Weniger Mobilfunkantennen dank Verbesserung der Rahmenbedingungen
- ShortId
-
14.3149
- Id
-
20143149
- Updated
-
14.11.2025 06:50
- Language
-
de
- Title
-
Weniger Mobilfunkantennen dank Verbesserung der Rahmenbedingungen
- AdditionalIndexing
-
34;2841;elektromagnetische schädliche Auswirkung;Antenne;Gesundheitsrisiko;Versorgung;Mobiltelefon;Grenzwert;Deregulierung
- 1
-
- L06K120202010101, Antenne
- L07K12020201010201, Mobiltelefon
- L04K06020103, elektromagnetische schädliche Auswirkung
- L04K07010309, Versorgung
- L05K0601040402, Grenzwert
- L04K01050510, Gesundheitsrisiko
- L05K0704010205, Deregulierung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Heute nutzen mehr als drei Viertel der Schweizer Bevölkerung mobile Internetdienste. Die damit einhergehenden Datenvolumen verdoppeln sich gegenwärtig alle zwölf Monate. Eine fortschrittliche Mobilfunkversorgung ist ein wichtiger Standortfaktor für Wirtschaft und Gewerbe, das Schritthalten mit den anderen europäischen Ländern ist dringend nötig. Die Grenzwerte in der Schweiz sind jedoch rund zehnmal tiefer, das heisst strenger, als beispielsweise in Deutschland oder Österreich. Um die ständig wachsenden Datenvolumen unter Einhaltung der geltenden Grenzwerte bewältigen und die neueste Mobilfunktechnologie LTE grossflächig einführen zu können, sind daher erheblich mehr Mobilfunkantennen nötig. Dies ist weder für die Bevölkerung noch für die Wirtschaft tragbar. Tiefe Grenzwerte führen oft auch zu einem schlechteren Empfang und dadurch zu einer höheren Strahlenbelastung der Mobilfunknutzer. Je schlechter der Empfang ist, desto höher ist die Ausgangsleistung der Mobilgeräte und damit die unmittelbare Belastung der Nutzer. Hinzu kommt, dass die Kosten für den Bau eines Mobilfunknetzes 50 bis 120 Prozent über denen in unseren Nachbarländern liegen. Alleine die bestehenden Grenzwerte sind für rund einen Drittel dieser Mehrkosten verantwortlich.</p>
- <p>Der Nationalrat hat am 28. September 2012 das Postulat Noser 12.3580, "Zukunftstaugliche Mobilfunknetze", überwiesen. Darin wird der Bundesrat beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Mobilfunkinfrastruktur zu analysieren und einen allfälligen Handlungsbedarf und Möglichkeiten für eine Verbesserung der Voraussetzungen aufzuzeigen. Das Postulat Noser verlangt eine ganzheitliche Auslegeordnung, welche zurzeit in einem interdepartementalen Projekt erarbeitet wird. Die mit dem nun vorliegenden Postulat verlangte Überprüfung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV, SR 814.710) und deren Vollzug ist Bestandteil dieser umfassenden Analyse. Das Ergebnis der Überprüfung wird deshalb ohnehin in den Bericht des Bundesrates zum Postulat Noser einfliessen. </p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) dahingehend angepasst werden kann, dass die darin festgelegten Grenzwerte sowie deren Vollzug den Ausbau einer zeitgemässen Mobilfunkversorgung verbessern.</p>
- Weniger Mobilfunkantennen dank Verbesserung der Rahmenbedingungen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Heute nutzen mehr als drei Viertel der Schweizer Bevölkerung mobile Internetdienste. Die damit einhergehenden Datenvolumen verdoppeln sich gegenwärtig alle zwölf Monate. Eine fortschrittliche Mobilfunkversorgung ist ein wichtiger Standortfaktor für Wirtschaft und Gewerbe, das Schritthalten mit den anderen europäischen Ländern ist dringend nötig. Die Grenzwerte in der Schweiz sind jedoch rund zehnmal tiefer, das heisst strenger, als beispielsweise in Deutschland oder Österreich. Um die ständig wachsenden Datenvolumen unter Einhaltung der geltenden Grenzwerte bewältigen und die neueste Mobilfunktechnologie LTE grossflächig einführen zu können, sind daher erheblich mehr Mobilfunkantennen nötig. Dies ist weder für die Bevölkerung noch für die Wirtschaft tragbar. Tiefe Grenzwerte führen oft auch zu einem schlechteren Empfang und dadurch zu einer höheren Strahlenbelastung der Mobilfunknutzer. Je schlechter der Empfang ist, desto höher ist die Ausgangsleistung der Mobilgeräte und damit die unmittelbare Belastung der Nutzer. Hinzu kommt, dass die Kosten für den Bau eines Mobilfunknetzes 50 bis 120 Prozent über denen in unseren Nachbarländern liegen. Alleine die bestehenden Grenzwerte sind für rund einen Drittel dieser Mehrkosten verantwortlich.</p>
- <p>Der Nationalrat hat am 28. September 2012 das Postulat Noser 12.3580, "Zukunftstaugliche Mobilfunknetze", überwiesen. Darin wird der Bundesrat beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Mobilfunkinfrastruktur zu analysieren und einen allfälligen Handlungsbedarf und Möglichkeiten für eine Verbesserung der Voraussetzungen aufzuzeigen. Das Postulat Noser verlangt eine ganzheitliche Auslegeordnung, welche zurzeit in einem interdepartementalen Projekt erarbeitet wird. Die mit dem nun vorliegenden Postulat verlangte Überprüfung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV, SR 814.710) und deren Vollzug ist Bestandteil dieser umfassenden Analyse. Das Ergebnis der Überprüfung wird deshalb ohnehin in den Bericht des Bundesrates zum Postulat Noser einfliessen. </p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) dahingehend angepasst werden kann, dass die darin festgelegten Grenzwerte sowie deren Vollzug den Ausbau einer zeitgemässen Mobilfunkversorgung verbessern.</p>
- Weniger Mobilfunkantennen dank Verbesserung der Rahmenbedingungen
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