Hat der Schutz der italienischen Sprache im Puschlav keine Priorität mehr?
- ShortId
-
15.1070
- Id
-
20151070
- Updated
-
24.06.2025 22:22
- Language
-
de
- Title
-
Hat der Schutz der italienischen Sprache im Puschlav keine Priorität mehr?
- AdditionalIndexing
-
2831
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Post beschriftet ihre Gebäude in der jeweiligen Landessprache. Demzufolge sind ihre Gebäude im Kanton Graubünden in Rumantsch, Italienisch oder Deutsch bezeichnet. Der Logoeinsatz auf Fahrzeugen erfolgt grundsätzlich analog der Kennzeichnung der Poststellen. Abweichungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da die Fahrzeuge aus logistischen Gründen über die Sprachgrenzen hinweg zum Einsatz kommen.</p><p>Sämtliche Polizeifahrzeuge im Puschlav sind in Italienisch mit "Polizia" angeschrieben.</p><p>Auch sind die Uniformstücke in der Regel in Italienisch angeschrieben. Aspiranten, die im Praktikum sind, und Polizisten, die nach der Schule als Erststationierung dem Puschlav zugeteilt werden, werden ausnahmsweise in Deutsch angeschrieben. Der Grund liegt in der einheitlichen Uniform der Polizeischule in Amriswil. Der Wechsel auf die italienische Beschriftung erfolgt mit der Uniformbestellung im Folgejahr. Des Weiteren sind noch fünf alte Faltsignale (sogenannte Triopane) mit deutscher Anschrift im Einsatz. Die übrigen sind ebenfalls in Italienisch angeschrieben. Wenn diese alten Triopane ersetzt werden müssen, wird ebenfalls auf Italienisch gewechselt.</p><p>Gestützt auf diese Ausführungen sieht der Bundesrat in beiden Fällen keine Notwendigkeit für eine Intervention.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Vor Kurzem wurde in der Sendung "Quotidiano" auf LA1 der RSI eine Reportage zur Verwendung und zum Schutz der italienischen Sprache im Puschlav gebracht. Es wurden insbesondere die Fahrzeuge der Post, die für die Zustellung von Paketen und Briefen verwendet werden, kritisiert, da sie statt der Aufschrift "La Posta" die Aufschrift "Die Post" tragen. Meines Wissens hat die Konzernleitung der Post nicht auf diese Reportage der RSI reagiert.</p><p>Die Behörden des Kantons Graubünden scheinen auch nicht darüber besorgt zu sein, dass auf der Uniform der Polizistinnen und Polizisten im Puschlav "Polizei" (statt "Polizia") geschrieben steht und dass die dreieckigen Verkehrssignale, einschliesslich jener, die einen Verkehrsunfall anzeigen, auf Deutsch sind ("Unfall").</p><p>Ist der Bundesrat deshalb nicht auch der Ansicht, dass er intervenieren sollte, um die Post und die zuständigen Bündner Behörden zu einem grösseren Verständnis für den Respekt, den Schutz und die Förderung der italienischen Sprache im Puschlav zu bewegen?</p>
- Hat der Schutz der italienischen Sprache im Puschlav keine Priorität mehr?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Post beschriftet ihre Gebäude in der jeweiligen Landessprache. Demzufolge sind ihre Gebäude im Kanton Graubünden in Rumantsch, Italienisch oder Deutsch bezeichnet. Der Logoeinsatz auf Fahrzeugen erfolgt grundsätzlich analog der Kennzeichnung der Poststellen. Abweichungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da die Fahrzeuge aus logistischen Gründen über die Sprachgrenzen hinweg zum Einsatz kommen.</p><p>Sämtliche Polizeifahrzeuge im Puschlav sind in Italienisch mit "Polizia" angeschrieben.</p><p>Auch sind die Uniformstücke in der Regel in Italienisch angeschrieben. Aspiranten, die im Praktikum sind, und Polizisten, die nach der Schule als Erststationierung dem Puschlav zugeteilt werden, werden ausnahmsweise in Deutsch angeschrieben. Der Grund liegt in der einheitlichen Uniform der Polizeischule in Amriswil. Der Wechsel auf die italienische Beschriftung erfolgt mit der Uniformbestellung im Folgejahr. Des Weiteren sind noch fünf alte Faltsignale (sogenannte Triopane) mit deutscher Anschrift im Einsatz. Die übrigen sind ebenfalls in Italienisch angeschrieben. Wenn diese alten Triopane ersetzt werden müssen, wird ebenfalls auf Italienisch gewechselt.</p><p>Gestützt auf diese Ausführungen sieht der Bundesrat in beiden Fällen keine Notwendigkeit für eine Intervention.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Vor Kurzem wurde in der Sendung "Quotidiano" auf LA1 der RSI eine Reportage zur Verwendung und zum Schutz der italienischen Sprache im Puschlav gebracht. Es wurden insbesondere die Fahrzeuge der Post, die für die Zustellung von Paketen und Briefen verwendet werden, kritisiert, da sie statt der Aufschrift "La Posta" die Aufschrift "Die Post" tragen. Meines Wissens hat die Konzernleitung der Post nicht auf diese Reportage der RSI reagiert.</p><p>Die Behörden des Kantons Graubünden scheinen auch nicht darüber besorgt zu sein, dass auf der Uniform der Polizistinnen und Polizisten im Puschlav "Polizei" (statt "Polizia") geschrieben steht und dass die dreieckigen Verkehrssignale, einschliesslich jener, die einen Verkehrsunfall anzeigen, auf Deutsch sind ("Unfall").</p><p>Ist der Bundesrat deshalb nicht auch der Ansicht, dass er intervenieren sollte, um die Post und die zuständigen Bündner Behörden zu einem grösseren Verständnis für den Respekt, den Schutz und die Förderung der italienischen Sprache im Puschlav zu bewegen?</p>
- Hat der Schutz der italienischen Sprache im Puschlav keine Priorität mehr?
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