Mehr Transparenz für Patienten über die Qualität im Spitalbereich

ShortId
13.4125
Id
20134125
Updated
25.06.2025 00:11
Language
de
Title
Mehr Transparenz für Patienten über die Qualität im Spitalbereich
AdditionalIndexing
2841;Qualitätskontrolle;Informationsverbreitung;Verzeichnis;Spital;Patient/in;Statistik
1
  • L05K0105051101, Spital
  • L05K0706010309, Qualitätskontrolle
  • L03K020218, Statistik
  • L04K02020702, Verzeichnis
  • L04K01050517, Patient/in
  • L04K12010202, Informationsverbreitung
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p>Im Vergleich zum Ausland steht unser Gesundheitssystem gut da. Es ist aber insbesondere für die Patienten bzw. Versicherten sehr komplex. Beim Entscheid, in welche stationäre Einrichtung sie sich begeben wollen, sind sie auf externe Hilfe angewiesen. Abgesehen von den Informationen der einweisenden Arztpersonen sind sie auf sich alleine gestellt. Es sollte deshalb eine auf wenige Indikatoren beschränkte, national vergleichbare und für Patienten einfach begreifbare Darstellung der wichtigsten Grössen zur Qualität einer stationären Einrichtung und ihrer Spezialitäten geschaffen werden.</p><p>Zwar gibt es bereits einige statistische Erhebungen, wie z. B. die Qualitätsindikatoren der Akutspitäler mit Fallzahlen, Anteilswerten und Mortalitätswerten. Diese sind aber aus Patientensicht sehr schwierig zu interpretieren. Dem gegenüber stehen private Erhebungen, wie z. B. jene von H plus oder des ANQ. H plus erfasst über alle ihre Mitglieder bereits heute Daten zur Qualität in Spitälern (Qualitätsbericht). Diese detaillierte Erfassung pro Einrichtung ist aber für Laien nicht geeignet. Eine bereits existierende, übergeordnete Stelle (z. B. Obsan) könnte diese bestehenden und andere Erhebungen koordinieren, ergänzen, auf eine für Patienten geeignete Form bezüglich Inhalt und Darstellung reduzieren und somit allgemein bekanntmachen.</p><p>Diese patienten- bzw. versichertenorientierte, vereinfachte Darstellung der Qualitäten eines Spitals bildet eine Ergänzung zu den eher technisch orientierten Vergleichen gemäss Artikel 49 KVG. Sie hilft zur Verbesserung der Transparenz und Vergleichbarkeit, die wesentliche Grundlagen für eine Steigerung der Qualität sind.</p>
  • <p>Der Bundesrat anerkennt das im Postulat angesprochene Informationsbedürfnis. Das Bundesamt für Gesundheit publiziert denn auch bereits seit dem Jahr 2009 für die Schweizer Akutspitäler Mortalitäts- und Fallzahlen betreffend 40 spezifische Diagnosen bzw. Eingriffe. In einem zweiten Schritt wurde ein internetbasiertes, bedienerfreundliches Abfrageinstrument geschaffen, mit dem sich die Versicherten diese Informationen schnell und übersichtlich beschaffen können. Im Hinblick auf das Bedürfnis nach breiter Transparenz und nach einem noch nutzerfreundlicheren Zugang zu den Daten beabsichtigt der Bundesrat, zu gegebener Zeit und in Absprache mit den in diesem Bereich tätigen Organisationen die Anpassung der Informationsplattform zu prüfen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, welche bestehenden öffentlichen und privaten Statistiken zur Messung der Qualität im Spitalbereich geeignet sind zur Schaffung einer national vergleichbaren, für Patienten bzw. Versicherte einfach begreifbaren Publikation der wichtigsten Indikatoren der Qualität.</p>
  • Mehr Transparenz für Patienten über die Qualität im Spitalbereich
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Im Vergleich zum Ausland steht unser Gesundheitssystem gut da. Es ist aber insbesondere für die Patienten bzw. Versicherten sehr komplex. Beim Entscheid, in welche stationäre Einrichtung sie sich begeben wollen, sind sie auf externe Hilfe angewiesen. Abgesehen von den Informationen der einweisenden Arztpersonen sind sie auf sich alleine gestellt. Es sollte deshalb eine auf wenige Indikatoren beschränkte, national vergleichbare und für Patienten einfach begreifbare Darstellung der wichtigsten Grössen zur Qualität einer stationären Einrichtung und ihrer Spezialitäten geschaffen werden.</p><p>Zwar gibt es bereits einige statistische Erhebungen, wie z. B. die Qualitätsindikatoren der Akutspitäler mit Fallzahlen, Anteilswerten und Mortalitätswerten. Diese sind aber aus Patientensicht sehr schwierig zu interpretieren. Dem gegenüber stehen private Erhebungen, wie z. B. jene von H plus oder des ANQ. H plus erfasst über alle ihre Mitglieder bereits heute Daten zur Qualität in Spitälern (Qualitätsbericht). Diese detaillierte Erfassung pro Einrichtung ist aber für Laien nicht geeignet. Eine bereits existierende, übergeordnete Stelle (z. B. Obsan) könnte diese bestehenden und andere Erhebungen koordinieren, ergänzen, auf eine für Patienten geeignete Form bezüglich Inhalt und Darstellung reduzieren und somit allgemein bekanntmachen.</p><p>Diese patienten- bzw. versichertenorientierte, vereinfachte Darstellung der Qualitäten eines Spitals bildet eine Ergänzung zu den eher technisch orientierten Vergleichen gemäss Artikel 49 KVG. Sie hilft zur Verbesserung der Transparenz und Vergleichbarkeit, die wesentliche Grundlagen für eine Steigerung der Qualität sind.</p>
    • <p>Der Bundesrat anerkennt das im Postulat angesprochene Informationsbedürfnis. Das Bundesamt für Gesundheit publiziert denn auch bereits seit dem Jahr 2009 für die Schweizer Akutspitäler Mortalitäts- und Fallzahlen betreffend 40 spezifische Diagnosen bzw. Eingriffe. In einem zweiten Schritt wurde ein internetbasiertes, bedienerfreundliches Abfrageinstrument geschaffen, mit dem sich die Versicherten diese Informationen schnell und übersichtlich beschaffen können. Im Hinblick auf das Bedürfnis nach breiter Transparenz und nach einem noch nutzerfreundlicheren Zugang zu den Daten beabsichtigt der Bundesrat, zu gegebener Zeit und in Absprache mit den in diesem Bereich tätigen Organisationen die Anpassung der Informationsplattform zu prüfen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, welche bestehenden öffentlichen und privaten Statistiken zur Messung der Qualität im Spitalbereich geeignet sind zur Schaffung einer national vergleichbaren, für Patienten bzw. Versicherte einfach begreifbaren Publikation der wichtigsten Indikatoren der Qualität.</p>
    • Mehr Transparenz für Patienten über die Qualität im Spitalbereich

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