Wolf. Fertig lustig!
- ShortId
-
14.320
- Id
-
20140320
- Updated
-
20.05.2026 02:04
- Language
-
de
- Title
-
Wolf. Fertig lustig!
- AdditionalIndexing
-
52;08
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Der Wolf tötet wahllos, ohne sich um die Bedürfnisse der Fauna zu kümmern, und meist tut er dies aus blosser Lust am Töten. Dieses Raubtier stellt eine grosse Gefahr für einen Teil unserer Berglandwirtschaft dar. Der Wolf verursacht auch bedeutende Kosten, insbesondere in Sachen Prävention und Entschädigungen.</p><p>Aus diesem Grund hat das Schweizer Parlament den Bundesrat aufgefordert, die Berner Konvention neu auszuhandeln, um den Schutz des Wolfs zu lockern und - falls sich Strassburg weigern sollte - diese Konvention zu kündigen.</p><p>Da das Gesuch der Schweiz vom ständigen Ausschuss der Berner Konvention in Strassburg formell abgelehnt wurde, hätte der Bundesrat diese Konvention gemäss Auftrag der eidgenössischen Kammern kündigen müssen. Der Bundesrat hat sich allerdings geweigert, dies zu tun, und somit unsere Institutionen mit Füssen getreten. Und währenddessen werden weiterhin Schafe gerissen.</p><p>Schlimmer noch: Der Bundesrat hat diesen Sommer ein neues Konzept zum Wolf in die Vernehmlassung geschickt, das die nötigen Voraussetzungen schaffen soll, damit zugewanderte Wölfe in der Schweiz leben und sich als Teil einer Alpenpopulation reproduzieren können. Dieses neue Konzept wurde von Technokraten ausgearbeitet, die mit den Problemen und der Realität der Bergbewohner nur wenig vertraut sind. Die Konflikte mit der Landwirtschaft, den Jägern, dem Tourismus und der betroffenen Bevölkerung werden nämlich kleingeredet.</p><p>Tatsache ist, dass es in der Schweiz keine Region gibt, die gross genug ist, um dem Wolf einen artgerechten Lebensraum zu bieten. Wie könnten die Wölfe in einem so dicht bevölkerten Gebiet wie dem unsrigen den nötigen Raum finden, um ihre Jungen aufzuziehen, ohne dabei vom Menschen gestört zu werden?</p><p>Die betroffenen Kantone müssen daher ihre Wolfsbestände selber regulieren können, ohne dass ihnen das Leben durch komplizierte und ungeeignete Bundesverordnungen unnötig schwer gemacht wird.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung reicht der Kanton Wallis folgende Standesinitiative ein:</p><p>Der Grosse Rat des Kantons Wallis ersucht die Bundesversammlung:</p><p>1. den Bundesrat zur Kündigung der Berner Konvention aufzufordern, mit der Möglichkeit, einen neuen Beitritt auszuhandeln - allerdings unter Einführung eines Vorbehalts analog zu jenem, den 12 der 27 Konventionsstaaten mit Erfolg gefordert haben und der den Schutz des Wolfs ausschliesst;</p><p>2. die schweizerische Jagdgesetzgebung dahingehend abzuändern, dass der Wolf gejagt werden darf.</p>
- Wolf. Fertig lustig!
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Der Wolf tötet wahllos, ohne sich um die Bedürfnisse der Fauna zu kümmern, und meist tut er dies aus blosser Lust am Töten. Dieses Raubtier stellt eine grosse Gefahr für einen Teil unserer Berglandwirtschaft dar. Der Wolf verursacht auch bedeutende Kosten, insbesondere in Sachen Prävention und Entschädigungen.</p><p>Aus diesem Grund hat das Schweizer Parlament den Bundesrat aufgefordert, die Berner Konvention neu auszuhandeln, um den Schutz des Wolfs zu lockern und - falls sich Strassburg weigern sollte - diese Konvention zu kündigen.</p><p>Da das Gesuch der Schweiz vom ständigen Ausschuss der Berner Konvention in Strassburg formell abgelehnt wurde, hätte der Bundesrat diese Konvention gemäss Auftrag der eidgenössischen Kammern kündigen müssen. Der Bundesrat hat sich allerdings geweigert, dies zu tun, und somit unsere Institutionen mit Füssen getreten. Und währenddessen werden weiterhin Schafe gerissen.</p><p>Schlimmer noch: Der Bundesrat hat diesen Sommer ein neues Konzept zum Wolf in die Vernehmlassung geschickt, das die nötigen Voraussetzungen schaffen soll, damit zugewanderte Wölfe in der Schweiz leben und sich als Teil einer Alpenpopulation reproduzieren können. Dieses neue Konzept wurde von Technokraten ausgearbeitet, die mit den Problemen und der Realität der Bergbewohner nur wenig vertraut sind. Die Konflikte mit der Landwirtschaft, den Jägern, dem Tourismus und der betroffenen Bevölkerung werden nämlich kleingeredet.</p><p>Tatsache ist, dass es in der Schweiz keine Region gibt, die gross genug ist, um dem Wolf einen artgerechten Lebensraum zu bieten. Wie könnten die Wölfe in einem so dicht bevölkerten Gebiet wie dem unsrigen den nötigen Raum finden, um ihre Jungen aufzuziehen, ohne dabei vom Menschen gestört zu werden?</p><p>Die betroffenen Kantone müssen daher ihre Wolfsbestände selber regulieren können, ohne dass ihnen das Leben durch komplizierte und ungeeignete Bundesverordnungen unnötig schwer gemacht wird.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung reicht der Kanton Wallis folgende Standesinitiative ein:</p><p>Der Grosse Rat des Kantons Wallis ersucht die Bundesversammlung:</p><p>1. den Bundesrat zur Kündigung der Berner Konvention aufzufordern, mit der Möglichkeit, einen neuen Beitritt auszuhandeln - allerdings unter Einführung eines Vorbehalts analog zu jenem, den 12 der 27 Konventionsstaaten mit Erfolg gefordert haben und der den Schutz des Wolfs ausschliesst;</p><p>2. die schweizerische Jagdgesetzgebung dahingehend abzuändern, dass der Wolf gejagt werden darf.</p>
- Wolf. Fertig lustig!
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