Der Nationalrat soll an die Väter und Mütter in seinen Reihen denken!

ShortId
14.463
Id
20140463
Updated
10.02.2026 20:31
Language
de
Title
Der Nationalrat soll an die Väter und Mütter in seinen Reihen denken!
AdditionalIndexing
421;28
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Seit dem 3. März 2008 beginnen die Sitzungen des Ständerates um 08.15 Uhr. Sein Büro hat diesen Entscheid getroffen, und das Büro des Nationalrates ist ihm gefolgt. Ebenfalls am 3. März 2008 hat der Nationalrat allerdings einen Ordnungsantrag unseres ehemaligen Kollegen Baumann J. Alexander mit 87 zu 53 Stimmen angenommen, der verlangte, dass die Nationalratssitzungen weiterhin um 08.00 Uhr beginnen. Als Begründung gab Baumann an, dass die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ja einfach in Bern schlafen und sich mit ihrer Übernachtungsentschädigung ein Hotelzimmer leisten könnten. </p><p>Mein Kanton, Genf, soll als Beispiel dienen, um aufzuzeigen, wie viel diese zusätzliche Viertelstunde ausmacht: Auch wenn man bereits um 06.11 Uhr losfährt, kommt man erst um 07.56 Uhr in Bern an - zu spät, um rechtzeitig im Bundeshaus zu sein. Damit man den Sitzungsbeginn nicht verpasst, muss man in Genf um 05.45 Uhr auf den Zug. So kommt man um 07.26 in Bern an - so früh, dass es bis zum Beginn der Nationalratssitzung noch eine Weile dauert. Diese Situation ist sehr unbefriedigend. </p><p>In den letzten Jahren haben sich der Durchschnittsparlamentarier und die Durchschnittsparlamentarierin stark verändert: Es sitzen immer mehr - und immer jüngere - Frauen im Parlament. Viele von ihnen haben Kinder, wovon einige noch sehr klein sind. Die Mütter kehren also am Abend nach Hause zurück, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Auch die Männer möchten übrigens stärker am Familienleben teilhaben und ziehen es immer öfter vor, zuhause zu übernachten. Mit einem um 15 Minuten späteren Sitzungsbeginn könnten diese Personen, die sich um ihre Familie kümmern, trotz einem späteren Zug rechtzeitig ankommen.</p><p>Dies würde übrigens allen Parlamentarierinnen und Parlamentariern zugutekommen, auch denjenigen, die weiterhin in Bern übernachten, denn alle könnten von einer kurzen Verschnaufpause in ihrem meist stressigen Leben profitieren. Wer keine familiären Pflichten erfüllen muss, kann die Zeit nutzen, um bereits mit der Arbeit anzufangen. Ausserdem muss das Parlament mit gutem Beispiel vorangehen und dazu beitragen, dass Beruf und Familie möglichst gut vereinbart werden können; umso mehr, als dies im internationalen Vergleich immer noch einer der Schwachpunkte der Schweiz ist. Es geht also darum, den Sitzungsbeginn der morgendlichen Sitzungen des Nationalrates um eine Viertelstunde nach hinten zu verschieben.</p>
  • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Artikel 34 des Geschäftsreglementes des Nationalrates wird wie folgt geändert: </p><p>Art. 34</p><p>Abs. 1</p><p>Der Rat tagt in der Regel wie folgt:</p><p>a. Montag: von 14.30 bis 19.00 Uhr;</p><p>b. Dienstag: von 08.15 bis 13.00 Uhr; der Dienstagnachmittag bleibt für Fraktionssitzungen frei;</p><p>c. Mittwoch: von 08.15 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 19.00 Uhr;</p><p>d. Donnerstag: von 08.15 bis 13.00 Uhr und in der letzten Sessionswoche von 15.00 bis 19.00 Uhr; </p><p>e. Freitag der letzten Sessionswoche: von 08.15 bis 11.00 Uhr.</p><p>...</p>
  • Der Nationalrat soll an die Väter und Mütter in seinen Reihen denken!
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Seit dem 3. März 2008 beginnen die Sitzungen des Ständerates um 08.15 Uhr. Sein Büro hat diesen Entscheid getroffen, und das Büro des Nationalrates ist ihm gefolgt. Ebenfalls am 3. März 2008 hat der Nationalrat allerdings einen Ordnungsantrag unseres ehemaligen Kollegen Baumann J. Alexander mit 87 zu 53 Stimmen angenommen, der verlangte, dass die Nationalratssitzungen weiterhin um 08.00 Uhr beginnen. Als Begründung gab Baumann an, dass die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ja einfach in Bern schlafen und sich mit ihrer Übernachtungsentschädigung ein Hotelzimmer leisten könnten. </p><p>Mein Kanton, Genf, soll als Beispiel dienen, um aufzuzeigen, wie viel diese zusätzliche Viertelstunde ausmacht: Auch wenn man bereits um 06.11 Uhr losfährt, kommt man erst um 07.56 Uhr in Bern an - zu spät, um rechtzeitig im Bundeshaus zu sein. Damit man den Sitzungsbeginn nicht verpasst, muss man in Genf um 05.45 Uhr auf den Zug. So kommt man um 07.26 in Bern an - so früh, dass es bis zum Beginn der Nationalratssitzung noch eine Weile dauert. Diese Situation ist sehr unbefriedigend. </p><p>In den letzten Jahren haben sich der Durchschnittsparlamentarier und die Durchschnittsparlamentarierin stark verändert: Es sitzen immer mehr - und immer jüngere - Frauen im Parlament. Viele von ihnen haben Kinder, wovon einige noch sehr klein sind. Die Mütter kehren also am Abend nach Hause zurück, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Auch die Männer möchten übrigens stärker am Familienleben teilhaben und ziehen es immer öfter vor, zuhause zu übernachten. Mit einem um 15 Minuten späteren Sitzungsbeginn könnten diese Personen, die sich um ihre Familie kümmern, trotz einem späteren Zug rechtzeitig ankommen.</p><p>Dies würde übrigens allen Parlamentarierinnen und Parlamentariern zugutekommen, auch denjenigen, die weiterhin in Bern übernachten, denn alle könnten von einer kurzen Verschnaufpause in ihrem meist stressigen Leben profitieren. Wer keine familiären Pflichten erfüllen muss, kann die Zeit nutzen, um bereits mit der Arbeit anzufangen. Ausserdem muss das Parlament mit gutem Beispiel vorangehen und dazu beitragen, dass Beruf und Familie möglichst gut vereinbart werden können; umso mehr, als dies im internationalen Vergleich immer noch einer der Schwachpunkte der Schweiz ist. Es geht also darum, den Sitzungsbeginn der morgendlichen Sitzungen des Nationalrates um eine Viertelstunde nach hinten zu verschieben.</p>
    • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Artikel 34 des Geschäftsreglementes des Nationalrates wird wie folgt geändert: </p><p>Art. 34</p><p>Abs. 1</p><p>Der Rat tagt in der Regel wie folgt:</p><p>a. Montag: von 14.30 bis 19.00 Uhr;</p><p>b. Dienstag: von 08.15 bis 13.00 Uhr; der Dienstagnachmittag bleibt für Fraktionssitzungen frei;</p><p>c. Mittwoch: von 08.15 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 19.00 Uhr;</p><p>d. Donnerstag: von 08.15 bis 13.00 Uhr und in der letzten Sessionswoche von 15.00 bis 19.00 Uhr; </p><p>e. Freitag der letzten Sessionswoche: von 08.15 bis 11.00 Uhr.</p><p>...</p>
    • Der Nationalrat soll an die Väter und Mütter in seinen Reihen denken!
  • Index
    1
    Texts
    • <p>Seit dem 3. März 2008 beginnen die Sitzungen des Ständerates um 08.15 Uhr. Sein Büro hat diesen Entscheid getroffen, und das Büro des Nationalrates ist ihm gefolgt. Ebenfalls am 3. März 2008 hat der Nationalrat allerdings einen Ordnungsantrag unseres ehemaligen Kollegen Baumann J. Alexander mit 87 zu 53 Stimmen angenommen, der verlangte, dass die Nationalratssitzungen weiterhin um 08.00 Uhr beginnen. Als Begründung gab Baumann an, dass die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ja einfach in Bern schlafen und sich mit ihrer Übernachtungsentschädigung ein Hotelzimmer leisten könnten. </p><p>Mein Kanton, Genf, soll als Beispiel dienen, um aufzuzeigen, wie viel diese zusätzliche Viertelstunde ausmacht: Auch wenn man bereits um 06.11 Uhr losfährt, kommt man erst um 07.56 Uhr in Bern an - zu spät, um rechtzeitig im Bundeshaus zu sein. Damit man den Sitzungsbeginn nicht verpasst, muss man in Genf um 05.45 Uhr auf den Zug. So kommt man um 07.26 in Bern an - so früh, dass es bis zum Beginn der Nationalratssitzung noch eine Weile dauert. Diese Situation ist sehr unbefriedigend. </p><p>In den letzten Jahren haben sich der Durchschnittsparlamentarier und die Durchschnittsparlamentarierin stark verändert: Es sitzen immer mehr - und immer jüngere - Frauen im Parlament. Viele von ihnen haben Kinder, wovon einige noch sehr klein sind. Die Mütter kehren also am Abend nach Hause zurück, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Auch die Männer möchten übrigens stärker am Familienleben teilhaben und ziehen es immer öfter vor, zuhause zu übernachten. Mit einem um 15 Minuten späteren Sitzungsbeginn könnten diese Personen, die sich um ihre Familie kümmern, trotz einem späteren Zug rechtzeitig ankommen.</p><p>Dies würde übrigens allen Parlamentarierinnen und Parlamentariern zugutekommen, auch denjenigen, die weiterhin in Bern übernachten, denn alle könnten von einer kurzen Verschnaufpause in ihrem meist stressigen Leben profitieren. Wer keine familiären Pflichten erfüllen muss, kann die Zeit nutzen, um bereits mit der Arbeit anzufangen. Ausserdem muss das Parlament mit gutem Beispiel vorangehen und dazu beitragen, dass Beruf und Familie möglichst gut vereinbart werden können; umso mehr, als dies im internationalen Vergleich immer noch einer der Schwachpunkte der Schweiz ist. Es geht also darum, den Sitzungsbeginn der morgendlichen Sitzungen des Nationalrates um eine Viertelstunde nach hinten zu verschieben.</p>
    • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Artikel 34 des Geschäftsreglementes des Nationalrates wird wie folgt geändert: </p><p>Art. 34</p><p>Abs. 1</p><p>Der Rat tagt in der Regel wie folgt:</p><p>a. Montag: von 14.30 bis 19.00 Uhr;</p><p>b. Dienstag: von 08.15 bis 13.00 Uhr; der Dienstagnachmittag bleibt für Fraktionssitzungen frei;</p><p>c. Mittwoch: von 08.15 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 19.00 Uhr;</p><p>d. Donnerstag: von 08.15 bis 13.00 Uhr und in der letzten Sessionswoche von 15.00 bis 19.00 Uhr; </p><p>e. Freitag der letzten Sessionswoche: von 08.15 bis 11.00 Uhr.</p><p>...</p>
    • Der Nationalrat soll an die Väter und Mütter in seinen Reihen denken!

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