Biodiversitätsförderflächen. Wie weiter?

ShortId
15.3192
Id
20153192
Updated
25.06.2025 00:02
Language
de
Title
Biodiversitätsförderflächen. Wie weiter?
AdditionalIndexing
52;55
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die BFF sind unbestritten ein wichtiger Teil der Leistungen der Landwirtschaft zugunsten der Allgemeinheit, aber auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit des eigenen Betriebssystems. Die Erwartungen an die positiven Effekte dieser BFF-Elemente sind hoch. </p><p>In der Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017 wurden in Bezug auf die quantitative und qualitative Entwicklung der BFF klare Ziele gesetzt, was sehr begrüsst wird. Es ist jedoch nicht klar, inwieweit diese Ziele bereits erreicht wurden oder wie der Zielerreichungsgrad aktuell ist. In den letzten Debatten wurde in Bezug auf die BFF seitens vieler Akteure die klare Absicht zu mehr Qualität statt mehr Fläche geäussert. Dieser Grundsatz verlangt nach einer Stärkung der Qualitätsstufen 2 und 3 der BFF. Es ist jedoch unklar, wie dies erreicht werden soll. Es scheint deutlich wichtiger, die BFF am richtigen Ort in der richtigen Qualität einzusetzen, als möglichst viel davon zu haben.</p>
  • <p>Die Landwirtschaft leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität. Diesbezügliche Leistungen der Bauern und Bäuerinnen werden über die Direktzahlungsverordnung mit den Biodiversitätsbeiträgen honoriert. Konkrete Zahlen über die Entwicklung der Biodiversitätsförderflächen werden alljährlich im Agrarbericht abgebildet.</p><p>Mit der Agrarpolitik 2014-2017 hat der Bundesrat die Beitragshöhen der Qualitätsstufe 1 beibehalten und diejenigen für die Qualitätsstufe 2 fallweise erhöht. Das längerfristige Flächenziel bei der Biodiversität von 65 000 Hektaren im Talgebiet wurde 2013 erreicht. Bestehen regional noch gewisse Flächendefizite, sind bei der Qualität und der Anordnung der Flächen noch grössere Ziellücken vorhanden. Der Bundesrat wird deshalb kurzfristig eine zielgerichtete Anpassung der Beiträge prüfen, um den Anreiz für Flächen der Qualitätsstufe 1 zu reduzieren und fallweise für die Qualitätsstufe 2 zu erhöhen.</p><p>Im Rahmen der Weiterentwicklung der Agrarpolitik wird das WBF gemeinsam mit dem UVEK eine Auslegeordnung über die nötigen Instrumente für die Erhaltung und Förderung einer qualitativ hochstehenden Biodiversität in der Landwirtschaft erarbeiten.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert darzulegen, wie sich die Biodiversitätsförderflächen (BFF) in den verschiedenen Qualitätsstufen entwickelt haben und wie die künftige Entwicklung mit den agrarpolitischen Instrumenten konkret gelenkt werden soll. Es soll gezeigt werden, welche Massnahmen in den nächsten Verordnungsrevisionen ergriffen werden.</p>
  • Biodiversitätsförderflächen. Wie weiter?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die BFF sind unbestritten ein wichtiger Teil der Leistungen der Landwirtschaft zugunsten der Allgemeinheit, aber auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit des eigenen Betriebssystems. Die Erwartungen an die positiven Effekte dieser BFF-Elemente sind hoch. </p><p>In der Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017 wurden in Bezug auf die quantitative und qualitative Entwicklung der BFF klare Ziele gesetzt, was sehr begrüsst wird. Es ist jedoch nicht klar, inwieweit diese Ziele bereits erreicht wurden oder wie der Zielerreichungsgrad aktuell ist. In den letzten Debatten wurde in Bezug auf die BFF seitens vieler Akteure die klare Absicht zu mehr Qualität statt mehr Fläche geäussert. Dieser Grundsatz verlangt nach einer Stärkung der Qualitätsstufen 2 und 3 der BFF. Es ist jedoch unklar, wie dies erreicht werden soll. Es scheint deutlich wichtiger, die BFF am richtigen Ort in der richtigen Qualität einzusetzen, als möglichst viel davon zu haben.</p>
    • <p>Die Landwirtschaft leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität. Diesbezügliche Leistungen der Bauern und Bäuerinnen werden über die Direktzahlungsverordnung mit den Biodiversitätsbeiträgen honoriert. Konkrete Zahlen über die Entwicklung der Biodiversitätsförderflächen werden alljährlich im Agrarbericht abgebildet.</p><p>Mit der Agrarpolitik 2014-2017 hat der Bundesrat die Beitragshöhen der Qualitätsstufe 1 beibehalten und diejenigen für die Qualitätsstufe 2 fallweise erhöht. Das längerfristige Flächenziel bei der Biodiversität von 65 000 Hektaren im Talgebiet wurde 2013 erreicht. Bestehen regional noch gewisse Flächendefizite, sind bei der Qualität und der Anordnung der Flächen noch grössere Ziellücken vorhanden. Der Bundesrat wird deshalb kurzfristig eine zielgerichtete Anpassung der Beiträge prüfen, um den Anreiz für Flächen der Qualitätsstufe 1 zu reduzieren und fallweise für die Qualitätsstufe 2 zu erhöhen.</p><p>Im Rahmen der Weiterentwicklung der Agrarpolitik wird das WBF gemeinsam mit dem UVEK eine Auslegeordnung über die nötigen Instrumente für die Erhaltung und Förderung einer qualitativ hochstehenden Biodiversität in der Landwirtschaft erarbeiten.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert darzulegen, wie sich die Biodiversitätsförderflächen (BFF) in den verschiedenen Qualitätsstufen entwickelt haben und wie die künftige Entwicklung mit den agrarpolitischen Instrumenten konkret gelenkt werden soll. Es soll gezeigt werden, welche Massnahmen in den nächsten Verordnungsrevisionen ergriffen werden.</p>
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