Aluminium. Verwertungsquote

ShortId
14.3261
Id
20143261
Updated
14.11.2025 08:14
Language
de
Title
Aluminium. Verwertungsquote
AdditionalIndexing
52;Abfallaufbereitung;Littering;Abfallbeseitigung;Getränkeverpackung;Aluminium;Einwegverpackung;Statistik
1
  • L06K070101010202, Getränkeverpackung
  • L06K070101010201, Einwegverpackung
  • L06K070502010101, Aluminium
  • L04K06010201, Abfallaufbereitung
  • L03K020218, Statistik
  • L04K01010220, Littering
  • L04K06010202, Abfallbeseitigung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Konsum von Getränken in Aluminiumdosen wächst in der Schweiz rasant. Die Verwertungsquote liegt bei über 90 Prozent. Das Littering von Getränkealudosen in der Natur und im öffentlichen Raum nimmt zu. Sammelstellen für Aludosen sind im Gegensatz zu PET-Flaschensammelstellen nur spärlich vorhanden. Trotzdem liegt die Verwertungsquote bei den Getränkealudosen um mehr als 10 Prozent höher als bei PET-Flaschen. Es stellt sich daher die Frage, wie die Quote bei den Getränkealudosen erhoben und berechnet wird.</p>
  • <p>Die Erhebung der Sammel- und Verwertungsquote von Getränkeverpackungen, im konkreten Fall von Getränkealudosen, erfolgt jedes Jahr auf die gleiche Art; dies, damit die Zahlen über die Jahre hinweg vergleichbar sind.</p><p>In der Schweiz bestehen über 30 000 Sammelstellen für Aludosen (25 000 separate Sammelbehälter, 5000 Sammelstellen in Gemeinden, 3000 Event-Sammelstellen und eigene Sammelstellen, z. B. bei SBB-Bahnhöfen).</p><p>1. Hersteller und Importeure von Getränken in Aluminiumverpackungen müssen dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) oder einer privaten Meldestelle jährlich das im Vorjahr in Verkehr gebrachte Getränkevolumen und das Gewicht der entsprechenden Aludosen melden (Art. 18 und 20 der Verordnung vom 5. Juli 2000 über Getränkeverpackungen, VGV, SR 814.621).</p><p>In der Praxis erfolgen diese Meldungen grösstenteils an den SVUG (Schweizerischer Verein für umweltgerechte Getränkeverpackungen), welcher im Auftrag des Bafu als Meldestelle fungiert; einzelne Meldungen erfolgen direkt an das Bafu.</p><p>2. Sammelquote:</p><p>Die Sammelmenge von gebrauchten Aluminium-Getränkeverpackungen wird errechnet anhand:</p><p>- der bei Altstoffhändlern angelieferten Mengen aus Gemeindesammlungen bestehend aus:</p><p>- gemischten Gemeindesammlungen (Aluminium und Weissblech) und </p><p>- separaten Alusammlungen (verschiedene Aluminium-Fraktionen). Durch einen Korrekturfaktor für den Anteil von Aluminium-Getränkeverpackungen bei gemischten Gemeindesammlungen und bei separaten Gemeindesammlungen wird die effektive Menge von Aluminium-Getränkeverpackungen berechnet;</p><p>- der bei Altstoffhändlern angelieferten Mengen aus separaten Sammlungen von Aluminium-Getränkeverpackungen ausserhalb der Gemeindesammlungen, z. B. aus dem Freizeit- und Bürobereich, den Kantinen, Bahnhöfen und Events;</p><p>- Mengen von direkten Meldungen an das Bafu (siehe Frage 3).</p><p>Verwertungsquote:</p><p>Aluminium-Getränkeverpackungen können zu nahezu 100 Prozent materiell verwertet werden. Die Berechnung der Verwertungsquote von Aluminium-Getränkeverpackungen erfolgt durch das Verhältnis der gesamten reinen Sammelmenge (ohne Fremdstoffe) zu der Gesamtmenge der in der Schweiz abgesetzten Aluminium-Getränkeverpackungen.</p><p>Weitere Informationen zur Berechnung:</p><p><a href="http://www.bafu.admin.ch/abfall/01517/01519/13071/13072/index.html?lang=de">http://www.bafu.admin.ch/abfall/01517/01519/13071/13072/index.html?lang=de</a></p><p>3./4. Absatzmengen:</p><p>Der SVUG, welcher die Meldungen über die Absatzmengen an Aluminium-Getränkeverpackungen entgegennimmt (siehe Frage 1), leitet die zusammengestellten und plausibilisierten Daten an das Bafu weiter. Das Bafu ergänzt diese Daten mit den Mengen aus Direktmeldungen an das Bafu. Die Absatzmenge bildet die erste Grundlage für die durch das Bafu durchgeführten Berechnungen der Verwertungsquote.</p><p>Sammelmengen:</p><p>Nach den Artikeln 19 und 20 VGV müssen Händler, Hersteller und Importeure, die verpflichtet sind, Aludosen zurückzunehmen, sowie gewerbsmässige Verwerter von Dosen dem Bafu oder einer privaten Meldestelle jährlich das Gewicht der im Vorjahr gesammelten und verwerteten Aludosen melden. </p><p>Bei der Anlieferung der Aluminiumverpackungen von den Gemeinden und den individuellen Sammlungen an die Altstoffhändler werden die Mengen genannt und gemessen. Die Altstoffhändler leiten diese Daten an die Igora (Genossenschaft für Aluminium-Recycling) weiter, die als private Meldestelle fungiert. Einzelne Meldungen erfolgen wiederum direkt an das Bafu. Die Igora verwaltet die vorgezogenen Recyclingbeiträge (vRB) für die Sammlung und Verwertung von Alu-Getränkedosen.</p><p>Die Anteile der einzelnen Fraktionen, das heisst die Anteile Aluminium-Getränkeverpackungen in der gemischten Gemeindesammlung und in der Alu-Separatsammlung, werden jährlich von der Firma Carbotech im Auftrag der Igora ermittelt. Zu diesem Zweck werden durch das ganze Jahr hindurch Stichproben durchgeführt. Die Igora leitet die zusammengestellten und plausibilisierten Daten an das Bafu weiter. Das Bafu ergänzt diese Daten mit den Mengen aus Direktmeldungen an das Bafu. Die Sammelmengen bilden die zweite Grundlage für die durch das Bafu durchgeführten Berechnungen der Verwertungsquote.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>1. Wie werden die gesamthaft in der Schweiz konsumierten Aluminium-Getränkeverpackungen (0,2 cl, 0,33 cl, 0,5 cl) erfasst?</p><p>2. Wie erfolgt die Berechnung zwischen Sammelquote und Verwertungsquote? </p><p>3. Werden die Erhebungen durch eine neutrale, anerkannte und von der Branche unabhängige Institution kontrolliert?</p><p>4. Wie oft im Jahr werden Kontrollen durchgeführt?</p>
  • Aluminium. Verwertungsquote
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Konsum von Getränken in Aluminiumdosen wächst in der Schweiz rasant. Die Verwertungsquote liegt bei über 90 Prozent. Das Littering von Getränkealudosen in der Natur und im öffentlichen Raum nimmt zu. Sammelstellen für Aludosen sind im Gegensatz zu PET-Flaschensammelstellen nur spärlich vorhanden. Trotzdem liegt die Verwertungsquote bei den Getränkealudosen um mehr als 10 Prozent höher als bei PET-Flaschen. Es stellt sich daher die Frage, wie die Quote bei den Getränkealudosen erhoben und berechnet wird.</p>
    • <p>Die Erhebung der Sammel- und Verwertungsquote von Getränkeverpackungen, im konkreten Fall von Getränkealudosen, erfolgt jedes Jahr auf die gleiche Art; dies, damit die Zahlen über die Jahre hinweg vergleichbar sind.</p><p>In der Schweiz bestehen über 30 000 Sammelstellen für Aludosen (25 000 separate Sammelbehälter, 5000 Sammelstellen in Gemeinden, 3000 Event-Sammelstellen und eigene Sammelstellen, z. B. bei SBB-Bahnhöfen).</p><p>1. Hersteller und Importeure von Getränken in Aluminiumverpackungen müssen dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) oder einer privaten Meldestelle jährlich das im Vorjahr in Verkehr gebrachte Getränkevolumen und das Gewicht der entsprechenden Aludosen melden (Art. 18 und 20 der Verordnung vom 5. Juli 2000 über Getränkeverpackungen, VGV, SR 814.621).</p><p>In der Praxis erfolgen diese Meldungen grösstenteils an den SVUG (Schweizerischer Verein für umweltgerechte Getränkeverpackungen), welcher im Auftrag des Bafu als Meldestelle fungiert; einzelne Meldungen erfolgen direkt an das Bafu.</p><p>2. Sammelquote:</p><p>Die Sammelmenge von gebrauchten Aluminium-Getränkeverpackungen wird errechnet anhand:</p><p>- der bei Altstoffhändlern angelieferten Mengen aus Gemeindesammlungen bestehend aus:</p><p>- gemischten Gemeindesammlungen (Aluminium und Weissblech) und </p><p>- separaten Alusammlungen (verschiedene Aluminium-Fraktionen). Durch einen Korrekturfaktor für den Anteil von Aluminium-Getränkeverpackungen bei gemischten Gemeindesammlungen und bei separaten Gemeindesammlungen wird die effektive Menge von Aluminium-Getränkeverpackungen berechnet;</p><p>- der bei Altstoffhändlern angelieferten Mengen aus separaten Sammlungen von Aluminium-Getränkeverpackungen ausserhalb der Gemeindesammlungen, z. B. aus dem Freizeit- und Bürobereich, den Kantinen, Bahnhöfen und Events;</p><p>- Mengen von direkten Meldungen an das Bafu (siehe Frage 3).</p><p>Verwertungsquote:</p><p>Aluminium-Getränkeverpackungen können zu nahezu 100 Prozent materiell verwertet werden. Die Berechnung der Verwertungsquote von Aluminium-Getränkeverpackungen erfolgt durch das Verhältnis der gesamten reinen Sammelmenge (ohne Fremdstoffe) zu der Gesamtmenge der in der Schweiz abgesetzten Aluminium-Getränkeverpackungen.</p><p>Weitere Informationen zur Berechnung:</p><p><a href="http://www.bafu.admin.ch/abfall/01517/01519/13071/13072/index.html?lang=de">http://www.bafu.admin.ch/abfall/01517/01519/13071/13072/index.html?lang=de</a></p><p>3./4. Absatzmengen:</p><p>Der SVUG, welcher die Meldungen über die Absatzmengen an Aluminium-Getränkeverpackungen entgegennimmt (siehe Frage 1), leitet die zusammengestellten und plausibilisierten Daten an das Bafu weiter. Das Bafu ergänzt diese Daten mit den Mengen aus Direktmeldungen an das Bafu. Die Absatzmenge bildet die erste Grundlage für die durch das Bafu durchgeführten Berechnungen der Verwertungsquote.</p><p>Sammelmengen:</p><p>Nach den Artikeln 19 und 20 VGV müssen Händler, Hersteller und Importeure, die verpflichtet sind, Aludosen zurückzunehmen, sowie gewerbsmässige Verwerter von Dosen dem Bafu oder einer privaten Meldestelle jährlich das Gewicht der im Vorjahr gesammelten und verwerteten Aludosen melden. </p><p>Bei der Anlieferung der Aluminiumverpackungen von den Gemeinden und den individuellen Sammlungen an die Altstoffhändler werden die Mengen genannt und gemessen. Die Altstoffhändler leiten diese Daten an die Igora (Genossenschaft für Aluminium-Recycling) weiter, die als private Meldestelle fungiert. Einzelne Meldungen erfolgen wiederum direkt an das Bafu. Die Igora verwaltet die vorgezogenen Recyclingbeiträge (vRB) für die Sammlung und Verwertung von Alu-Getränkedosen.</p><p>Die Anteile der einzelnen Fraktionen, das heisst die Anteile Aluminium-Getränkeverpackungen in der gemischten Gemeindesammlung und in der Alu-Separatsammlung, werden jährlich von der Firma Carbotech im Auftrag der Igora ermittelt. Zu diesem Zweck werden durch das ganze Jahr hindurch Stichproben durchgeführt. Die Igora leitet die zusammengestellten und plausibilisierten Daten an das Bafu weiter. Das Bafu ergänzt diese Daten mit den Mengen aus Direktmeldungen an das Bafu. Die Sammelmengen bilden die zweite Grundlage für die durch das Bafu durchgeführten Berechnungen der Verwertungsquote.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>1. Wie werden die gesamthaft in der Schweiz konsumierten Aluminium-Getränkeverpackungen (0,2 cl, 0,33 cl, 0,5 cl) erfasst?</p><p>2. Wie erfolgt die Berechnung zwischen Sammelquote und Verwertungsquote? </p><p>3. Werden die Erhebungen durch eine neutrale, anerkannte und von der Branche unabhängige Institution kontrolliert?</p><p>4. Wie oft im Jahr werden Kontrollen durchgeführt?</p>
    • Aluminium. Verwertungsquote

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