Landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung auf Nachhaltigkeit ausrichten

ShortId
14.4231
Id
20144231
Updated
14.11.2025 07:52
Language
de
Title
Landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung auf Nachhaltigkeit ausrichten
AdditionalIndexing
52;55;32
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Bundesrat hat in seiner Botschaft zur AP 2014-2017 eine klare Vision für die Land- und Ernährungswirtschaft mit dem Horizont 2025 vorgestellt. Das Parlament hat die Stossrichtung mit der Überweisung der AP 2014-2017 bestätigt. Mit seinen perspektivgebenden Eckwerten vom 29. Oktober 2014 hat der Bundesrat die Vision nochmals bekräftigt. Auch im Aktionsplan Biodiversität wird der Ausbildung ein wichtiger Stellenwert beigemessen.</p><p>Es stellt sich die Frage, ob diese Vision genug umfassend in die landwirtschaftliche Grundausbildung eingeflossen ist und einfliesst. Insbesondere die Leistungen zugunsten der Allgemeinheit, welche durch die Direktzahlungen abgegolten werden, sollten im Berufsfeld Landwirtschaftsbildung einen höheren Stellenwert erhalten.</p>
  • <p>Der starke Einbezug der Berufsverbände bei der (Weiter-)Entwicklung von Bildungsangeboten ist eines der wesentlichen Merkmale der Berufsbildung. Die Berufsverbände sind Träger der Aus- und Weiterbildungen und entsprechend verantwortlich für die Bildungsinhalte. Sie sind vertraut mit den Anforderungen ihrer Branche und haben ein Interesse daran, dass Kompetenzen vermittelt werden, die den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen.</p><p>Mit dem 2004 in Kraft getretenen Berufsbildungsgesetz (BBG, SR 412.10) wurden die landwirtschaftlichen Berufe in die Berufsbildungssystematik und -steuerung integriert. Dies hatte eine umfassende Bildungsreform zur Folge. 2009 trat die Verordnung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) über die berufliche Grundbildung im Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe (SR 412.101.220.83) in Kraft.</p><p>Die verbundpartnerschaftlich zusammengesetzte Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für das Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe sorgt zudem dafür, dass die beruflichen Grundbildungen laufend (mindestens alle fünf Jahre) angepasst werden, damit sie den aktuellen und künftigen Anforderungen entsprechen. Eine Teilrevision der Verordnung ist angelaufen und bietet Gelegenheit, die vom Postulanten angesprochenen Aspekte bei der Überarbeitung der Bildungsgrundlagen und -inhalte zu integrieren. Die interessierten Kreise werden im Rahmen einer Anhörung einbezogen.</p><p>In der höheren Berufsbildung wurden die eidgenössischen Berufs- und die eidgenössischen höheren Fachprüfungen während der letzten Jahre umfassend revidiert und im Jahr 2014 genehmigt. Für die Bildungsgänge an höheren Fachschulen (dipl. Agrokaufmann/-frau HF und dipl. Agrotechniker/-in HF) werden die jeweiligen Rahmenlehrpläne derzeit überarbeitet.</p><p>Um zu gewährleisten, dass neben bildungsrelevanten Fragen auch anderen strategischen Überlegungen und Zielsetzungen des Bundes bei Berufsreformen und -revisionen Rechnung getragen wird, werden die betroffenen Bundesämter wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und das Bundesamt für Umwelt (Bafu) in die Arbeiten einbezogen. Dies wird durch das für den Erlass der Bildungsverordnungen (berufliche Grundbildung) sowie die Anerkennung der Prüfungsordnungen und Rahmenlehrpläne (höhere Berufsbildung) zuständige SBFI sichergestellt.</p><p>Der Bundesrat ist deshalb überzeugt, dass die Strategien des Bundesrates adäquat in die beruflichen Grundbildungen und die Angebote der höheren Berufsbildung einfliessen. Die Erstellung eines speziellen Berichtes erachtet er nicht als zielführend. Er ist aber bereit, im Rahmen der Botschaft zur Agrarpolitik 2018-2021 Bericht zu erstatten.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird gebeten, in einem Bericht darzulegen, ob und wie die Lehrpläne des Berufsfeldes Landwirtschaft die bundesrätliche und vom Parlament bestätigte Vision aufgenommen haben und umsetzen. Ebenso wird der Bundesrat gebeten, bestehenden Handlungsbedarf aufzuzeigen.</p>
  • Landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung auf Nachhaltigkeit ausrichten
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Bundesrat hat in seiner Botschaft zur AP 2014-2017 eine klare Vision für die Land- und Ernährungswirtschaft mit dem Horizont 2025 vorgestellt. Das Parlament hat die Stossrichtung mit der Überweisung der AP 2014-2017 bestätigt. Mit seinen perspektivgebenden Eckwerten vom 29. Oktober 2014 hat der Bundesrat die Vision nochmals bekräftigt. Auch im Aktionsplan Biodiversität wird der Ausbildung ein wichtiger Stellenwert beigemessen.</p><p>Es stellt sich die Frage, ob diese Vision genug umfassend in die landwirtschaftliche Grundausbildung eingeflossen ist und einfliesst. Insbesondere die Leistungen zugunsten der Allgemeinheit, welche durch die Direktzahlungen abgegolten werden, sollten im Berufsfeld Landwirtschaftsbildung einen höheren Stellenwert erhalten.</p>
    • <p>Der starke Einbezug der Berufsverbände bei der (Weiter-)Entwicklung von Bildungsangeboten ist eines der wesentlichen Merkmale der Berufsbildung. Die Berufsverbände sind Träger der Aus- und Weiterbildungen und entsprechend verantwortlich für die Bildungsinhalte. Sie sind vertraut mit den Anforderungen ihrer Branche und haben ein Interesse daran, dass Kompetenzen vermittelt werden, die den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen.</p><p>Mit dem 2004 in Kraft getretenen Berufsbildungsgesetz (BBG, SR 412.10) wurden die landwirtschaftlichen Berufe in die Berufsbildungssystematik und -steuerung integriert. Dies hatte eine umfassende Bildungsreform zur Folge. 2009 trat die Verordnung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) über die berufliche Grundbildung im Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe (SR 412.101.220.83) in Kraft.</p><p>Die verbundpartnerschaftlich zusammengesetzte Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für das Berufsfeld Landwirtschaft und deren Berufe sorgt zudem dafür, dass die beruflichen Grundbildungen laufend (mindestens alle fünf Jahre) angepasst werden, damit sie den aktuellen und künftigen Anforderungen entsprechen. Eine Teilrevision der Verordnung ist angelaufen und bietet Gelegenheit, die vom Postulanten angesprochenen Aspekte bei der Überarbeitung der Bildungsgrundlagen und -inhalte zu integrieren. Die interessierten Kreise werden im Rahmen einer Anhörung einbezogen.</p><p>In der höheren Berufsbildung wurden die eidgenössischen Berufs- und die eidgenössischen höheren Fachprüfungen während der letzten Jahre umfassend revidiert und im Jahr 2014 genehmigt. Für die Bildungsgänge an höheren Fachschulen (dipl. Agrokaufmann/-frau HF und dipl. Agrotechniker/-in HF) werden die jeweiligen Rahmenlehrpläne derzeit überarbeitet.</p><p>Um zu gewährleisten, dass neben bildungsrelevanten Fragen auch anderen strategischen Überlegungen und Zielsetzungen des Bundes bei Berufsreformen und -revisionen Rechnung getragen wird, werden die betroffenen Bundesämter wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und das Bundesamt für Umwelt (Bafu) in die Arbeiten einbezogen. Dies wird durch das für den Erlass der Bildungsverordnungen (berufliche Grundbildung) sowie die Anerkennung der Prüfungsordnungen und Rahmenlehrpläne (höhere Berufsbildung) zuständige SBFI sichergestellt.</p><p>Der Bundesrat ist deshalb überzeugt, dass die Strategien des Bundesrates adäquat in die beruflichen Grundbildungen und die Angebote der höheren Berufsbildung einfliessen. Die Erstellung eines speziellen Berichtes erachtet er nicht als zielführend. Er ist aber bereit, im Rahmen der Botschaft zur Agrarpolitik 2018-2021 Bericht zu erstatten.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird gebeten, in einem Bericht darzulegen, ob und wie die Lehrpläne des Berufsfeldes Landwirtschaft die bundesrätliche und vom Parlament bestätigte Vision aufgenommen haben und umsetzen. Ebenso wird der Bundesrat gebeten, bestehenden Handlungsbedarf aufzuzeigen.</p>
    • Landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung auf Nachhaltigkeit ausrichten

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