Aluminium. Ein störender Zusatzstoff in zahlreichen Impfstoffen

ShortId
14.3174
Id
20143174
Updated
28.07.2023 06:39
Language
de
Title
Aluminium. Ein störender Zusatzstoff in zahlreichen Impfstoffen
AdditionalIndexing
2841;Gesundheitsrisiko;pharmazeutische Industrie;Aluminium;Impfstoff;Impfung
1
  • L05K0105030104, Impfstoff
  • L06K070502010101, Aluminium
  • L04K01050510, Gesundheitsrisiko
  • L03K010503, pharmazeutische Industrie
  • L06K010505070101, Impfung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Aluminium ist ein toxisches Metall, das verdächtigt wird, das Nervensystem schädigende (neurotoxische) Eigenschaften zu haben. Die französische Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM, ehemals Afssaps) hat zum Beispiel vor der Verwendung von aluminiumhaltigen Antiperspirantien und Deodorants gewarnt, wenn die Haut beim Epilieren oder Rasieren der Achselhöhlen verletzt wurde, da dann das Risiko einer Aluminiumaufnahme besteht. </p><p>Seitdem bekannt ist, dass zwischen dem Wasser, das seinerzeit in der Dialyse mit Aluminium behandelt wurde, und der Enzephalopathie der Dialysepatientinnen und -patienten, die sich durch neurologische und kognitive Beschwerden charakterisiert, ein Zusammenhang besteht, hat man das Aluminium speziell im Visier. Es besteht der Verdacht, dass eine ganze Reihe von Krankheiten, beispielsweise die Alzheimer Krankheit, mit einer Aluminiumexposition der erkrankten Person in Verbindung steht.</p><p>Angesichts des Verdachts der Wissenschaftsgemeinschaft bezüglich aluminiumbedingter neurotoxischer Risiken erstaunt es umso mehr, dass über die Hälfte der Impfstoffe, die in der Schweiz verwendet werden, Aluminium als Zusatzstoff enthält. Tatsächlich enthalten beinahe alle Basisimpfstoffe gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Keuchhusten und die Mehrheit der Impfstoffe gegen Meningitis, Enzephalitis, Hepatitis und Papillomaviren (Prävention von Gebärmutterhalskrebs) Aluminiumsalze; dies, obschon es Alternativen wie Kalziumphosphat gibt.</p><p>Der Impfplan, der Eltern für ihre Kinder vorgeschlagen wird, führt mehrere Impfungen auf, die bis zum Schuleintritt des Kindes teilweise mehrmals aufgefrischt werden müssen. Kleinkindern auch nur in kleinen Dosen wiederholt Aluminium, ein potenziell neurotoxisches Metall, zu verabreichen erstaunt und stellt eine unnötige Aluminiumbelastung dar.</p><p>Das Vorsorgeprinzip verpflichtet. Wäre es da nicht besser, Impfstoffe ohne Aluminium zu bevorzugen? Seinerzeit hat man bereits Quecksilber eliminiert. Heute muss ein neuer Schritt diskutiert werden.</p>
  • <p>Aluminiumsalze fungieren in inaktivierten Impfstoffen als sogenannte Adjuvantien. Sie stellen durch Verstärkung der Immunantwort auf das Antigen sicher, dass diese Impfstoffe eine ausreichende Wirksamkeit erzielen. Die Sicherheit von Impfstoffen, welche Aluminium als Adjuvans enthalten, wurde im Rahmen von Zulassungsverfahren sowie auch im Rahmen der Marktüberwachung ausführlich geprüft; neue Erkenntnisse werden regelmässig in diese Beurteilung aufgenommen. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Evaluation des neurotoxischen Risikopotenzials gelegt. Aluminium als Adjuvans wird weltweit seit Jahrzenten in Impfstoffen verwendet; deshalb liegen umfassende Daten und Studien zum Sicherheitsprofil dieser Arzneimittel aus Grundlagenforschung, klinischen Studien und der Anwendung im klinischen Alltag vor. Diese Informationen werden sowohl von der Weltgesundheitsorganisation als auch weltweit von Arzneimittelbehörden, wie beispielsweise der Europäischen Arzneimittelagentur oder der US-amerikanischen FDA, zur Risikobeurteilung hinzugezogen. Die Schlussfolgerungen aus diesen Risikobeurteilungen decken sich; es liegen keine Gründe vor, die Sicherheit dieses Inhaltsstoffes in Zweifel zu ziehen.</p><p>Zur gleichen Fragestellung hat die Académie nationale de médecine de France 2012 einen umfassenden Bericht erstellt, dessen Inhalt auch für die Beurteilung in der Schweiz beigezogen werden kann (http://www.academie-medecine.fr/wp-content/uploads/2013/10/adjuvants-vaccinaux-rapport-ANM1.pdf). Die zusammenfassende Schlussfolgerung daraus lautet auch hier: Der Einsatz von Aluminium als Adjuvans in Impfstoffen wird als unkritisch beurteilt. In der Begründung des Postulates wird zudem auf die durch die Agence française de sécurité sanitaire de produits de santé (Afssaps) empfohlenen Vorsichtsmassnahmen bei der Verwendung von aluminiumhaltigen Deodorants hingewiesen. Diese Beurteilung und die daraus abgeleiteten Empfehlungen lauten auch in der Schweiz gleich (http://www.blv.admin.ch/themen/04678/04711/04775/index.html?lang=de#sprungmarke0 4).</p><p>Die Afssaps ist die Vorgängerorganisation der heute in diesem Bereich zuständigen Agence nationale de sécurité du médicament et des produits de santé (ANSM).</p><p>Der Bundesrat kommt daher zum Schluss, dass es nicht notwendig ist, zu dieser Fragestellung erneut einen Bericht zu verfassen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die potenziellen Risiken zu verfassen, die mit dem Vorkommen von Aluminium als Zusatzstoff in der Mehrheit der Impfstoffe, die in der Schweiz verwendet werden, verbunden sind. Sodann soll der Bundesrat nötigenfalls Schritte bei der Pharmaindustrie unternehmen, um dieses Problem mittelfristig zu lösen.</p>
  • Aluminium. Ein störender Zusatzstoff in zahlreichen Impfstoffen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Aluminium ist ein toxisches Metall, das verdächtigt wird, das Nervensystem schädigende (neurotoxische) Eigenschaften zu haben. Die französische Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM, ehemals Afssaps) hat zum Beispiel vor der Verwendung von aluminiumhaltigen Antiperspirantien und Deodorants gewarnt, wenn die Haut beim Epilieren oder Rasieren der Achselhöhlen verletzt wurde, da dann das Risiko einer Aluminiumaufnahme besteht. </p><p>Seitdem bekannt ist, dass zwischen dem Wasser, das seinerzeit in der Dialyse mit Aluminium behandelt wurde, und der Enzephalopathie der Dialysepatientinnen und -patienten, die sich durch neurologische und kognitive Beschwerden charakterisiert, ein Zusammenhang besteht, hat man das Aluminium speziell im Visier. Es besteht der Verdacht, dass eine ganze Reihe von Krankheiten, beispielsweise die Alzheimer Krankheit, mit einer Aluminiumexposition der erkrankten Person in Verbindung steht.</p><p>Angesichts des Verdachts der Wissenschaftsgemeinschaft bezüglich aluminiumbedingter neurotoxischer Risiken erstaunt es umso mehr, dass über die Hälfte der Impfstoffe, die in der Schweiz verwendet werden, Aluminium als Zusatzstoff enthält. Tatsächlich enthalten beinahe alle Basisimpfstoffe gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Keuchhusten und die Mehrheit der Impfstoffe gegen Meningitis, Enzephalitis, Hepatitis und Papillomaviren (Prävention von Gebärmutterhalskrebs) Aluminiumsalze; dies, obschon es Alternativen wie Kalziumphosphat gibt.</p><p>Der Impfplan, der Eltern für ihre Kinder vorgeschlagen wird, führt mehrere Impfungen auf, die bis zum Schuleintritt des Kindes teilweise mehrmals aufgefrischt werden müssen. Kleinkindern auch nur in kleinen Dosen wiederholt Aluminium, ein potenziell neurotoxisches Metall, zu verabreichen erstaunt und stellt eine unnötige Aluminiumbelastung dar.</p><p>Das Vorsorgeprinzip verpflichtet. Wäre es da nicht besser, Impfstoffe ohne Aluminium zu bevorzugen? Seinerzeit hat man bereits Quecksilber eliminiert. Heute muss ein neuer Schritt diskutiert werden.</p>
    • <p>Aluminiumsalze fungieren in inaktivierten Impfstoffen als sogenannte Adjuvantien. Sie stellen durch Verstärkung der Immunantwort auf das Antigen sicher, dass diese Impfstoffe eine ausreichende Wirksamkeit erzielen. Die Sicherheit von Impfstoffen, welche Aluminium als Adjuvans enthalten, wurde im Rahmen von Zulassungsverfahren sowie auch im Rahmen der Marktüberwachung ausführlich geprüft; neue Erkenntnisse werden regelmässig in diese Beurteilung aufgenommen. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Evaluation des neurotoxischen Risikopotenzials gelegt. Aluminium als Adjuvans wird weltweit seit Jahrzenten in Impfstoffen verwendet; deshalb liegen umfassende Daten und Studien zum Sicherheitsprofil dieser Arzneimittel aus Grundlagenforschung, klinischen Studien und der Anwendung im klinischen Alltag vor. Diese Informationen werden sowohl von der Weltgesundheitsorganisation als auch weltweit von Arzneimittelbehörden, wie beispielsweise der Europäischen Arzneimittelagentur oder der US-amerikanischen FDA, zur Risikobeurteilung hinzugezogen. Die Schlussfolgerungen aus diesen Risikobeurteilungen decken sich; es liegen keine Gründe vor, die Sicherheit dieses Inhaltsstoffes in Zweifel zu ziehen.</p><p>Zur gleichen Fragestellung hat die Académie nationale de médecine de France 2012 einen umfassenden Bericht erstellt, dessen Inhalt auch für die Beurteilung in der Schweiz beigezogen werden kann (http://www.academie-medecine.fr/wp-content/uploads/2013/10/adjuvants-vaccinaux-rapport-ANM1.pdf). Die zusammenfassende Schlussfolgerung daraus lautet auch hier: Der Einsatz von Aluminium als Adjuvans in Impfstoffen wird als unkritisch beurteilt. In der Begründung des Postulates wird zudem auf die durch die Agence française de sécurité sanitaire de produits de santé (Afssaps) empfohlenen Vorsichtsmassnahmen bei der Verwendung von aluminiumhaltigen Deodorants hingewiesen. Diese Beurteilung und die daraus abgeleiteten Empfehlungen lauten auch in der Schweiz gleich (http://www.blv.admin.ch/themen/04678/04711/04775/index.html?lang=de#sprungmarke0 4).</p><p>Die Afssaps ist die Vorgängerorganisation der heute in diesem Bereich zuständigen Agence nationale de sécurité du médicament et des produits de santé (ANSM).</p><p>Der Bundesrat kommt daher zum Schluss, dass es nicht notwendig ist, zu dieser Fragestellung erneut einen Bericht zu verfassen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die potenziellen Risiken zu verfassen, die mit dem Vorkommen von Aluminium als Zusatzstoff in der Mehrheit der Impfstoffe, die in der Schweiz verwendet werden, verbunden sind. Sodann soll der Bundesrat nötigenfalls Schritte bei der Pharmaindustrie unternehmen, um dieses Problem mittelfristig zu lösen.</p>
    • Aluminium. Ein störender Zusatzstoff in zahlreichen Impfstoffen

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