Unternehmervisa für die Schweiz. Welche Migrationspolitik für unsere Innovationspolitik?
- ShortId
-
14.3266
- Id
-
20143266
- Updated
-
28.07.2023 06:53
- Language
-
de
- Title
-
Unternehmervisa für die Schweiz. Welche Migrationspolitik für unsere Innovationspolitik?
- AdditionalIndexing
-
2811;Forschungspersonal;Arbeitserlaubnis;Einreise von Ausländern/-innen;wissenschaftlicher Austausch;Kontrolle der Zuwanderungen;Aufenthalt von Ausländern/-innen;Ausländerkontingent;Fremdarbeiter/in;Facharbeiter/in
- 1
-
- L04K05060107, Einreise von Ausländern/-innen
- L04K05060101, Aufenthalt von Ausländern/-innen
- L06K070202020102, Facharbeiter/in
- L04K16020205, Forschungspersonal
- L05K1001021601, wissenschaftlicher Austausch
- L05K0108030601, Kontrolle der Zuwanderungen
- L05K0702030302, Arbeitserlaubnis
- L06K070203030201, Ausländerkontingent
- L05K0702020109, Fremdarbeiter/in
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Schweiz braucht kluge Köpfe. Sowohl unsere Hochschulen als auch unsere KMU brauchen gut ausgebildete Forscher und Unternehmer. Die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz hängt ab von der Fähigkeit, die besten Köpfe der Welt aus Forschung und Wirtschaft anzulocken.</p><p>Bisher bestehen aber grössere Schwierigkeiten, wenn man Forscherinnen und Forscher und andere kluge Köpfe aus Drittländern rekrutieren und hierbehalten möchte. Nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative droht die Gefahr, dass wir solche Schwierigkeiten auch in Bezug auf die Migrantinnen und Migranten aus der Europäischen Union haben werden. </p><p>Das Abstimmungsergebnis wäre die Gelegenheit, die gesamte Migrationspolitik im Hinblick auf die Stellen mit hoher Wertschöpfung zu überdenken: Darum fragt es sich, ob die Schweiz nicht wie zahlreiche andere Länder eine auf diese führenden Köpfe ausgerichtete Migrationspolitik festlegen könnte. Kann man beispielsweise im Rahmen einer neudefinierten Migrationspolitik ein Unternehmervisum, das heisst eine Arbeitsbewilligung, die attraktiv und im Ausland leicht kommunizierbar ist, schaffen, das es Risikokapitalgebern und Unternehmensgründern und ihren leitenden Angestellten erleichtern würde, in unser Land zu kommen?</p>
- <p>Die Arbeiten zur Umsetzung der am 9. Februar angenommenen Masseneinwanderungs-Initiative sind erst vor Kurzem aufgenommen worden. Der Bundesrat hat das EJPD beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem EDA und dem WBF bis Ende Juni ein Konzept zur Umsetzung der neuen Verfassungsbestimmungen zu erarbeiten. Bis Ende Jahr wird die entsprechende Gesetzesvorlage in die Vernehmlassung geschickt.</p><p>Welche Bestimmungen für die Kategorien ausländischer Arbeitskräfte einschliesslich des wissenschaftlichen Personals, der Unternehmerinnen und Unternehmer und der Fachleute der innovativen KMU oder der multinationalen Unternehmen gelten werden, wird im Rahmen dieser Arbeiten geklärt werden. Dazu werden sich auch die interessierten Kreise, also auch jene der Wirtschaft und der Forschung, äussern können.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Kann sich die Schweiz eine Migrationspolitik zulegen, die spezifisch auf die Bedürfnisse der Innovation ausgerichtet ist, und wenn ja, wie?</p><p>2. Kann man für die Hochschulen, die innovativen KMU und die multinationalen Unternehmen besondere Kontingente festlegen, in die neben Personen aus der Europäischen Union auch Personen aus Drittländern aufgenommen werden?</p><p>3. Kann man - ebenfalls für Personen aus der Europäischen Union und Drittländern - Unternehmervisa schaffen und es auf diese Weise den Weg für Risikokapitalgeber und Unternehmensgründer einfacher machen, in unser Land zu kommen? </p><p>4. Wenn das nicht geht, welche Lösungen kommen infrage, um die Attraktivität der Schweiz und ihres Forschungsplatzes zu fördern, ohne dadurch den Volkswillen, die Einwanderung zu begrenzen, zu missachten?</p>
- Unternehmervisa für die Schweiz. Welche Migrationspolitik für unsere Innovationspolitik?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Schweiz braucht kluge Köpfe. Sowohl unsere Hochschulen als auch unsere KMU brauchen gut ausgebildete Forscher und Unternehmer. Die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz hängt ab von der Fähigkeit, die besten Köpfe der Welt aus Forschung und Wirtschaft anzulocken.</p><p>Bisher bestehen aber grössere Schwierigkeiten, wenn man Forscherinnen und Forscher und andere kluge Köpfe aus Drittländern rekrutieren und hierbehalten möchte. Nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative droht die Gefahr, dass wir solche Schwierigkeiten auch in Bezug auf die Migrantinnen und Migranten aus der Europäischen Union haben werden. </p><p>Das Abstimmungsergebnis wäre die Gelegenheit, die gesamte Migrationspolitik im Hinblick auf die Stellen mit hoher Wertschöpfung zu überdenken: Darum fragt es sich, ob die Schweiz nicht wie zahlreiche andere Länder eine auf diese führenden Köpfe ausgerichtete Migrationspolitik festlegen könnte. Kann man beispielsweise im Rahmen einer neudefinierten Migrationspolitik ein Unternehmervisum, das heisst eine Arbeitsbewilligung, die attraktiv und im Ausland leicht kommunizierbar ist, schaffen, das es Risikokapitalgebern und Unternehmensgründern und ihren leitenden Angestellten erleichtern würde, in unser Land zu kommen?</p>
- <p>Die Arbeiten zur Umsetzung der am 9. Februar angenommenen Masseneinwanderungs-Initiative sind erst vor Kurzem aufgenommen worden. Der Bundesrat hat das EJPD beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem EDA und dem WBF bis Ende Juni ein Konzept zur Umsetzung der neuen Verfassungsbestimmungen zu erarbeiten. Bis Ende Jahr wird die entsprechende Gesetzesvorlage in die Vernehmlassung geschickt.</p><p>Welche Bestimmungen für die Kategorien ausländischer Arbeitskräfte einschliesslich des wissenschaftlichen Personals, der Unternehmerinnen und Unternehmer und der Fachleute der innovativen KMU oder der multinationalen Unternehmen gelten werden, wird im Rahmen dieser Arbeiten geklärt werden. Dazu werden sich auch die interessierten Kreise, also auch jene der Wirtschaft und der Forschung, äussern können.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Kann sich die Schweiz eine Migrationspolitik zulegen, die spezifisch auf die Bedürfnisse der Innovation ausgerichtet ist, und wenn ja, wie?</p><p>2. Kann man für die Hochschulen, die innovativen KMU und die multinationalen Unternehmen besondere Kontingente festlegen, in die neben Personen aus der Europäischen Union auch Personen aus Drittländern aufgenommen werden?</p><p>3. Kann man - ebenfalls für Personen aus der Europäischen Union und Drittländern - Unternehmervisa schaffen und es auf diese Weise den Weg für Risikokapitalgeber und Unternehmensgründer einfacher machen, in unser Land zu kommen? </p><p>4. Wenn das nicht geht, welche Lösungen kommen infrage, um die Attraktivität der Schweiz und ihres Forschungsplatzes zu fördern, ohne dadurch den Volkswillen, die Einwanderung zu begrenzen, zu missachten?</p>
- Unternehmervisa für die Schweiz. Welche Migrationspolitik für unsere Innovationspolitik?
Back to List