Mutterschaftsurlaub für hinterbliebene Väter

ShortId
15.434
Id
20150434
Updated
10.02.2026 20:09
Language
de
Title
Mutterschaftsurlaub für hinterbliebene Väter
AdditionalIndexing
28;2836;1211
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Seit 2005 erhalten Frauen durch die Mutterschaftsversicherung während 14 Wochen einen Beitrag, damit sie die Zeit nach der Geburt ohne finanzielle Probleme voll dem Kind widmen können. Durch den Tod erlischt dieser Anspruch. Der Tod einer Mutter unmittelbar nach der Geburt trifft nicht nur das Neugeborene, sondern auch den Vater besonders schwer. Er muss sich mit der schwierigen Situation zuerst auseinandersetzen und für das Neugeborene und für die Kinder eine Betreuung organisieren. Die Präsenz des Vaters nach einem schweren Schicksalsschlag ist unerlässlich für einen guten Start ins Leben. Es gilt eine Beziehung zum Neugeborenen aufzubauen. Sind Geschwister vorhanden, kommt die Betreuung dieser Kinder hinzu. Will ein junger Vater seine Verantwortung wahrnehmen und dem Neugeborenen besondere Zuwendung schenken, die seine verstorbene Mutter nicht mehr geben kann, muss er heute unbezahlten Urlaub nehmen. </p><p>Die heutige Rechtslage ist so, dass der Anspruch auf 14 Wochen Mutterschaftsurlaub in einem solchen Fall nicht von der verstorbenen Mutter auf den Vater übertragen werden kann. Dieser Umstand ist ausserordentlich stossend, weil hier die Sozialversicherung Geld auf Kosten zweier Menschen, die vom Schicksal besonders hart getroffen wurden, spart. Diese Gesetzesänderung hat keine finanziellen Auswirkungen, weil Todesfälle wegen oder nach der Geburt der Mutter sehr selten sind. Umso mehr sollte den betroffenen Vätern in solchen Unglücksfällen gesetzlich ein bezahlter Vaterschaftsurlaub gewährt werden.</p>
  • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Das Erwerbsersatzgesetz und das Obligationenrecht sind so anzupassen, dass bei einem Todesfall der Mutter innerhalb von 14 Wochen nach der Geburt der Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen vollumfänglich dem Vater gewährt wird.</p>
  • Mutterschaftsurlaub für hinterbliebene Väter
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Seit 2005 erhalten Frauen durch die Mutterschaftsversicherung während 14 Wochen einen Beitrag, damit sie die Zeit nach der Geburt ohne finanzielle Probleme voll dem Kind widmen können. Durch den Tod erlischt dieser Anspruch. Der Tod einer Mutter unmittelbar nach der Geburt trifft nicht nur das Neugeborene, sondern auch den Vater besonders schwer. Er muss sich mit der schwierigen Situation zuerst auseinandersetzen und für das Neugeborene und für die Kinder eine Betreuung organisieren. Die Präsenz des Vaters nach einem schweren Schicksalsschlag ist unerlässlich für einen guten Start ins Leben. Es gilt eine Beziehung zum Neugeborenen aufzubauen. Sind Geschwister vorhanden, kommt die Betreuung dieser Kinder hinzu. Will ein junger Vater seine Verantwortung wahrnehmen und dem Neugeborenen besondere Zuwendung schenken, die seine verstorbene Mutter nicht mehr geben kann, muss er heute unbezahlten Urlaub nehmen. </p><p>Die heutige Rechtslage ist so, dass der Anspruch auf 14 Wochen Mutterschaftsurlaub in einem solchen Fall nicht von der verstorbenen Mutter auf den Vater übertragen werden kann. Dieser Umstand ist ausserordentlich stossend, weil hier die Sozialversicherung Geld auf Kosten zweier Menschen, die vom Schicksal besonders hart getroffen wurden, spart. Diese Gesetzesänderung hat keine finanziellen Auswirkungen, weil Todesfälle wegen oder nach der Geburt der Mutter sehr selten sind. Umso mehr sollte den betroffenen Vätern in solchen Unglücksfällen gesetzlich ein bezahlter Vaterschaftsurlaub gewährt werden.</p>
    • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Das Erwerbsersatzgesetz und das Obligationenrecht sind so anzupassen, dass bei einem Todesfall der Mutter innerhalb von 14 Wochen nach der Geburt der Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen vollumfänglich dem Vater gewährt wird.</p>
    • Mutterschaftsurlaub für hinterbliebene Väter
  • Index
    1
    Texts
    • <p>Seit 2005 erhalten Frauen durch die Mutterschaftsversicherung während 14 Wochen einen Beitrag, damit sie die Zeit nach der Geburt ohne finanzielle Probleme voll dem Kind widmen können. Durch den Tod erlischt dieser Anspruch. Der Tod einer Mutter unmittelbar nach der Geburt trifft nicht nur das Neugeborene, sondern auch den Vater besonders schwer. Er muss sich mit der schwierigen Situation zuerst auseinandersetzen und für das Neugeborene und für die Kinder eine Betreuung organisieren. Die Präsenz des Vaters nach einem schweren Schicksalsschlag ist unerlässlich für einen guten Start ins Leben. Es gilt eine Beziehung zum Neugeborenen aufzubauen. Sind Geschwister vorhanden, kommt die Betreuung dieser Kinder hinzu. Will ein junger Vater seine Verantwortung wahrnehmen und dem Neugeborenen besondere Zuwendung schenken, die seine verstorbene Mutter nicht mehr geben kann, muss er heute unbezahlten Urlaub nehmen. </p><p>Die heutige Rechtslage ist so, dass der Anspruch auf 14 Wochen Mutterschaftsurlaub in einem solchen Fall nicht von der verstorbenen Mutter auf den Vater übertragen werden kann. Dieser Umstand ist ausserordentlich stossend, weil hier die Sozialversicherung Geld auf Kosten zweier Menschen, die vom Schicksal besonders hart getroffen wurden, spart. Diese Gesetzesänderung hat keine finanziellen Auswirkungen, weil Todesfälle wegen oder nach der Geburt der Mutter sehr selten sind. Umso mehr sollte den betroffenen Vätern in solchen Unglücksfällen gesetzlich ein bezahlter Vaterschaftsurlaub gewährt werden.</p>
    • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Das Erwerbsersatzgesetz und das Obligationenrecht sind so anzupassen, dass bei einem Todesfall der Mutter innerhalb von 14 Wochen nach der Geburt der Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen vollumfänglich dem Vater gewährt wird.</p>
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