Einen Sprachkenntnisvermerk in eidgenössische Fähigkeitszeugnisse aufnehmen
- ShortId
-
14.4258
- Id
-
20144258
- Updated
-
25.06.2025 00:25
- Language
-
de
- Title
-
Einen Sprachkenntnisvermerk in eidgenössische Fähigkeitszeugnisse aufnehmen
- AdditionalIndexing
-
32;2831
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Erwerb der Landessprachen ist ein wichtiges Ziel der Schweizer Bildungspolitik, denn Sprachkenntnisse tragen zur Stärkung des nationalen Zusammenhalts bei. Es ist jedoch festzustellen, dass nach Ende der obligatorischen Schulzeit Studierende und Lehrlinge nicht auf der gleichen Stufe stehen. Während die gymnasiale und die akademische Bildung den Jungen eine ganze Palette an Möglichkeiten zum Erlernen einer anderen Landessprache bieten (zweisprachige Maturität, Sprachaustausche und -aufenthalte, finanzielle Unterstützung), haben Lernende während ihrer Erstausbildung vergleichsweise sehr geringe Anreize, ihre Fachkenntnisse in einer Landessprache zu vertiefen. In ihrem aktiven Berufsleben profitieren sie aber nicht weniger von erworbenen sprachlichen Fähigkeiten.</p><p>Die Förderung des Fremdsprachenerwerbs in der beruflichen Bildung stösst an ganz konkrete Grenzen, die sehr eng mit der Praxis zusammenhängen. Die Möglichkeiten für einen Fremdsprachenerwerb unterscheiden sich je nach Beruf, Region und Branche sehr stark. Die Einführung eines Sprachkenntnisvermerks würde es erlauben, diese Umstände entsprechend zu berücksichtigen und gleichzeitig die Lernenden entschieden zu einem Fremdsprachenerwerb zu ermuntern. Sie könnten daraus einen deutlichen Mehrwert für ihre Ausbildung ziehen und eine relevante Anerkennung gewinnen.</p><p>Die Einführung eines Vermerks über die Sprachkenntnisse sollte geprüft werden. Dabei muss geklärt werden, welche Aspekte der Vermerk berücksichtigen muss und wie er umzusetzen wäre. Zu bedenken sind ausserdem allfällige Begleitmassnahmen.</p>
- <p>Die Förderung des Fremdsprachenerwerbs in der Berufsbildung ist dem Bundesrat ein Anliegen. Seit dem 2011 an der nationalen Lehrstellenkonferenz abgegebenen gemeinsamen Commitment haben Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt verschiedene Anstrengungen in diesem Bereich unternommen, etwa mit der Förderung des bilingualen Unterrichts. Bereits heute wird in jenen Berufen, in denen die Vermittlung einer zweiten Sprache in der Bildungsverordnung verankert ist, ein entsprechender Eintrag im Notenausweis aufgeführt. In allen anderen Berufen, in denen der Unterricht in einer weiteren Landessprache oder in Englisch gemäss Bildungsverordnung empfohlen wird, gibt es keine Vorgaben des Bundes. Der Kanton Zürich beispielsweise, der die Möglichkeit anbietet, Qualifikationsverfahren zweisprachig abzulegen, vermerkt den Zusatz "zweisprachige Prüfung" seit 2012 ebenfalls im Notenausweis.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, die Thematik vertieft anzugehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Förderung des Erwerbs der Landessprachen in der beruflichen Bildung zu verfassen. Der Bericht prüft die Einführung eines Vermerks über die Sprachkenntnisse in eidgenössischen Fähigkeitszeugnissen. Er untersucht die Machbarkeit dieser Massnahme und zeigt mögliche begleitende Massnahmen auf, mit denen junge Lernende für den Fremdsprachenerwerb im Rahmen ihrer Erstausbildung motiviert werden können.</p>
- Einen Sprachkenntnisvermerk in eidgenössische Fähigkeitszeugnisse aufnehmen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Der Erwerb der Landessprachen ist ein wichtiges Ziel der Schweizer Bildungspolitik, denn Sprachkenntnisse tragen zur Stärkung des nationalen Zusammenhalts bei. Es ist jedoch festzustellen, dass nach Ende der obligatorischen Schulzeit Studierende und Lehrlinge nicht auf der gleichen Stufe stehen. Während die gymnasiale und die akademische Bildung den Jungen eine ganze Palette an Möglichkeiten zum Erlernen einer anderen Landessprache bieten (zweisprachige Maturität, Sprachaustausche und -aufenthalte, finanzielle Unterstützung), haben Lernende während ihrer Erstausbildung vergleichsweise sehr geringe Anreize, ihre Fachkenntnisse in einer Landessprache zu vertiefen. In ihrem aktiven Berufsleben profitieren sie aber nicht weniger von erworbenen sprachlichen Fähigkeiten.</p><p>Die Förderung des Fremdsprachenerwerbs in der beruflichen Bildung stösst an ganz konkrete Grenzen, die sehr eng mit der Praxis zusammenhängen. Die Möglichkeiten für einen Fremdsprachenerwerb unterscheiden sich je nach Beruf, Region und Branche sehr stark. Die Einführung eines Sprachkenntnisvermerks würde es erlauben, diese Umstände entsprechend zu berücksichtigen und gleichzeitig die Lernenden entschieden zu einem Fremdsprachenerwerb zu ermuntern. Sie könnten daraus einen deutlichen Mehrwert für ihre Ausbildung ziehen und eine relevante Anerkennung gewinnen.</p><p>Die Einführung eines Vermerks über die Sprachkenntnisse sollte geprüft werden. Dabei muss geklärt werden, welche Aspekte der Vermerk berücksichtigen muss und wie er umzusetzen wäre. Zu bedenken sind ausserdem allfällige Begleitmassnahmen.</p>
- <p>Die Förderung des Fremdsprachenerwerbs in der Berufsbildung ist dem Bundesrat ein Anliegen. Seit dem 2011 an der nationalen Lehrstellenkonferenz abgegebenen gemeinsamen Commitment haben Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt verschiedene Anstrengungen in diesem Bereich unternommen, etwa mit der Förderung des bilingualen Unterrichts. Bereits heute wird in jenen Berufen, in denen die Vermittlung einer zweiten Sprache in der Bildungsverordnung verankert ist, ein entsprechender Eintrag im Notenausweis aufgeführt. In allen anderen Berufen, in denen der Unterricht in einer weiteren Landessprache oder in Englisch gemäss Bildungsverordnung empfohlen wird, gibt es keine Vorgaben des Bundes. Der Kanton Zürich beispielsweise, der die Möglichkeit anbietet, Qualifikationsverfahren zweisprachig abzulegen, vermerkt den Zusatz "zweisprachige Prüfung" seit 2012 ebenfalls im Notenausweis.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, die Thematik vertieft anzugehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Förderung des Erwerbs der Landessprachen in der beruflichen Bildung zu verfassen. Der Bericht prüft die Einführung eines Vermerks über die Sprachkenntnisse in eidgenössischen Fähigkeitszeugnissen. Er untersucht die Machbarkeit dieser Massnahme und zeigt mögliche begleitende Massnahmen auf, mit denen junge Lernende für den Fremdsprachenerwerb im Rahmen ihrer Erstausbildung motiviert werden können.</p>
- Einen Sprachkenntnisvermerk in eidgenössische Fähigkeitszeugnisse aufnehmen
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