Massnahmenplan für die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung von Langsamverkehrsfachleuten
- ShortId
-
14.3599
- Id
-
20143599
- Updated
-
28.07.2023 06:40
- Language
-
de
- Title
-
Massnahmenplan für die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung von Langsamverkehrsfachleuten
- AdditionalIndexing
-
48;32;Zweiradfahrzeug;Weiterbildung;Strassenverkehr
- 1
-
- L04K18030105, Zweiradfahrzeug
- L03K180301, Strassenverkehr
- L04K13030203, Weiterbildung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Im April 2014 hat das Bundesamt für Strassen (Astra) das Konzept "Ausbildungsangebot Langsamverkehr" publiziert. Es wurde in seinem Auftrag durch das Institut für Raumentwicklung der Hochschule Rapperswil (IRAP) erarbeitet. Gemäss Astra soll "das Konzept ... Hochschulen und andere Bildungsinstitutionen für das Thema Langsamverkehr sensibilisieren" und macht "im Rahmen von Modulen Vorschläge, wie Ausbildungsinhalte zum Langsamverkehr in Angebote zur Aus- und Weiterbildung integriert werden können". Die Erarbeitung des Konzeptes geht auf eine Studie aus dem Jahre 2009 zurück, in der das Bildungsangebot an den Schweizer Hochschulen zum Thema Langsamverkehr untersucht worden war. </p><p>Mit dem erwähnten Konzept "Ausbildungsangebot Langsamverkehr" wurde ein erster Mosaikstein realisiert, doch das Problem wurde noch nicht gelöst. Namentlich die Stärkung des Themas an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen und den Fachhochschulen, die Erarbeitung von Grundlagen und Lehrmitteln sowie der Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer sind nach wie vor ungenügend.</p><p>Der mit dieser Motion geforderte Massnahmenplan soll aufzeigen, mit welchen Mitteln und Massnahmen die Rahmenbedingungen für die Fachausbildung zum Thema Langsamverkehr (Alltags- und Freizeitverkehr) an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen sowie den Fachhochschulen verbessert werden können.</p>
- <p>In seiner Strategie Nachhaltige Entwicklung 2012-2015 hat der Bundesrat den Langsamverkehr als gleichwertige dritte Säule des Personenverkehrs eingestuft. Darin bestätigt er, dass der Massnahmenplan zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und zur Förderung des Langsamverkehrs weitergeführt und konkretisiert werden soll. Der Bundesrat teilt die Ansicht des Motionärs, dass der Langsamverkehr zu fördern ist und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leistet. Er begrüsst demnach auch Initiativen wie das erwähnte Konzept "Ausbildungsangebot Langsamverkehr", welches die Hochschulen für die Bedürfnisse der nachhaltigen Entwicklung bei der Bewältigung des Personenverkehrs im Alltags- und Freizeitverkehr sensibilisiert. Im Bereich der Aus- und Weiterbildung empfiehlt der Bericht die Übernahme von spezifischen Modulen in bestehende Studiengänge; betreffend Weiterbildung wird die Schaffung eines neuen Zertifikatslehrgangs (CAS) empfohlen.</p><p>Der Bund wird deshalb das Konzept "Ausbildungsangebot Langsamverkehr" der zuständigen schweizerischen Rektorenkonferenz weiterleiten. Diese soll die Hochschulen für die Bedürfnisse im Bereich Langsamverkehr sensibilisieren.</p><p>Weiter gehende Massnahmen fallen nicht in den Kompetenzbereich des Bundes. Es liegt nicht in der Zuständigkeit des Bundes, den Eidgenössischen Technischen Hochschulen oder den Fachhochschulen mittels Massnahmenplänen Vorgaben über Aus- und Weiterbildungen zu machen. Die Festlegung der Aus- und Weiterbildungen ist eine Kernkompetenz der jeweiligen Hochschule. Der Bund hat auf die von den Trägern gewährleistete Autonomie der Hochschulen sowie auf die Grundsätze der Freiheit und der Einheit von Lehre und Forschung Rücksicht zu nehmen (Art. 20 und 63a Abs. 3 der Bundesverfassung; Art. 5 Abs. 1 des Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetzes; Art. 5 des ETH-Gesetzes).</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Massnahmenplan vorzulegen, der geeignet ist, an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen und den Fachhochschulen das Aus- und Weiterbildungsangebot für Fachleute im Bereich der nicht- oder schwach motorisierten Mobilität wirksam zu verbessern.</p>
- Massnahmenplan für die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung von Langsamverkehrsfachleuten
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Im April 2014 hat das Bundesamt für Strassen (Astra) das Konzept "Ausbildungsangebot Langsamverkehr" publiziert. Es wurde in seinem Auftrag durch das Institut für Raumentwicklung der Hochschule Rapperswil (IRAP) erarbeitet. Gemäss Astra soll "das Konzept ... Hochschulen und andere Bildungsinstitutionen für das Thema Langsamverkehr sensibilisieren" und macht "im Rahmen von Modulen Vorschläge, wie Ausbildungsinhalte zum Langsamverkehr in Angebote zur Aus- und Weiterbildung integriert werden können". Die Erarbeitung des Konzeptes geht auf eine Studie aus dem Jahre 2009 zurück, in der das Bildungsangebot an den Schweizer Hochschulen zum Thema Langsamverkehr untersucht worden war. </p><p>Mit dem erwähnten Konzept "Ausbildungsangebot Langsamverkehr" wurde ein erster Mosaikstein realisiert, doch das Problem wurde noch nicht gelöst. Namentlich die Stärkung des Themas an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen und den Fachhochschulen, die Erarbeitung von Grundlagen und Lehrmitteln sowie der Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer sind nach wie vor ungenügend.</p><p>Der mit dieser Motion geforderte Massnahmenplan soll aufzeigen, mit welchen Mitteln und Massnahmen die Rahmenbedingungen für die Fachausbildung zum Thema Langsamverkehr (Alltags- und Freizeitverkehr) an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen sowie den Fachhochschulen verbessert werden können.</p>
- <p>In seiner Strategie Nachhaltige Entwicklung 2012-2015 hat der Bundesrat den Langsamverkehr als gleichwertige dritte Säule des Personenverkehrs eingestuft. Darin bestätigt er, dass der Massnahmenplan zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und zur Förderung des Langsamverkehrs weitergeführt und konkretisiert werden soll. Der Bundesrat teilt die Ansicht des Motionärs, dass der Langsamverkehr zu fördern ist und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leistet. Er begrüsst demnach auch Initiativen wie das erwähnte Konzept "Ausbildungsangebot Langsamverkehr", welches die Hochschulen für die Bedürfnisse der nachhaltigen Entwicklung bei der Bewältigung des Personenverkehrs im Alltags- und Freizeitverkehr sensibilisiert. Im Bereich der Aus- und Weiterbildung empfiehlt der Bericht die Übernahme von spezifischen Modulen in bestehende Studiengänge; betreffend Weiterbildung wird die Schaffung eines neuen Zertifikatslehrgangs (CAS) empfohlen.</p><p>Der Bund wird deshalb das Konzept "Ausbildungsangebot Langsamverkehr" der zuständigen schweizerischen Rektorenkonferenz weiterleiten. Diese soll die Hochschulen für die Bedürfnisse im Bereich Langsamverkehr sensibilisieren.</p><p>Weiter gehende Massnahmen fallen nicht in den Kompetenzbereich des Bundes. Es liegt nicht in der Zuständigkeit des Bundes, den Eidgenössischen Technischen Hochschulen oder den Fachhochschulen mittels Massnahmenplänen Vorgaben über Aus- und Weiterbildungen zu machen. Die Festlegung der Aus- und Weiterbildungen ist eine Kernkompetenz der jeweiligen Hochschule. Der Bund hat auf die von den Trägern gewährleistete Autonomie der Hochschulen sowie auf die Grundsätze der Freiheit und der Einheit von Lehre und Forschung Rücksicht zu nehmen (Art. 20 und 63a Abs. 3 der Bundesverfassung; Art. 5 Abs. 1 des Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetzes; Art. 5 des ETH-Gesetzes).</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Massnahmenplan vorzulegen, der geeignet ist, an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen und den Fachhochschulen das Aus- und Weiterbildungsangebot für Fachleute im Bereich der nicht- oder schwach motorisierten Mobilität wirksam zu verbessern.</p>
- Massnahmenplan für die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung von Langsamverkehrsfachleuten
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