Konzept für Sprachaufenthalte

ShortId
14.3670
Id
20143670
Updated
25.06.2025 00:15
Language
de
Title
Konzept für Sprachaufenthalte
AdditionalIndexing
32;2831;Austausch im Bildungswesen;Mittelschule;Sekundarstufe;Volksschule;Sprachunterricht
1
  • L04K13020102, Sprachunterricht
  • L04K13030105, Austausch im Bildungswesen
  • L04K13020506, Volksschule
  • L04K13020505, Sekundarstufe
  • L04K13020502, Mittelschule
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Sprachenfrage an der Volksschule ist in mehreren Kantonen ein kontrovers diskutiertes Thema. Dieses Kommissionspostulat beruht auf dem Konsens, dass der nationale Zusammenhalt gefördert werden soll und am Ende der obligatorischen Schulzeit die Kinder neben der Muttersprache Kenntnis in zwei Fremdsprachen, davon eine Landessprache, haben sollen.</p><p>Die Schweiz soll ihre Vorteile der Kleinräumigkeit und Mehrsprachigkeit besser nutzen, indem sie viel systematischer und flächendeckend Sprachaustausche pflegt. Diese dienen sowohl dem nationalen Zusammenhalt wie auch dem motivierten Erwerb einer Landessprache.</p><p>Teile dieses Konzepts sollen sein: der Austausch von Lehrpersonen sowohl während der Ausbildung wie auch danach für den Unterricht. Damit kommen die Klassen aller Landesteile dazu, zeitweise von einer Lehrperson der jeweils anderen Muttersprache unterrichtet zu werden. Weiter können Klassen bereits sehr früh Partnerklassen in anderen Landesteilen haben, welche durch Brief- und Mailkontakte, gegenseitige Besuche (Schulreisen, Klassenlager) gepflegt werden. Schliesslich ist es wünschenswert, dass jedes Kind im Laufe seiner Schulzeit einen Aufenthalt in einem anderen Sprachgebiet gemacht hat und dort einmal über einige Wochen die Schule besuchen und Freundschaften pflegen durfte.</p><p>Der Bundesrat kann in Zusammenarbeit mit den Kantonen in diesem Konzept aufzeigen, wie er die Organisation und Kompetenzenregelung vorsieht, damit die Kinder und Lehrpersonen von diesen Sprachaustauschen maximal profitieren und die Organisation unkompliziert und kostengünstig ist.</p>
  • <p>Der Bundesrat misst dem schulischen Austausch einen wichtigen Stellenwert bei und möchte diesem im Rahmen der nächsten Kulturbotschaft Priorität einräumen. Er ist bereit, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und gemäss den betreffenden Zuständigkeiten einen Bericht zur Verbesserung und Förderung des schulischen Austauschs zu erarbeiten.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen ein umfassendes Konzept für einen systematischen Sprachaustausch an der Volksschule und auf der Sekundarstufe II innerhalb der Schweiz auszuarbeiten und Wege für die Finanzierung dieses Konzeptes aufzuzeigen.</p>
  • Konzept für Sprachaufenthalte
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Sprachenfrage an der Volksschule ist in mehreren Kantonen ein kontrovers diskutiertes Thema. Dieses Kommissionspostulat beruht auf dem Konsens, dass der nationale Zusammenhalt gefördert werden soll und am Ende der obligatorischen Schulzeit die Kinder neben der Muttersprache Kenntnis in zwei Fremdsprachen, davon eine Landessprache, haben sollen.</p><p>Die Schweiz soll ihre Vorteile der Kleinräumigkeit und Mehrsprachigkeit besser nutzen, indem sie viel systematischer und flächendeckend Sprachaustausche pflegt. Diese dienen sowohl dem nationalen Zusammenhalt wie auch dem motivierten Erwerb einer Landessprache.</p><p>Teile dieses Konzepts sollen sein: der Austausch von Lehrpersonen sowohl während der Ausbildung wie auch danach für den Unterricht. Damit kommen die Klassen aller Landesteile dazu, zeitweise von einer Lehrperson der jeweils anderen Muttersprache unterrichtet zu werden. Weiter können Klassen bereits sehr früh Partnerklassen in anderen Landesteilen haben, welche durch Brief- und Mailkontakte, gegenseitige Besuche (Schulreisen, Klassenlager) gepflegt werden. Schliesslich ist es wünschenswert, dass jedes Kind im Laufe seiner Schulzeit einen Aufenthalt in einem anderen Sprachgebiet gemacht hat und dort einmal über einige Wochen die Schule besuchen und Freundschaften pflegen durfte.</p><p>Der Bundesrat kann in Zusammenarbeit mit den Kantonen in diesem Konzept aufzeigen, wie er die Organisation und Kompetenzenregelung vorsieht, damit die Kinder und Lehrpersonen von diesen Sprachaustauschen maximal profitieren und die Organisation unkompliziert und kostengünstig ist.</p>
    • <p>Der Bundesrat misst dem schulischen Austausch einen wichtigen Stellenwert bei und möchte diesem im Rahmen der nächsten Kulturbotschaft Priorität einräumen. Er ist bereit, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und gemäss den betreffenden Zuständigkeiten einen Bericht zur Verbesserung und Förderung des schulischen Austauschs zu erarbeiten.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen ein umfassendes Konzept für einen systematischen Sprachaustausch an der Volksschule und auf der Sekundarstufe II innerhalb der Schweiz auszuarbeiten und Wege für die Finanzierung dieses Konzeptes aufzuzeigen.</p>
    • Konzept für Sprachaufenthalte

Back to List