Notwendige Vereinheitlichungen bei den Anbietern von Unwetterwarnungen
- ShortId
-
14.3694
- Id
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20143694
- Updated
-
25.06.2025 00:32
- Language
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de
- Title
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Notwendige Vereinheitlichungen bei den Anbietern von Unwetterwarnungen
- AdditionalIndexing
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04;15;52;Wettbewerbsbeschränkung;Meteorologie;privates Unternehmen;Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie;öffentliches Unternehmen
- 1
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- L04K08040104, Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie
- L05K0703060109, privates Unternehmen
- L04K07030101, Wettbewerbsbeschränkung
- L05K0806011001, öffentliches Unternehmen
- L04K16010405, Meteorologie
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die kritische Hochwasser- und Rutschgefahrensituation dieses Sommers in verschiedenen Teilen der Schweiz führte zu einer regen Warntätigkeit der öffentlichen Hand (Meteo Schweiz, Bafu), aber auch privater Anbieter (Meteocentrale, SRF Meteo, Meteonews). Diese Warnungen sind grundsätzlich ein nützliches Instrument, damit sich die Bevölkerung auf ein Naturereignis vorbereiten kann. Auch helfen sie mit, Schäden zu vermindern.</p><p>Leider führt das unterschiedliche Erscheinungsbild der Warnungen immer wieder zu Verwirrung und Unklarheiten. Die Warnungen der Bundesstellen (Meteo Schweiz, Bafu) werden einheitlich dargestellt. Die Gefahrenstufen des Bundes wurden an die Gefahrenstufen des SLF-Lawinenbulletins angeglichen und sind in der Alarmierungsverordnung verankert (fünf Gefahrenstufen mit gleichlautender Bezeichnung, gleiche Farbskala auf visuellen Darstellungen). Diese Warnungen des Bundes werden jeweils zwischen den Fachstellen harmonisiert, dienen den Behörden auf Bundes-, kantonaler und kommunaler Stufe als Handlungsgrundlage und werden u. a. auf dem Naturgefahrenportal des Bundes (www.naturgefahren.ch), den Websites der Fachstellen und den Apps publiziert.</p><p>Demgegenüber verwenden die privaten Anbieter eigene Gefahrenstufen mit eigener Farbskala und Bezeichnungen: SRF Meteo bzw. Wetteralarm der Gebäudeversicherungen (www.wetteralarm.ch) vier Warnstufen von grün bis rot, Meteocentrale (alarm.meteocentrale.ch) sechs Warnstufen von grün bis violett, Meteonews (meteonews.ch/de/Warnungskarte) fünf Warnstufen von grün bis violett. Weiter unterscheiden sich bei den verschiedenen Anbietern die räumliche Ausdehnung der Warnungen und deren Einstufung (z. B. ab wie viel Regen eine Warnung ausgegeben wird).</p><p>Um die durch die verschiedenen Anbieter entstehende Verwirrung zu vermeiden und um die Wirkung der Warnungen zu verbessern, sind Möglichkeiten zur Vereinheitlichung (Angleichung an die Regelungen der Alarmierungsverordnung und die Praxis der Bundesstellen) zu prüfen und die erforderlichen organisatorischen Massnahmen zu treffen oder, wenn erforderlich, die einschlägigen Rechtsgrundlagen anzupassen.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, mit welchen organisatorischen und gesetzlichen Massnahmen die Warnungen der öffentlichen Hand und der privaten Anbieter vereinheitlicht werden können, und entsprechende Massnahmen in die Wege zu leiten.</p>
- Notwendige Vereinheitlichungen bei den Anbietern von Unwetterwarnungen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die kritische Hochwasser- und Rutschgefahrensituation dieses Sommers in verschiedenen Teilen der Schweiz führte zu einer regen Warntätigkeit der öffentlichen Hand (Meteo Schweiz, Bafu), aber auch privater Anbieter (Meteocentrale, SRF Meteo, Meteonews). Diese Warnungen sind grundsätzlich ein nützliches Instrument, damit sich die Bevölkerung auf ein Naturereignis vorbereiten kann. Auch helfen sie mit, Schäden zu vermindern.</p><p>Leider führt das unterschiedliche Erscheinungsbild der Warnungen immer wieder zu Verwirrung und Unklarheiten. Die Warnungen der Bundesstellen (Meteo Schweiz, Bafu) werden einheitlich dargestellt. Die Gefahrenstufen des Bundes wurden an die Gefahrenstufen des SLF-Lawinenbulletins angeglichen und sind in der Alarmierungsverordnung verankert (fünf Gefahrenstufen mit gleichlautender Bezeichnung, gleiche Farbskala auf visuellen Darstellungen). Diese Warnungen des Bundes werden jeweils zwischen den Fachstellen harmonisiert, dienen den Behörden auf Bundes-, kantonaler und kommunaler Stufe als Handlungsgrundlage und werden u. a. auf dem Naturgefahrenportal des Bundes (www.naturgefahren.ch), den Websites der Fachstellen und den Apps publiziert.</p><p>Demgegenüber verwenden die privaten Anbieter eigene Gefahrenstufen mit eigener Farbskala und Bezeichnungen: SRF Meteo bzw. Wetteralarm der Gebäudeversicherungen (www.wetteralarm.ch) vier Warnstufen von grün bis rot, Meteocentrale (alarm.meteocentrale.ch) sechs Warnstufen von grün bis violett, Meteonews (meteonews.ch/de/Warnungskarte) fünf Warnstufen von grün bis violett. Weiter unterscheiden sich bei den verschiedenen Anbietern die räumliche Ausdehnung der Warnungen und deren Einstufung (z. B. ab wie viel Regen eine Warnung ausgegeben wird).</p><p>Um die durch die verschiedenen Anbieter entstehende Verwirrung zu vermeiden und um die Wirkung der Warnungen zu verbessern, sind Möglichkeiten zur Vereinheitlichung (Angleichung an die Regelungen der Alarmierungsverordnung und die Praxis der Bundesstellen) zu prüfen und die erforderlichen organisatorischen Massnahmen zu treffen oder, wenn erforderlich, die einschlägigen Rechtsgrundlagen anzupassen.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, mit welchen organisatorischen und gesetzlichen Massnahmen die Warnungen der öffentlichen Hand und der privaten Anbieter vereinheitlicht werden können, und entsprechende Massnahmen in die Wege zu leiten.</p>
- Notwendige Vereinheitlichungen bei den Anbietern von Unwetterwarnungen
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