Uran im Dünger. Gefahr für unser Grundwasser
- ShortId
-
14.5308
- Id
-
20145308
- Updated
-
28.07.2023 06:28
- Language
-
de
- Title
-
Uran im Dünger. Gefahr für unser Grundwasser
- AdditionalIndexing
-
52;36;2841;Grundwasser;Uran;chemischer Dünger;NFP
- 1
-
- L06K140108020101, chemischer Dünger
- L05K1602020107, NFP
- L05K1703010403, Uran
- L05K0603030203, Grundwasser
- Texts
-
- <p>Dem Bundesrat und den zuständigen Ämtern ist bekannt, dass mineralische Phosphatdünger Uran in höheren Konzentrationen beinhalten können. Im Rahmen des NFP 69 läuft derzeit ein grossangelegtes Forschungsprojekt (Misotrag) zur Analyse der Spurenmetallflüsse für eine nachhaltigere Landwirtschaft. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist über Agroscope und die Nationale Bodenbeobachtung (Nabo) am Projekt beteiligt. Des Weiteren hat das BLW beim Swiss Center for Applied Human Toxicology eine Erstellung des wissenschaftlichen Forschungsstandes zu Uran in Phosphatdüngern in Auftrag gegeben.</p><p>Uran ist in Gesteinen und Böden ein natürlich vorkommendes Element. Zusätzliche Einträge durch Dünger, die über das natürliche Niveau hinausgehen, sind im Sinne der Vorsorge möglichst zu vermeiden. Die Anpassungen der Agrarpolitik haben dazu geführt, dass heute im Vergleich zu 1990 nur noch ein Viertel der Menge an mineralischen Phosphatdüngern ausgebracht wird. Zur Minderung der mit der Düngung verbundenen Risiken stehen die Experten des Bundes in stetigem Kontakt mit der Forschung, der Praxis und den Kantonen. Dabei steht die Festlegung eines Grenzwertes für Uran im Dünger nicht im Fokus. Mehr Erfolg versprechen sich die Experten aus der Rückgewinnung von Nährstoffen und der Erleichterung der Markteinführung von mineralischen Recyclingdüngern. Ziel ist, die Stoffkreisläufe weitmöglichst zu schliessen, indem der Einsatz von Mineraldüngern auf das Minimum reduziert wird.</p>
- <p>Die Kantonschemiker warnen vor den Gefahren, die vom Uran im Dünger für unsere Umwelt und unsere Gesundheit ausgehen. Sie fordern deshalb einen Urangrenzwert im Dünger.</p><p>Es gibt keine genaue Untersuchung, wie viel Uran aus dem Dünger in das Grundwasser gelangt.</p><p>- Warum wurde im NFP 69 nicht auch der Auftrag gegeben, diese Wissenslücken zu schliessen?</p><p>- Was unternimmt das Bundesamt auf die Warnung der Kantonschemiker hin?</p>
- Uran im Dünger. Gefahr für unser Grundwasser
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Dem Bundesrat und den zuständigen Ämtern ist bekannt, dass mineralische Phosphatdünger Uran in höheren Konzentrationen beinhalten können. Im Rahmen des NFP 69 läuft derzeit ein grossangelegtes Forschungsprojekt (Misotrag) zur Analyse der Spurenmetallflüsse für eine nachhaltigere Landwirtschaft. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist über Agroscope und die Nationale Bodenbeobachtung (Nabo) am Projekt beteiligt. Des Weiteren hat das BLW beim Swiss Center for Applied Human Toxicology eine Erstellung des wissenschaftlichen Forschungsstandes zu Uran in Phosphatdüngern in Auftrag gegeben.</p><p>Uran ist in Gesteinen und Böden ein natürlich vorkommendes Element. Zusätzliche Einträge durch Dünger, die über das natürliche Niveau hinausgehen, sind im Sinne der Vorsorge möglichst zu vermeiden. Die Anpassungen der Agrarpolitik haben dazu geführt, dass heute im Vergleich zu 1990 nur noch ein Viertel der Menge an mineralischen Phosphatdüngern ausgebracht wird. Zur Minderung der mit der Düngung verbundenen Risiken stehen die Experten des Bundes in stetigem Kontakt mit der Forschung, der Praxis und den Kantonen. Dabei steht die Festlegung eines Grenzwertes für Uran im Dünger nicht im Fokus. Mehr Erfolg versprechen sich die Experten aus der Rückgewinnung von Nährstoffen und der Erleichterung der Markteinführung von mineralischen Recyclingdüngern. Ziel ist, die Stoffkreisläufe weitmöglichst zu schliessen, indem der Einsatz von Mineraldüngern auf das Minimum reduziert wird.</p>
- <p>Die Kantonschemiker warnen vor den Gefahren, die vom Uran im Dünger für unsere Umwelt und unsere Gesundheit ausgehen. Sie fordern deshalb einen Urangrenzwert im Dünger.</p><p>Es gibt keine genaue Untersuchung, wie viel Uran aus dem Dünger in das Grundwasser gelangt.</p><p>- Warum wurde im NFP 69 nicht auch der Auftrag gegeben, diese Wissenslücken zu schliessen?</p><p>- Was unternimmt das Bundesamt auf die Warnung der Kantonschemiker hin?</p>
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