Verwirrender Zahlensalat rund um die schweizerische Arbeitslosenquote
- ShortId
-
13.5532
- Id
-
20135532
- Updated
-
28.07.2023 07:06
- Language
-
de
- Title
-
Verwirrender Zahlensalat rund um die schweizerische Arbeitslosenquote
- AdditionalIndexing
-
15;28;Arbeitslose/r;seco;Bundesamt für Statistik;Arbeitslosigkeit;Statistik
- 1
-
- L06K070202010401, Arbeitslose/r
- L03K020218, Statistik
- L04K08040607, seco
- L04K08040107, Bundesamt für Statistik
- L04K07020304, Arbeitslosigkeit
- Texts
-
- <p>Die Arbeitslosenquoten des Seco werden aufgrund der bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren registrierten arbeitslosen Personen ermittelt. Sie zeigen ein reales Bild aller angemeldeten Personen, welche die gesetzlichen Vorgaben gemäss Arbeitslosenversicherungsgesetz erfüllen. Diese Zahlen werden Anfang jedes Monates veröffentlicht. Sie sind einerseits sehr rasch verfügbar. Andererseits lassen die Zahlen detaillierte Auswertungen zu, beispielsweise nach Altersklassen, Branchen oder Gemeinden.</p><p>Bei den Erwerbslosenquoten, die vom Bundesamt für Statistik publiziert werden, handelt es sich um Zahlen, die mittels einer Stichprobe gemäss den Definitionen der Internationalen Arbeitsorganisation vierteljährlich erhoben werden. Die Resultate werden erst nach sechs bis sieben Wochen des jeweiligen Quartals veröffentlicht. Eine detaillierte Auswertung nach bestimmten Merkmalen wie beispielsweise Kantonen ist nicht möglich. Im Gegensatz zur Arbeitslosenquote des Seco lässt die Erwerbslosenquote Vergleiche mit dem Ausland zu.</p><p>Die beiden Statistiken erfüllen also unterschiedliche Aufgaben. Die Bemessungsgrundlagen sind stets in den jeweiligen veröffentlichten Unterlagen ausgewiesen. Der Bundesrat versteht, dass die unterschiedlichen Zahlen eine gewisse Verwirrung hervorrufen können. Er ist deshalb bereit zu prüfen, wie die Situation verbessert werden kann.</p>
- <p>Das Seco vermeldete per Ende September 2013 eine Arbeitslosenquote von 3 Prozent, das Bundesamt für Statistik per Ende des dritten Quartals 2013 eine Erwerbslosenquote gemäss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation von 4,7 Prozent.</p><p>Ist der Bundesrat willens, diesem verwirrenden und dem Volk unverständlichen Zahlensalat ein Ende zu setzen?</p><p>Dies könnte dadurch erfolgen, indem beide Bundesstellen dazu angehalten werden, die Zahlen unter Hinweis auf die unterschiedlichen Bemessungsmethoden gleichzeitig zu veröffentlichen.</p>
- Verwirrender Zahlensalat rund um die schweizerische Arbeitslosenquote
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
-
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Arbeitslosenquoten des Seco werden aufgrund der bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren registrierten arbeitslosen Personen ermittelt. Sie zeigen ein reales Bild aller angemeldeten Personen, welche die gesetzlichen Vorgaben gemäss Arbeitslosenversicherungsgesetz erfüllen. Diese Zahlen werden Anfang jedes Monates veröffentlicht. Sie sind einerseits sehr rasch verfügbar. Andererseits lassen die Zahlen detaillierte Auswertungen zu, beispielsweise nach Altersklassen, Branchen oder Gemeinden.</p><p>Bei den Erwerbslosenquoten, die vom Bundesamt für Statistik publiziert werden, handelt es sich um Zahlen, die mittels einer Stichprobe gemäss den Definitionen der Internationalen Arbeitsorganisation vierteljährlich erhoben werden. Die Resultate werden erst nach sechs bis sieben Wochen des jeweiligen Quartals veröffentlicht. Eine detaillierte Auswertung nach bestimmten Merkmalen wie beispielsweise Kantonen ist nicht möglich. Im Gegensatz zur Arbeitslosenquote des Seco lässt die Erwerbslosenquote Vergleiche mit dem Ausland zu.</p><p>Die beiden Statistiken erfüllen also unterschiedliche Aufgaben. Die Bemessungsgrundlagen sind stets in den jeweiligen veröffentlichten Unterlagen ausgewiesen. Der Bundesrat versteht, dass die unterschiedlichen Zahlen eine gewisse Verwirrung hervorrufen können. Er ist deshalb bereit zu prüfen, wie die Situation verbessert werden kann.</p>
- <p>Das Seco vermeldete per Ende September 2013 eine Arbeitslosenquote von 3 Prozent, das Bundesamt für Statistik per Ende des dritten Quartals 2013 eine Erwerbslosenquote gemäss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation von 4,7 Prozent.</p><p>Ist der Bundesrat willens, diesem verwirrenden und dem Volk unverständlichen Zahlensalat ein Ende zu setzen?</p><p>Dies könnte dadurch erfolgen, indem beide Bundesstellen dazu angehalten werden, die Zahlen unter Hinweis auf die unterschiedlichen Bemessungsmethoden gleichzeitig zu veröffentlichen.</p>
- Verwirrender Zahlensalat rund um die schweizerische Arbeitslosenquote
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