Für eine bessere Entwicklung innovativer Jungunternehmen

ShortId
13.4237
Id
20134237
Updated
25.06.2025 00:16
Language
de
Title
Für eine bessere Entwicklung innovativer Jungunternehmen
AdditionalIndexing
15;Unternehmensbeihilfe;italienische Sprache;Stellenangebot;Mehrsprachigkeit;Bericht;Bundesangestellte;sprachliche Diskriminierung;Innovation;Unternehmensgründung;Kleinunternehmen
1
  • L06K070304020402, Unternehmensgründung
  • L05K0704010111, Unternehmensbeihilfe
  • L04K08020309, Innovation
  • L06K070306030201, Kleinunternehmen
  • L03K020206, Bericht
  • L05K0106010306, Mehrsprachigkeit
  • L05K0702020308, Stellenangebot
  • L05K0106010305, italienische Sprache
  • L04K05020409, sprachliche Diskriminierung
  • L06K080601030103, Bundesangestellte
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Start-up-Unternehmen sind unerlässlich für den Wirtschaftsnachwuchs eines Landes sowie für seine Innovationskraft. Die grosse Mehrheit der OECD-Länder hat Programme zur Förderung solcher Unternehmen. Die Schweiz jedoch hat keine, und Start-up-Unternehmen entwickeln sich nur zaghaft. Paradoxerweise sind wir zwar weltweit führend, was Innovationen betrifft, bei den Gründungen innovativer KMU schneiden wir jedoch sehr schlecht ab.</p><p>Die grosse Mehrheit der OECD-Länder kennt Massnahmen zu mehreren Aspekten: Finanzen (direkte Unterstützung, Steuererleichterungen, Förderung von Investitionen in Risikokapital), Beratungen und Infrastrukturen (kostenlose Rechts- und Steuerberatung, Coaching, Innovationspärke) sowie Bildung (Förderung von Technologietransfer). Beim ersten Aspekt steht die Schweiz schwach da, bei den anderen beiden ist sie aktiver. Wir beauftragen den Bundesrat darum, die Ursachen für die schwache Entwicklung von Start-up-Unternehmen in der Schweiz zu untersuchen, die Programme zur Unterstützung solcher Unternehmen in unseren Nachbarländern zu analysieren und die Zweckmässigkeit zur Einführung eines solchen Programms in der Schweiz zu evaluieren.</p><p>Der Bundesrat wird ebenfalls beauftragt, den Begriff "Start-up-Unternehmen" zu definieren. In seiner Antwort auf die Interpellation 13.3951 spricht er davon, wie wichtig diese Unternehmen sind, sagt jedoch überraschenderweise zugleich, dass eine Definition nicht möglich sei. Dieser spezifische Unternehmenstyp mit speziellen Bedürfnissen, insbesondere beim Risikokapital, existiert aber, und zahlreiche OECD-Staaten kennen eine solche Definition. So wird zum Beispiel in Frankreich verlangt, dass das Unternehmen vor weniger als 8 Jahren gegründet wurde, zu 50 Prozent natürlichen Personen gehört, maximal 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einen Umsatz von weniger als 50 Millionen Euro hat und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mindestens 15 Prozent der Ausgaben betragen. Der Bundesrat könnte sich hiervon für eine helvetische Definition inspirieren lassen.</p>
  • <p>Im Bericht über das Risikokapital in der Schweiz (Bericht des Bundesrates. Risikokapital in der Schweiz, Juni 2012) hat der Bundesrat fiskalische und nichtfiskalische Massnahmen zur Förderung des Risikokapitalmarktes und von jungen Unternehmen zusammengefasst. Der Bericht zeigt auf, dass sich der Fokus auf die ständige Verbesserung der wirtschafts- und innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen auch in diesem Bereich grundsätzlich bewährt hat.</p><p>Basierend auf dem genannten Bericht ist der Bundesrat bereit, die Analyse von rasch wachsenden, jungen Unternehmen in der Schweiz weiter zu vertiefen, einschliesslich allfälliger Schwächen und möglicher Massnahmen. Dabei soll die Situation möglichst ganzheitlich erfasst, sollen internationale Programme und Massnahmen analysiert und Schlussfolgerungen für die Schweiz gezogen werden. Gleichzeitig bietet die Analyse die Gelegenheit, weitere Massnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen zu prüfen. Weiter sollen die Arbeiten der OECD als Grundlage herangezogen werden. Eine besondere Herausforderung bieten die vorhandenen statistischen Datengrundlagen, welche der beabsichtigten Analyse Grenzen setzen.</p><p>Wie der Bundesrat bereits in seiner Antwort zur Interpellation 13.3951 zum Ausdruck gebracht hat, steht eine Definition jeweils in Funktion eines bestimmten Zweckes. Aus diesem Grund sollen allfällige Definitionen in direktem Zusammenhang mit einzelnen Massnahmen skizziert werden, sofern sie denn Definitionen erfordern. </p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht zur Entwicklung innovativer Jungunternehmen in der Schweiz vorzulegen. In unserem Land gibt es wenige wachstumsstarke Start-up-Unternehmen, und es werden in diesem Bereich nur wenige Arbeitsstellen geschaffen. Ziel des Berichtes ist es, die Ursachen für unsere Schwächen zu untersuchen, die Programme zur Unterstützung solcher Unternehmen in unseren Nachbarländern zu analysieren und die Zweckmässigkeit der Einführung eines solchen Programms in der Schweiz zu evaluieren. Der Bundesrat wird auch beauftragt, in diesem Bericht den Begriff "innovative Jungunternehmen" zu definieren.</p>
  • Für eine bessere Entwicklung innovativer Jungunternehmen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Start-up-Unternehmen sind unerlässlich für den Wirtschaftsnachwuchs eines Landes sowie für seine Innovationskraft. Die grosse Mehrheit der OECD-Länder hat Programme zur Förderung solcher Unternehmen. Die Schweiz jedoch hat keine, und Start-up-Unternehmen entwickeln sich nur zaghaft. Paradoxerweise sind wir zwar weltweit führend, was Innovationen betrifft, bei den Gründungen innovativer KMU schneiden wir jedoch sehr schlecht ab.</p><p>Die grosse Mehrheit der OECD-Länder kennt Massnahmen zu mehreren Aspekten: Finanzen (direkte Unterstützung, Steuererleichterungen, Förderung von Investitionen in Risikokapital), Beratungen und Infrastrukturen (kostenlose Rechts- und Steuerberatung, Coaching, Innovationspärke) sowie Bildung (Förderung von Technologietransfer). Beim ersten Aspekt steht die Schweiz schwach da, bei den anderen beiden ist sie aktiver. Wir beauftragen den Bundesrat darum, die Ursachen für die schwache Entwicklung von Start-up-Unternehmen in der Schweiz zu untersuchen, die Programme zur Unterstützung solcher Unternehmen in unseren Nachbarländern zu analysieren und die Zweckmässigkeit zur Einführung eines solchen Programms in der Schweiz zu evaluieren.</p><p>Der Bundesrat wird ebenfalls beauftragt, den Begriff "Start-up-Unternehmen" zu definieren. In seiner Antwort auf die Interpellation 13.3951 spricht er davon, wie wichtig diese Unternehmen sind, sagt jedoch überraschenderweise zugleich, dass eine Definition nicht möglich sei. Dieser spezifische Unternehmenstyp mit speziellen Bedürfnissen, insbesondere beim Risikokapital, existiert aber, und zahlreiche OECD-Staaten kennen eine solche Definition. So wird zum Beispiel in Frankreich verlangt, dass das Unternehmen vor weniger als 8 Jahren gegründet wurde, zu 50 Prozent natürlichen Personen gehört, maximal 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einen Umsatz von weniger als 50 Millionen Euro hat und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mindestens 15 Prozent der Ausgaben betragen. Der Bundesrat könnte sich hiervon für eine helvetische Definition inspirieren lassen.</p>
    • <p>Im Bericht über das Risikokapital in der Schweiz (Bericht des Bundesrates. Risikokapital in der Schweiz, Juni 2012) hat der Bundesrat fiskalische und nichtfiskalische Massnahmen zur Förderung des Risikokapitalmarktes und von jungen Unternehmen zusammengefasst. Der Bericht zeigt auf, dass sich der Fokus auf die ständige Verbesserung der wirtschafts- und innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen auch in diesem Bereich grundsätzlich bewährt hat.</p><p>Basierend auf dem genannten Bericht ist der Bundesrat bereit, die Analyse von rasch wachsenden, jungen Unternehmen in der Schweiz weiter zu vertiefen, einschliesslich allfälliger Schwächen und möglicher Massnahmen. Dabei soll die Situation möglichst ganzheitlich erfasst, sollen internationale Programme und Massnahmen analysiert und Schlussfolgerungen für die Schweiz gezogen werden. Gleichzeitig bietet die Analyse die Gelegenheit, weitere Massnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen zu prüfen. Weiter sollen die Arbeiten der OECD als Grundlage herangezogen werden. Eine besondere Herausforderung bieten die vorhandenen statistischen Datengrundlagen, welche der beabsichtigten Analyse Grenzen setzen.</p><p>Wie der Bundesrat bereits in seiner Antwort zur Interpellation 13.3951 zum Ausdruck gebracht hat, steht eine Definition jeweils in Funktion eines bestimmten Zweckes. Aus diesem Grund sollen allfällige Definitionen in direktem Zusammenhang mit einzelnen Massnahmen skizziert werden, sofern sie denn Definitionen erfordern. </p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht zur Entwicklung innovativer Jungunternehmen in der Schweiz vorzulegen. In unserem Land gibt es wenige wachstumsstarke Start-up-Unternehmen, und es werden in diesem Bereich nur wenige Arbeitsstellen geschaffen. Ziel des Berichtes ist es, die Ursachen für unsere Schwächen zu untersuchen, die Programme zur Unterstützung solcher Unternehmen in unseren Nachbarländern zu analysieren und die Zweckmässigkeit der Einführung eines solchen Programms in der Schweiz zu evaluieren. Der Bundesrat wird auch beauftragt, in diesem Bericht den Begriff "innovative Jungunternehmen" zu definieren.</p>
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