Bundesverwaltung. 20 Prozent Teilzeitstellen für Männer bis 2020

ShortId
14.3948
Id
20143948
Updated
28.07.2023 06:20
Language
de
Title
Bundesverwaltung. 20 Prozent Teilzeitstellen für Männer bis 2020
AdditionalIndexing
04;28;44;Arbeitskräftebedarf;Teilzeitarbeit;Mann;Bundespersonal
1
  • L05K0702030213, Teilzeitarbeit
  • L05K0806010301, Bundespersonal
  • L05K0702020302, Arbeitskräftebedarf
  • L05K0107010302, Mann
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Das Potenzial in der Schweiz, um diesen Mangel aufzuheben, ist gross. Als Erstes brachte der Bundesrat das Potenzial der Frauen ins Spiel. Gut ausgebildete Frauen, welche nicht auf ihrem Beruf oder gar nicht arbeiten, soll der Einstieg in die Arbeitswelt erleichtert werden, dies mit besseren Betreuungsangeboten usw. Das ist gut und recht. Die Frauen können aber den Fachkräftemangel nicht alleine auffangen, es braucht auch die Männer dazu. Und auch für sie müssen die Rahmenbedingungen geändert werden, sodass jegliches Potenzial ausgeschöpft werden kann. Mehr Teilzeitstellen für Männer ermöglichen freie Kapazität für Frauen und effizientere Arbeitsbedingungen. Der Bund sollte hier eine Vorreiterrolle übernehmen.</p>
  • <p>Das Instrument der Teilzeitarbeit zielt nicht ausschliesslich auf die Integration oder den Verbleib von Frauen in der Bundesverwaltung. Frauen und Männer können die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit nutzen.</p><p>Die Bundesverwaltung erlaubt deshalb sowohl den Frauen als auch den Männern, im Rahmen des Möglichen von der Flexibilisierung der Arbeitszeiten und den verschiedenen Arbeitsmodellen wie Telearbeit, Teilzeitarbeit und Jobsharing Gebrauch zu machen. Arbeitszeitformen wie Teilzeitarbeit und Jobsharing sind in Artikel 64 Absatz 4 der Bundespersonalverordnung (BPV; SR 172.220.111.3) verankert.</p><p>Der Bundesrat hat am 30. Juni 2010 beschlossen, dass jede neue Vollzeitstelle ungeachtet der Hierarchiestufe mit einem Pensum zwischen 80 und 100 Prozent ausgeschrieben wird, sofern eine solche Reduktion des Pensums realisierbar ist.</p><p>Diese Massnahmen zeigen insofern Wirkung, als 2013 durchschnittlich 23,4 Prozent des Bundespersonals Teilzeit arbeiteten, davon 30,3 Prozent Männer. Im Jahr 2013 arbeiteten bei den Männern 15 Prozent mehr Teilzeit als noch vor fünf Jahren.</p><p>Ausserdem haben Eltern seit dem 1. Juli 2013 ab der Geburt oder der Adoption eines oder mehrerer Kinder Anspruch auf eine Reduktion des Beschäftigungsgrades in ihrer Funktion um höchstens 20 Prozent. Der Beschäftigungsgrad darf dabei nicht unter 60 Prozent fallen (Art. 60a BPV).</p><p>Der Bundesrat erachtet das obenerwähnte Instrumentarium als ausreichend, um erfolgreich auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes und die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu reagieren. Eine fixe Quote, wie sie von der Motionärin gefordert wird, würde nur die Flexibilität einschränken, die für die Vereinbarkeit von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbedürfnissen unerlässlich ist.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, 20 Prozent aller Stellen der Bundesverwaltung bis 2020 in Teilzeitstellen für Männer umzugestalten.</p>
  • Bundesverwaltung. 20 Prozent Teilzeitstellen für Männer bis 2020
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Das Potenzial in der Schweiz, um diesen Mangel aufzuheben, ist gross. Als Erstes brachte der Bundesrat das Potenzial der Frauen ins Spiel. Gut ausgebildete Frauen, welche nicht auf ihrem Beruf oder gar nicht arbeiten, soll der Einstieg in die Arbeitswelt erleichtert werden, dies mit besseren Betreuungsangeboten usw. Das ist gut und recht. Die Frauen können aber den Fachkräftemangel nicht alleine auffangen, es braucht auch die Männer dazu. Und auch für sie müssen die Rahmenbedingungen geändert werden, sodass jegliches Potenzial ausgeschöpft werden kann. Mehr Teilzeitstellen für Männer ermöglichen freie Kapazität für Frauen und effizientere Arbeitsbedingungen. Der Bund sollte hier eine Vorreiterrolle übernehmen.</p>
    • <p>Das Instrument der Teilzeitarbeit zielt nicht ausschliesslich auf die Integration oder den Verbleib von Frauen in der Bundesverwaltung. Frauen und Männer können die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit nutzen.</p><p>Die Bundesverwaltung erlaubt deshalb sowohl den Frauen als auch den Männern, im Rahmen des Möglichen von der Flexibilisierung der Arbeitszeiten und den verschiedenen Arbeitsmodellen wie Telearbeit, Teilzeitarbeit und Jobsharing Gebrauch zu machen. Arbeitszeitformen wie Teilzeitarbeit und Jobsharing sind in Artikel 64 Absatz 4 der Bundespersonalverordnung (BPV; SR 172.220.111.3) verankert.</p><p>Der Bundesrat hat am 30. Juni 2010 beschlossen, dass jede neue Vollzeitstelle ungeachtet der Hierarchiestufe mit einem Pensum zwischen 80 und 100 Prozent ausgeschrieben wird, sofern eine solche Reduktion des Pensums realisierbar ist.</p><p>Diese Massnahmen zeigen insofern Wirkung, als 2013 durchschnittlich 23,4 Prozent des Bundespersonals Teilzeit arbeiteten, davon 30,3 Prozent Männer. Im Jahr 2013 arbeiteten bei den Männern 15 Prozent mehr Teilzeit als noch vor fünf Jahren.</p><p>Ausserdem haben Eltern seit dem 1. Juli 2013 ab der Geburt oder der Adoption eines oder mehrerer Kinder Anspruch auf eine Reduktion des Beschäftigungsgrades in ihrer Funktion um höchstens 20 Prozent. Der Beschäftigungsgrad darf dabei nicht unter 60 Prozent fallen (Art. 60a BPV).</p><p>Der Bundesrat erachtet das obenerwähnte Instrumentarium als ausreichend, um erfolgreich auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes und die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu reagieren. Eine fixe Quote, wie sie von der Motionärin gefordert wird, würde nur die Flexibilität einschränken, die für die Vereinbarkeit von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbedürfnissen unerlässlich ist.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, 20 Prozent aller Stellen der Bundesverwaltung bis 2020 in Teilzeitstellen für Männer umzugestalten.</p>
    • Bundesverwaltung. 20 Prozent Teilzeitstellen für Männer bis 2020

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