Staatskundeunterricht auf der Sekundarstufe II. Eine Bilanz
- ShortId
-
13.3751
- Id
-
20133751
- Updated
-
25.06.2025 00:13
- Language
-
de
- Title
-
Staatskundeunterricht auf der Sekundarstufe II. Eine Bilanz
- AdditionalIndexing
-
32;04;junger Mensch;Mittelschule;politische Mitbestimmung;Evaluation;berufsbildender Unterricht;Schüler/in;politische Bildung
- 1
-
- L04K13020105, politische Bildung
- L03K130203, berufsbildender Unterricht
- L04K13020502, Mittelschule
- L04K08020302, Evaluation
- L04K08020329, politische Mitbestimmung
- L05K0107010204, junger Mensch
- L05K1301020103, Schüler/in
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Staatskundeunterricht, d. h. der Unterricht über unsere Demokratie, ihre Institutionen und deren Funktionsweise, ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass nachfolgende Generationen unsere demokratischen Traditionen weiterführen. Die Sekundarstufe II, d. h. die Zeit der ersten Ausbildung nach dem Ende der obligatorischen Schule, ist geprägt vom Erreichen der Volljährigkeit und des Stimm- und Wahlrechtsalters. Daher ist dieser Lebensabschnitt entscheidend für die Einführung der jungen Leute in das staatsbürgerliche Leben - egal ob sie eine Berufsausbildung oder das Gymnasium absolvieren.</p><p>Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf meine Interpellation 13.3072 betont, sollen politische Bildungsinhalte nicht isoliert und abstrakt, sondern anhand verschiedener aktueller Themen in den Unterricht einfliessen. Aus diesem Grunde ist die Staatskunde bei der beruflichen Grundbildung in die Allgemeinbildung integriert und bei der gymnasialen Maturität und der kaufmännischen Grundausbildung in den Lernbereich "Wirtschaft und Gesellschaft".</p><p>Leider ist aus Rückmeldungen aus der Praxis zu schliessen, dass die Art und Weise sowie der Umfang, in dem Staatskunde unterrichtet wird, je nach Schule und Lehrkraft sehr uneinheitlich sind und dass die Staatskunde an manchen Orten in diesen allgemeinen Lernbereichen unterzugehen droht.</p><p>Um die Zukunft unserer Demokratie und unseres politischen Systems zu sichern, muss dringend eingehend geprüft werden, was tatsächlich unserer Jugend gegenwärtig vermittelt wird, und gegebenenfalls einem allfälligen Defizit Abhilfe geschaffen werden.</p><p>In diesem Sinne bitte ich den Bundesrat, einen Bericht über diese Fragestellung vorzulegen.</p>
- <p>Wie schon in der Antwort auf die Interpellation Aubert 13.3072 dargelegt, erachtet der Bundesrat die Bedeutung der Staatskunde auf der Sekundarstufe II als hoch, handelt es sich dabei doch um die Stufe, in deren Verlauf die Jugendlichen die politische Mündigkeit erlangen. Dies haben der Bund und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) in der "Erklärung 2011 zu den gemeinsamen bildungspolitischen Zielen für den Bildungsraum Schweiz" bekräftigt.</p><p>Mit dem Rahmenlehrplan für allgemeinbildenden Unterricht und dem Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation (Berufsbildung) und dem Rahmenlehrplan für die Maturitätsschulen der EDK (Allgemeinbildung) sind Bildungsgrundlagen für den Unterricht in Staatskunde geschaffen worden, die in die jeweiligen Schullehrpläne einfliessen.</p><p>Über die Art und Weise, wie diese Bildungsgrundlagen umgesetzt werden, ist bisher systematisch noch keine Untersuchung erfolgt. Der Bundesrat erachtet eine solche als sinnvoll im Sinne einer Auslegeordnung und Entscheidungsgrundlage, ob weitere Anstrengungen nötig sind.</p><p>Angesichts der geteilten Zuständigkeiten im Bereich der Sekundarstufe II soll der geforderte Bericht von Bund und Kantonen gestützt auf ihre jeweiligen Kompetenzen gemeinsam erarbeitet werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über den tatsächlichen Stellenwert des Staatskundeunterrichts in der Allgemeinbildung junger Leute auf der Sekundarstufe II vorzulegen.</p>
- Staatskundeunterricht auf der Sekundarstufe II. Eine Bilanz
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Der Staatskundeunterricht, d. h. der Unterricht über unsere Demokratie, ihre Institutionen und deren Funktionsweise, ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass nachfolgende Generationen unsere demokratischen Traditionen weiterführen. Die Sekundarstufe II, d. h. die Zeit der ersten Ausbildung nach dem Ende der obligatorischen Schule, ist geprägt vom Erreichen der Volljährigkeit und des Stimm- und Wahlrechtsalters. Daher ist dieser Lebensabschnitt entscheidend für die Einführung der jungen Leute in das staatsbürgerliche Leben - egal ob sie eine Berufsausbildung oder das Gymnasium absolvieren.</p><p>Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf meine Interpellation 13.3072 betont, sollen politische Bildungsinhalte nicht isoliert und abstrakt, sondern anhand verschiedener aktueller Themen in den Unterricht einfliessen. Aus diesem Grunde ist die Staatskunde bei der beruflichen Grundbildung in die Allgemeinbildung integriert und bei der gymnasialen Maturität und der kaufmännischen Grundausbildung in den Lernbereich "Wirtschaft und Gesellschaft".</p><p>Leider ist aus Rückmeldungen aus der Praxis zu schliessen, dass die Art und Weise sowie der Umfang, in dem Staatskunde unterrichtet wird, je nach Schule und Lehrkraft sehr uneinheitlich sind und dass die Staatskunde an manchen Orten in diesen allgemeinen Lernbereichen unterzugehen droht.</p><p>Um die Zukunft unserer Demokratie und unseres politischen Systems zu sichern, muss dringend eingehend geprüft werden, was tatsächlich unserer Jugend gegenwärtig vermittelt wird, und gegebenenfalls einem allfälligen Defizit Abhilfe geschaffen werden.</p><p>In diesem Sinne bitte ich den Bundesrat, einen Bericht über diese Fragestellung vorzulegen.</p>
- <p>Wie schon in der Antwort auf die Interpellation Aubert 13.3072 dargelegt, erachtet der Bundesrat die Bedeutung der Staatskunde auf der Sekundarstufe II als hoch, handelt es sich dabei doch um die Stufe, in deren Verlauf die Jugendlichen die politische Mündigkeit erlangen. Dies haben der Bund und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) in der "Erklärung 2011 zu den gemeinsamen bildungspolitischen Zielen für den Bildungsraum Schweiz" bekräftigt.</p><p>Mit dem Rahmenlehrplan für allgemeinbildenden Unterricht und dem Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation (Berufsbildung) und dem Rahmenlehrplan für die Maturitätsschulen der EDK (Allgemeinbildung) sind Bildungsgrundlagen für den Unterricht in Staatskunde geschaffen worden, die in die jeweiligen Schullehrpläne einfliessen.</p><p>Über die Art und Weise, wie diese Bildungsgrundlagen umgesetzt werden, ist bisher systematisch noch keine Untersuchung erfolgt. Der Bundesrat erachtet eine solche als sinnvoll im Sinne einer Auslegeordnung und Entscheidungsgrundlage, ob weitere Anstrengungen nötig sind.</p><p>Angesichts der geteilten Zuständigkeiten im Bereich der Sekundarstufe II soll der geforderte Bericht von Bund und Kantonen gestützt auf ihre jeweiligen Kompetenzen gemeinsam erarbeitet werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über den tatsächlichen Stellenwert des Staatskundeunterrichts in der Allgemeinbildung junger Leute auf der Sekundarstufe II vorzulegen.</p>
- Staatskundeunterricht auf der Sekundarstufe II. Eine Bilanz
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