Erwerbsintegration von Psychischkranken

ShortId
14.3191
Id
20143191
Updated
24.06.2025 23:47
Language
de
Title
Erwerbsintegration von Psychischkranken
AdditionalIndexing
15;2841;Zufriedenheit bei der Arbeit;behinderte/r Arbeitnehmer/in;Fernbleiben von der Arbeit;Arbeitspsychologie;psychische Krankheit;berufliche Wiedereingliederung
1
  • L06K070203030501, berufliche Wiedereingliederung
  • L05K0702020105, behinderte/r Arbeitnehmer/in
  • L04K01050107, psychische Krankheit
  • L06K070205020101, Arbeitspsychologie
  • L07K07020502010105, Zufriedenheit bei der Arbeit
  • L07K07020502010102, Fernbleiben von der Arbeit
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die gelungene Arbeitsintegration von IV-Bezügern zählt zu den zentralen Erfolgsfaktoren der IV-Revision 6a. Umgekehrt nehmen die psychischen Probleme von Erwerbstätigen dramatisch zu und belasten die IV neu. Sie kosten die Schweizer Wirtschaft durch Produktivitätsverluste, Gesundheitsversorgung und soziale Ausgaben jährlich schätzungsweise 19 Milliarden Franken. Das sind 3,2 Prozent des BIP. Das errechnet der kürzlich erschienene OECD-Bericht zum Thema "Psychische Gesundheit und Arbeit". Die Schweiz sollte mehr tun, um Menschen mit psychischen Störungen in Arbeit zu bringen und im Job zu halten. In allen OECD-Ländern werden psychische Krankheiten zunehmend als Problem für die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik erkannt. Die verschiedenen schweizerischen Systeme, nämlich Gesundheit, Bildung und Sozialversicherung, sind grundsätzlich gut ausgestattet, doch die Koordination einer zu verfolgenden ganzheitlichen Politik gestaltet sich schwierig. Ein Beispiel dafür ist der langwierige und wenig durchschlagende Prozess "Interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ)". Und trotz des proaktiven Engagements der IV gehen die Neuberentungen von Personen mit psychischen Störungen nicht zurück, diejenigen der jungen Erwachsenen nehmen sogar massiv zu. Es braucht eine stärkere Fokussierung auf die koordinierten Kompetenzen in der aktuellen Gesundheits-, Sozial- und Arbeitspolitik, um Lösungen zu finden.</p><p>Die OECD empfiehlt u. a. verstärkte Bemühungen am Arbeitsplatz zur Förderung der Arbeitsplatzerhaltung durch Absenzen- und Return-to-Work-Management und durch stärkere Anreize für Arbeitgeber, die die wichtigsten Partner im ganzen Netzwerk der Akteure sind.</p><p>Auch ärztliche Personen sind mit einzubeziehende Akteure für die Wieder- bzw. Weiterbeschäftigung in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern. Des Weiteren sind RAV-Mitarbeitende mit besonderen Kompetenzen und Kapazitäten für Stellensuchende mit psychischen Problemen auszustatten, um ein Abgleiten in die Sozialhilfe zu verhindern, aus der der Weg zurück an die Arbeit noch schwieriger wird.</p><p>Ein Bericht könnte aufzeigen, wie die wachsende Problematik zielführend angegangen wird.</p>
  • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, mit welchen Massnahmen er die psychischen Probleme der heutigen Erwerbsbevölkerung, insbesondere in Bezug auf die Wiederintegration von psychisch kranken IV-Bezügern in den Arbeitsmarkt, wirkungsvoller angehen will.</p>
  • Erwerbsintegration von Psychischkranken
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die gelungene Arbeitsintegration von IV-Bezügern zählt zu den zentralen Erfolgsfaktoren der IV-Revision 6a. Umgekehrt nehmen die psychischen Probleme von Erwerbstätigen dramatisch zu und belasten die IV neu. Sie kosten die Schweizer Wirtschaft durch Produktivitätsverluste, Gesundheitsversorgung und soziale Ausgaben jährlich schätzungsweise 19 Milliarden Franken. Das sind 3,2 Prozent des BIP. Das errechnet der kürzlich erschienene OECD-Bericht zum Thema "Psychische Gesundheit und Arbeit". Die Schweiz sollte mehr tun, um Menschen mit psychischen Störungen in Arbeit zu bringen und im Job zu halten. In allen OECD-Ländern werden psychische Krankheiten zunehmend als Problem für die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik erkannt. Die verschiedenen schweizerischen Systeme, nämlich Gesundheit, Bildung und Sozialversicherung, sind grundsätzlich gut ausgestattet, doch die Koordination einer zu verfolgenden ganzheitlichen Politik gestaltet sich schwierig. Ein Beispiel dafür ist der langwierige und wenig durchschlagende Prozess "Interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ)". Und trotz des proaktiven Engagements der IV gehen die Neuberentungen von Personen mit psychischen Störungen nicht zurück, diejenigen der jungen Erwachsenen nehmen sogar massiv zu. Es braucht eine stärkere Fokussierung auf die koordinierten Kompetenzen in der aktuellen Gesundheits-, Sozial- und Arbeitspolitik, um Lösungen zu finden.</p><p>Die OECD empfiehlt u. a. verstärkte Bemühungen am Arbeitsplatz zur Förderung der Arbeitsplatzerhaltung durch Absenzen- und Return-to-Work-Management und durch stärkere Anreize für Arbeitgeber, die die wichtigsten Partner im ganzen Netzwerk der Akteure sind.</p><p>Auch ärztliche Personen sind mit einzubeziehende Akteure für die Wieder- bzw. Weiterbeschäftigung in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern. Des Weiteren sind RAV-Mitarbeitende mit besonderen Kompetenzen und Kapazitäten für Stellensuchende mit psychischen Problemen auszustatten, um ein Abgleiten in die Sozialhilfe zu verhindern, aus der der Weg zurück an die Arbeit noch schwieriger wird.</p><p>Ein Bericht könnte aufzeigen, wie die wachsende Problematik zielführend angegangen wird.</p>
    • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, mit welchen Massnahmen er die psychischen Probleme der heutigen Erwerbsbevölkerung, insbesondere in Bezug auf die Wiederintegration von psychisch kranken IV-Bezügern in den Arbeitsmarkt, wirkungsvoller angehen will.</p>
    • Erwerbsintegration von Psychischkranken

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