Nutzlose Antibiotika. Resistenzbildung

ShortId
14.3065
Id
20143065
Updated
25.06.2025 00:10
Language
de
Title
Nutzlose Antibiotika. Resistenzbildung
AdditionalIndexing
2841;Interessenvertretung;Medikamentenkonsum;Antibiotikum;pharmazeutische Industrie;Informationsverbreitung;medizinische Forschung;Medikament;Infektionskrankheit
1
  • L05K0105030101, Antibiotikum
  • L05K0105030102, Medikament
  • L06K010503010202, Medikamentenkonsum
  • L04K01050109, Infektionskrankheit
  • L03K010503, pharmazeutische Industrie
  • L04K08020311, Interessenvertretung
  • L04K01050512, medizinische Forschung
  • L04K12010202, Informationsverbreitung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Next, eine Gruppe von Fachleuten, Apothekern, Ärzten und einem Infektiologen einer Universitätsklinik, weist wiederholt auf die Gefahr der Resistenzbildung hin, im Zusammenhang mit der Einnahme von antibiotikahaltigen handelsüblichen, rezeptfreien Mitteln gegen Hals- und Ohrenschmerzen oder Grippen usw. Die Experten von Next befürworten gar ein Verbot des Einsatzes gewisser heute sehr verbreiteter Mittel für die erwähnten Symptome. Die Gruppe legt transparent offen, dass ihre Aktivitäten von einer Firma, welche selber antibiotikafreie Halsschmerzmittel herstellt, finanziert werden. So wohl auch die von ihnen geplante Informationskampagne. Ist der Bund nicht auch der Auffassung, angesichts der Brisanz des Themas Antibiotika und Resistenzbildung, dass dieser Zusammenhang bei den von Next kritisch beurteilten Präparaten möglichst industrieunabhängig wissenschaftlich zu beurteilen ist und lediglich auf dieser Basis eine entsprechende Information der Bevölkerung erfolgen sollte?</p>
  • <p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Postulantin, dass Antibiotikaresistenzen die öffentliche Gesundheit gefährden und dass die Problematik des sachgemässen Einsatzes von Antibiotika ernst genommen werden muss. Im Rahmen der Erarbeitung der nationalen Strategie zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen und im Nachgang zur Heilmittelrevision können die aufgebrachten Fragen geklärt und berücksichtigt werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen seiner Antibiotikastrategie zu prüfen,</p><p>1. ob und wie dem fragwürdigen Einsatz von Antibiotika enthaltenden handelsüblichen, rezeptfreien Medikamenten bei viral bedingten Erkältungserscheinungen Einhalt geboten werden sollte bzw. kann;</p><p>2. wie hoch die Verkaufszahlen von Antibiotika enthaltenden respektive tyrothricinhaltigen Präparaten sind und wie gross damit das Ausmass des Einsatzes solcher antibiotikahaltiger Mittel bei z. B. meist viral verursachten Hals- und Ohrenschmerzen usw. ist;</p><p>3. ob dieser verbreitete und von Experten als nicht sachgerecht und problematisch eingestufte Einsatz von Relevanz ist für die Bildung von Antibiotikaresistenzen, wie die Expertengruppe (Next) behauptet, deren Aktivitäten von einer Firma, die antibiotikafreie Halsschmerzmittel herstellt, finanziert wird.</p>
  • Nutzlose Antibiotika. Resistenzbildung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Next, eine Gruppe von Fachleuten, Apothekern, Ärzten und einem Infektiologen einer Universitätsklinik, weist wiederholt auf die Gefahr der Resistenzbildung hin, im Zusammenhang mit der Einnahme von antibiotikahaltigen handelsüblichen, rezeptfreien Mitteln gegen Hals- und Ohrenschmerzen oder Grippen usw. Die Experten von Next befürworten gar ein Verbot des Einsatzes gewisser heute sehr verbreiteter Mittel für die erwähnten Symptome. Die Gruppe legt transparent offen, dass ihre Aktivitäten von einer Firma, welche selber antibiotikafreie Halsschmerzmittel herstellt, finanziert werden. So wohl auch die von ihnen geplante Informationskampagne. Ist der Bund nicht auch der Auffassung, angesichts der Brisanz des Themas Antibiotika und Resistenzbildung, dass dieser Zusammenhang bei den von Next kritisch beurteilten Präparaten möglichst industrieunabhängig wissenschaftlich zu beurteilen ist und lediglich auf dieser Basis eine entsprechende Information der Bevölkerung erfolgen sollte?</p>
    • <p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Postulantin, dass Antibiotikaresistenzen die öffentliche Gesundheit gefährden und dass die Problematik des sachgemässen Einsatzes von Antibiotika ernst genommen werden muss. Im Rahmen der Erarbeitung der nationalen Strategie zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen und im Nachgang zur Heilmittelrevision können die aufgebrachten Fragen geklärt und berücksichtigt werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen seiner Antibiotikastrategie zu prüfen,</p><p>1. ob und wie dem fragwürdigen Einsatz von Antibiotika enthaltenden handelsüblichen, rezeptfreien Medikamenten bei viral bedingten Erkältungserscheinungen Einhalt geboten werden sollte bzw. kann;</p><p>2. wie hoch die Verkaufszahlen von Antibiotika enthaltenden respektive tyrothricinhaltigen Präparaten sind und wie gross damit das Ausmass des Einsatzes solcher antibiotikahaltiger Mittel bei z. B. meist viral verursachten Hals- und Ohrenschmerzen usw. ist;</p><p>3. ob dieser verbreitete und von Experten als nicht sachgerecht und problematisch eingestufte Einsatz von Relevanz ist für die Bildung von Antibiotikaresistenzen, wie die Expertengruppe (Next) behauptet, deren Aktivitäten von einer Firma, die antibiotikafreie Halsschmerzmittel herstellt, finanziert wird.</p>
    • Nutzlose Antibiotika. Resistenzbildung

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