbeitsmarkt über das Pensionsalter hinaus erhalten und entlasten sogar die Sozialwerke.</p>
- <p>Die Situation der älteren Arbeitnehmenden in der Schweiz ist Gegenstand von verschiedenen laufenden Studien und Untersuchungen. So ist ein OECD-Länderbericht zur Verbesserung der Perspektiven von älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt in Erarbeitung. Im Rahmen eines Projekts zur Erleichterung des Berufsabschlusses oder Berufswechsels von Erwachsenen prüft das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation gemeinsam mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt, ob die bestehenden Angebote für den Erwerb von Berufsabschlüssen und die Sicherstellung der beruflichen Mobilität erwachsenengerecht sind oder zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, die geforderte Überprüfung gezielt in die laufenden Projekte einfliessen zu lassen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert zu prüfen, was aus bildungspolitischer Sicht unternommen werden muss, damit das Risiko von Dequalifizierungen von älteren Arbeitnehmenden minimiert wird und Weiterbildungsangebote geschaffen werden, die den Bedürfnissen der älteren Arbeitnehmenden entsprechen.</p>
- Weiterbildung von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sicherstellen
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