Zukunft des Skulpturenparks "Il Giardino" von Daniel Spoerri

ShortId
13.3817
Id
20133817
Updated
28.07.2023 07:31
Language
de
Title
Zukunft des Skulpturenparks "Il Giardino" von Daniel Spoerri
AdditionalIndexing
2831;kulturelles Erbe;Kunstwerk;Italien;Kulturgut;Denkmalpflege;Finanzhilfe
1
  • L04K01060301, kulturelles Erbe
  • L05K0106030105, Kunstwerk
  • L04K01060302, Denkmalpflege
  • L05K0106030104, Kulturgut
  • L04K03010503, Italien
  • L04K11020302, Finanzhilfe
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Anfang der Neunzigerjahre begann der bekannte und bedeutende Schweizer Künstler Daniel Spoerri (geboren 1930, Herausgeber, Theatermacher, Schriftsteller, bildender Künstler, Akademieprofessor, Ausstellungsorganisator, weltweit mit Werken in über 40 Museen vertreten) in Seggiano in der südlichen Toskana auf seinem Gut von 16 Hektaren inklusive vier Gebäuden einen Skulpturenpark zu gestalten. Spoerri ist Träger zahlreicher ausländischer Auszeichnungen, lebt und arbeitet in Wien. Seinem Schaffen widmen sich zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten. 1997 gründete er die Stiftung "Il Giardino di Daniel Spoerri", der er das Gut samt den Kunstwerken übereignete. 2013 zählt die Stiftung über 100 Werke, mehrheitlich von Schweizer Kunstschaffenden. Der Park ist öffentlich (4000 bis 6000 Besucher pro Sommer) und geniesst den Status der Gemeinnützigkeit. Die Stiftung hat Spoerri aus eigenen Mitteln realisiert. Heute gilt der Giardino als "Fenster für neuere Schweizer Plastik" in Italien (www.danielspoerri.org).</p><p>Mit Vertrag vom 22. Mai 1996 schenkte Spoerri sein künstlerisches Archiv der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Es wird in der Grafischen Sammlung der Nationalbibliothek aufbewahrt und fortlaufend ergänzt.</p><p>2006 gründete Spoerri mit dem Ausstellungshaus in Hadersdorf am Kamp, Niederösterreich, eine zweite Stiftung, die sich ebenfalls vornehmlich dem Schweizer Kunstschaffen widmet (z. B. mit der begonnenen Wechselausstellungsreihe: Eva Aeppli, André Thomkins, zurzeit Bernhard Luginbühl) und dieses in Dialog bringt mit dem eigenen Werk.</p><p>Ein zusätzlich erworbenes Gebäude beinhaltet Ausschnitte seiner Eat Art, seine Sammlung von Werken aussereuropäischer Kulturen, seine berühmt gewordene Kochbuchbibliothek sowie ein Esslokal und Veranstaltungen in einem alten Kinosaal. Diese Stiftung wird gefördert vom Land Niederösterreich (www.spoerri.at).</p>
  • <p>1. Der Bundesrat anerkennt, dass der in Seggiano, in der südlichen Toskana gelegene Skulpturenpark "Il Giardino" von Daniel Spoerri eine einzigartige Plattform darstellt, um das Interesse für moderne und zeitgenössische Kunst und insbesondere für das Schaffen wichtiger Schweizer Künstlerinnen und Künstler nachhaltig zu wecken und zu pflegen.</p><p>2. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass der Skulpturenpark erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben sollte. Allerdings sieht er derzeit nicht, wie er einen ausserhalb der Schweiz gelegenen Skulpturenpark unterstützen könnte.</p><p>3./4. Der Bundesrat ist jedoch bereit zu prüfen, ob Institutionen, die im Auftrag und teilweise oder vollständig mit Mitteln des Bundes Kulturarbeit im Ausland leisten, unter anderem das Schweizerische Institut in Rom, mit dem Skulpturenpark zusammenarbeiten und auf diese Weise dazu beitragen könnten, dessen Attraktivität und Zukunft zu sichern.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Der Bundesrat wird ersucht, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist er bereit, dazu beizutragen, den Skulpturenpark "Il Giardino" von Daniel Spoerri in Seggiano (Italien) langfristig und für die Öffentlichkeit zugänglich zu erhalten?</p><p>2. Ist er bereit, für den Erhalt und die öffentliche Zugänglichkeit des Parkes einen finanziellen Beitrag zu leisten?</p><p>3. Ist er bereit, weitere Unterstützung zu gewähren?</p><p>4. Ist er bereit, auf eine Kooperation des Schweizerischen Institutes in Rom mit der Stiftung "Il Giardino" hinzuwirken?</p>
  • Zukunft des Skulpturenparks "Il Giardino" von Daniel Spoerri
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Anfang der Neunzigerjahre begann der bekannte und bedeutende Schweizer Künstler Daniel Spoerri (geboren 1930, Herausgeber, Theatermacher, Schriftsteller, bildender Künstler, Akademieprofessor, Ausstellungsorganisator, weltweit mit Werken in über 40 Museen vertreten) in Seggiano in der südlichen Toskana auf seinem Gut von 16 Hektaren inklusive vier Gebäuden einen Skulpturenpark zu gestalten. Spoerri ist Träger zahlreicher ausländischer Auszeichnungen, lebt und arbeitet in Wien. Seinem Schaffen widmen sich zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten. 1997 gründete er die Stiftung "Il Giardino di Daniel Spoerri", der er das Gut samt den Kunstwerken übereignete. 2013 zählt die Stiftung über 100 Werke, mehrheitlich von Schweizer Kunstschaffenden. Der Park ist öffentlich (4000 bis 6000 Besucher pro Sommer) und geniesst den Status der Gemeinnützigkeit. Die Stiftung hat Spoerri aus eigenen Mitteln realisiert. Heute gilt der Giardino als "Fenster für neuere Schweizer Plastik" in Italien (www.danielspoerri.org).</p><p>Mit Vertrag vom 22. Mai 1996 schenkte Spoerri sein künstlerisches Archiv der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Es wird in der Grafischen Sammlung der Nationalbibliothek aufbewahrt und fortlaufend ergänzt.</p><p>2006 gründete Spoerri mit dem Ausstellungshaus in Hadersdorf am Kamp, Niederösterreich, eine zweite Stiftung, die sich ebenfalls vornehmlich dem Schweizer Kunstschaffen widmet (z. B. mit der begonnenen Wechselausstellungsreihe: Eva Aeppli, André Thomkins, zurzeit Bernhard Luginbühl) und dieses in Dialog bringt mit dem eigenen Werk.</p><p>Ein zusätzlich erworbenes Gebäude beinhaltet Ausschnitte seiner Eat Art, seine Sammlung von Werken aussereuropäischer Kulturen, seine berühmt gewordene Kochbuchbibliothek sowie ein Esslokal und Veranstaltungen in einem alten Kinosaal. Diese Stiftung wird gefördert vom Land Niederösterreich (www.spoerri.at).</p>
    • <p>1. Der Bundesrat anerkennt, dass der in Seggiano, in der südlichen Toskana gelegene Skulpturenpark "Il Giardino" von Daniel Spoerri eine einzigartige Plattform darstellt, um das Interesse für moderne und zeitgenössische Kunst und insbesondere für das Schaffen wichtiger Schweizer Künstlerinnen und Künstler nachhaltig zu wecken und zu pflegen.</p><p>2. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass der Skulpturenpark erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben sollte. Allerdings sieht er derzeit nicht, wie er einen ausserhalb der Schweiz gelegenen Skulpturenpark unterstützen könnte.</p><p>3./4. Der Bundesrat ist jedoch bereit zu prüfen, ob Institutionen, die im Auftrag und teilweise oder vollständig mit Mitteln des Bundes Kulturarbeit im Ausland leisten, unter anderem das Schweizerische Institut in Rom, mit dem Skulpturenpark zusammenarbeiten und auf diese Weise dazu beitragen könnten, dessen Attraktivität und Zukunft zu sichern.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Der Bundesrat wird ersucht, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist er bereit, dazu beizutragen, den Skulpturenpark "Il Giardino" von Daniel Spoerri in Seggiano (Italien) langfristig und für die Öffentlichkeit zugänglich zu erhalten?</p><p>2. Ist er bereit, für den Erhalt und die öffentliche Zugänglichkeit des Parkes einen finanziellen Beitrag zu leisten?</p><p>3. Ist er bereit, weitere Unterstützung zu gewähren?</p><p>4. Ist er bereit, auf eine Kooperation des Schweizerischen Institutes in Rom mit der Stiftung "Il Giardino" hinzuwirken?</p>
    • Zukunft des Skulpturenparks "Il Giardino" von Daniel Spoerri

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