Keine Subventionen für Fleischwerbung
- ShortId
-
15.493
- Id
-
20150493
- Updated
-
10.04.2024 17:49
- Language
-
de
- Title
-
Keine Subventionen für Fleischwerbung
- AdditionalIndexing
-
15;52;55;2841
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Eine Reduktion des Fleischkonsums senkt die zur Ernährung benötigte Agrarfläche, stärkt den Selbstversorgungsgrad, schützt das Klima und verbessert die gesundheitliche Qualität der Ernährung. Vor diesem Hintergrund ist es absurd, den Fleischkonsum mit staatlich subventionierter Werbung zu fördern.</p><p>Die staatlich subventionierte Werbekampagne von Proviande ("Alles andere ist Beilage") unterläuft die Klimaschutz- und Gesundheitsvorsorgebemühungen des Bundes und stellt eine Verschwendung von Steuergeldern dar. </p><p>Für eine pflanzliche Ernährung wird eine fünfmal kleinere Ackerfläche benötigt als für die aktuelle Durchschnittsernährung. Die Schweiz importiert jährlich 430 000 Tonnen Eiweissfuttermittel. Allein die Sojaimporte haben sich in den letzten zwanzig Jahren verzehnfacht. Zu ihrer Produktion wird im Ausland eine Anbaufläche von etwa 250 000 Hektaren benötigt. Das entspricht knapp der Schweizer Ackerfläche. Ein grosser Teil der Fläche des abgeholzten Amazonaswaldes wird für den Futteranbau verwendet. Die Schweiz trägt mit ihrem hohen Fleischkonsum zur Urwaldabholzung und zur Klimaerwärmung bei.</p><p>Die Entwicklung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft ist in erster Linie von der Entwicklung der Tierbestände abhängig. Dies hält eine im Auftrag der Bundesämter für Landwirtschaft und für Umwelt sowie des Schweizerischen Bauernverbandes erstellte Studie der ETH aus dem Jahr 2009 fest.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Die rechtlichen Grundlagen sind so zu ändern, dass keine Bundessubventionen für Fleischwerbung mehr eingesetzt werden. Die Absatzförderung des Bundes ist um diesen Beitrag zu kürzen.</p>
- Keine Subventionen für Fleischwerbung
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Eine Reduktion des Fleischkonsums senkt die zur Ernährung benötigte Agrarfläche, stärkt den Selbstversorgungsgrad, schützt das Klima und verbessert die gesundheitliche Qualität der Ernährung. Vor diesem Hintergrund ist es absurd, den Fleischkonsum mit staatlich subventionierter Werbung zu fördern.</p><p>Die staatlich subventionierte Werbekampagne von Proviande ("Alles andere ist Beilage") unterläuft die Klimaschutz- und Gesundheitsvorsorgebemühungen des Bundes und stellt eine Verschwendung von Steuergeldern dar. </p><p>Für eine pflanzliche Ernährung wird eine fünfmal kleinere Ackerfläche benötigt als für die aktuelle Durchschnittsernährung. Die Schweiz importiert jährlich 430 000 Tonnen Eiweissfuttermittel. Allein die Sojaimporte haben sich in den letzten zwanzig Jahren verzehnfacht. Zu ihrer Produktion wird im Ausland eine Anbaufläche von etwa 250 000 Hektaren benötigt. Das entspricht knapp der Schweizer Ackerfläche. Ein grosser Teil der Fläche des abgeholzten Amazonaswaldes wird für den Futteranbau verwendet. Die Schweiz trägt mit ihrem hohen Fleischkonsum zur Urwaldabholzung und zur Klimaerwärmung bei.</p><p>Die Entwicklung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft ist in erster Linie von der Entwicklung der Tierbestände abhängig. Dies hält eine im Auftrag der Bundesämter für Landwirtschaft und für Umwelt sowie des Schweizerischen Bauernverbandes erstellte Studie der ETH aus dem Jahr 2009 fest.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Die rechtlichen Grundlagen sind so zu ändern, dass keine Bundessubventionen für Fleischwerbung mehr eingesetzt werden. Die Absatzförderung des Bundes ist um diesen Beitrag zu kürzen.</p>
- Keine Subventionen für Fleischwerbung
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