Strategie gegen Antibiotikaresistenzen in der Tiermedizin
- ShortId
-
14.1094
- Id
-
20141094
- Updated
-
24.06.2025 22:17
- Language
-
de
- Title
-
Strategie gegen Antibiotikaresistenzen in der Tiermedizin
- AdditionalIndexing
-
52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>1. Das Eidgenössische Departement des Innern und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung haben am 15. Dezember 2014 die Anhörung zur Nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen (Star) eröffnet.</p><p>Die Zunahme von Antibiotikaresistenzen stellt die öffentliche Gesundheit vor grosse Herausforderungen. Die Bundesämter für Gesundheit, für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sowie für Landwirtschaft haben in den letzten Monaten mit Beteiligung des Bundesamtes für Umwelt eine breitabgestützte Gesamtstrategie entworfen. Aufgrund der hohen Komplexität der verschiedenen betroffenen Bereiche sind die wichtigsten Akteure und Anspruchsgruppen (Kantone, Fachgesellschaften, Expertengruppen, Industrie, Branchen und Verbände usw.) bereits in die Erarbeitung einbezogen worden.</p><p>Oberstes Ziel dieser Strategie ist es, die Wirksamkeit von Antibiotika für Mensch und Tier langfristig zu erhalten. Der Strategieentwurf zeigt detailliert auf, wo Handlungsbedarf besteht, welche Ziele erreicht werden sollen und welche Schlüsselmassnahmen notwendig sind. Insgesamt werden über dreissig Massnahmen in acht Handlungsfeldern vorgeschlagen.</p><p>Die Reduktion des Antibiotikaeinsatzes bei Mensch und Tier bildet ein zentrales Element der Strategie. Es werden dazu verschiedene Massnahmen vorgeschlagen, die primär eine Stärkung der Prävention von Krankheiten vorsehen. In Bezug auf die Komplementärmedizin betrifft dies im Tierbereich beispielsweise die Förderung einer koordinierten Beratung von Tierhaltern und die Optimierung der Bestandesbetreuung.</p><p>Zudem wird im Strategiebericht der Bedarf aufgezeigt, Alternativen zur Anwendung von Antibiotika zu erforschen und zu entwickeln. Dazu haben bereits Gespräche mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau stattgefunden.</p><p>2. Der Strategiebericht enthält noch keine konkreten Aktionspläne. Diese werden im Rahmen der Strategieumsetzung erarbeitet werden. Entsprechende Arbeiten sind im Anschluss an die Eröffnung der Anhörung zu Star aufgenommen worden. Da die Eindämmung von Antibiotikaresistenzen den Einsatz aller betroffenen Kreise erfordert, soll die bereichsübergreifende Vernetzung der Akteure, die bereits bei der Erarbeitung der Strategie aufgebaut wurde, weitergeführt werden. Dabei wird eine Mitwirkung von Experten der Komplementärmedizin begrüsst.</p><p>3. Das Projekt Kometian ist bekannt. Beim Bundesamt für Landwirtschaft ist im Rahmen der Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit in der Land- und Ernährungswirtschaft ein Gesuch um Unterstützung eingereicht worden. Der Entscheid zum Gesuch steht noch aus.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Bis Ende 2015 will der Bundesrat eine landesweite Strategie gegen Antibiotikaresistenz (Star) vorlegen. Das Projekt Kometian (Komplementärmedizinisches Tierheil-Angebot) setzt sich dafür ein, den Einsatz von Antibiotika und anderen problematischen Substanzen bei Nutztieren massgeblich zu reduzieren.</p><p>1. Welchen Stellenwert räumt der Bundesrat der komplementärmedizinischen Tiermedizin im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen ein?</p><p>2. Welche Möglichkeiten sieht er, im Rahmen von Star den Aufbau einer Beratung und Versorgung in komplementärmedizinischer Tierheilung zu unterstützen?</p><p>3. Kennt er in diesem Zusammenhang das Projekt Kometian, und mit welchen Massnahmen wäre er bereit, dieses Projekt zu unterstützen?</p>
- Strategie gegen Antibiotikaresistenzen in der Tiermedizin
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>1. Das Eidgenössische Departement des Innern und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung haben am 15. Dezember 2014 die Anhörung zur Nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen (Star) eröffnet.</p><p>Die Zunahme von Antibiotikaresistenzen stellt die öffentliche Gesundheit vor grosse Herausforderungen. Die Bundesämter für Gesundheit, für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sowie für Landwirtschaft haben in den letzten Monaten mit Beteiligung des Bundesamtes für Umwelt eine breitabgestützte Gesamtstrategie entworfen. Aufgrund der hohen Komplexität der verschiedenen betroffenen Bereiche sind die wichtigsten Akteure und Anspruchsgruppen (Kantone, Fachgesellschaften, Expertengruppen, Industrie, Branchen und Verbände usw.) bereits in die Erarbeitung einbezogen worden.</p><p>Oberstes Ziel dieser Strategie ist es, die Wirksamkeit von Antibiotika für Mensch und Tier langfristig zu erhalten. Der Strategieentwurf zeigt detailliert auf, wo Handlungsbedarf besteht, welche Ziele erreicht werden sollen und welche Schlüsselmassnahmen notwendig sind. Insgesamt werden über dreissig Massnahmen in acht Handlungsfeldern vorgeschlagen.</p><p>Die Reduktion des Antibiotikaeinsatzes bei Mensch und Tier bildet ein zentrales Element der Strategie. Es werden dazu verschiedene Massnahmen vorgeschlagen, die primär eine Stärkung der Prävention von Krankheiten vorsehen. In Bezug auf die Komplementärmedizin betrifft dies im Tierbereich beispielsweise die Förderung einer koordinierten Beratung von Tierhaltern und die Optimierung der Bestandesbetreuung.</p><p>Zudem wird im Strategiebericht der Bedarf aufgezeigt, Alternativen zur Anwendung von Antibiotika zu erforschen und zu entwickeln. Dazu haben bereits Gespräche mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau stattgefunden.</p><p>2. Der Strategiebericht enthält noch keine konkreten Aktionspläne. Diese werden im Rahmen der Strategieumsetzung erarbeitet werden. Entsprechende Arbeiten sind im Anschluss an die Eröffnung der Anhörung zu Star aufgenommen worden. Da die Eindämmung von Antibiotikaresistenzen den Einsatz aller betroffenen Kreise erfordert, soll die bereichsübergreifende Vernetzung der Akteure, die bereits bei der Erarbeitung der Strategie aufgebaut wurde, weitergeführt werden. Dabei wird eine Mitwirkung von Experten der Komplementärmedizin begrüsst.</p><p>3. Das Projekt Kometian ist bekannt. Beim Bundesamt für Landwirtschaft ist im Rahmen der Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit in der Land- und Ernährungswirtschaft ein Gesuch um Unterstützung eingereicht worden. Der Entscheid zum Gesuch steht noch aus.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Bis Ende 2015 will der Bundesrat eine landesweite Strategie gegen Antibiotikaresistenz (Star) vorlegen. Das Projekt Kometian (Komplementärmedizinisches Tierheil-Angebot) setzt sich dafür ein, den Einsatz von Antibiotika und anderen problematischen Substanzen bei Nutztieren massgeblich zu reduzieren.</p><p>1. Welchen Stellenwert räumt der Bundesrat der komplementärmedizinischen Tiermedizin im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen ein?</p><p>2. Welche Möglichkeiten sieht er, im Rahmen von Star den Aufbau einer Beratung und Versorgung in komplementärmedizinischer Tierheilung zu unterstützen?</p><p>3. Kennt er in diesem Zusammenhang das Projekt Kometian, und mit welchen Massnahmen wäre er bereit, dieses Projekt zu unterstützen?</p>
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