Erhöhung der Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel rasch und nicht erst ab 2030 umsetzen

ShortId
15.3298
Id
20153298
Updated
28.07.2023 06:11
Language
de
Title
Erhöhung der Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel rasch und nicht erst ab 2030 umsetzen
AdditionalIndexing
48
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Bundesrat und Parlament haben sich für eine Verdoppelung der Strassenröhre am Gotthard entschieden, was zu einem Sicherheitsgewinn führen soll. Da die Sanierung des bestehenden Tunnels inklusive Bau einer weiteren zweispurigen Röhre Zeit braucht, würde frühestens ab dem Jahr 2030 ein Sicherheitsgewinn bestehen. Bereits jetzt ist es jedoch möglich, mit den zwei vorgeschlagenen, schnell realisierbaren Massnahmen, die Sicherheit im Tunnel signifikant zu erhöhen. </p><p>Mit Tempo 60 können das Risiko auf Kollisionen sowie deren Wirkung verringert werden. Es handelt sich dabei um eine Massnahme, die als äquivalent zum aktuellen Tropfenzählersystem für den Schwerverkehr betrachtet werden kann, welches gemäss dem Willen von Bundesrat und Parlament bekanntlich zukünftig eine Aufwertung von Verordnungs- auf Gesetzesstufe erfährt. Die Zahl der Unfälle ist seit der Einführung des Tropfenzählers auf fast ein Viertel der früheren Werte zurückgegangen.</p><p>Mit einem Thermoportal können Lastwagenbrände im Tunnel vermieden werden. Bei fast allen grösseren Unfällen im Gotthard-Strassentunnel war bisher ein Lastwagen beteiligt, schreibt der Bundesrat in der Antwort auf die Interpellation 14.3393, "Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel". Besondere Gefahr geht in Nationalstrassentunnels von Lastwagenbränden aus. Deshalb ist in Airolo seit 2013 ein Thermoportal in Betrieb, das erfolgreich dazu beiträgt, Brände von nordwärts fahrenden schweren Motorfahrzeugen im Gotthardtunnel zu verhindern. Gemäss der Antwort auf die Interpellation 13.3058 können durch ein solches Portal drei brandkritische Fälle pro Jahr vermieden werden. Das Thermoportal in Airolo hat lediglich Kosten von zwei Millionen Franken verursacht. In Bezug auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist diese Massnahme somit allen anderen Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Gotthardtunnel überlegen.</p>
  • <p>1. Wie der Bundesrat bereits in seiner Antwort auf die Interpellation Stadler 14.3393, "Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel", festgehalten hat, kann der Gotthard-Strassentunnel mit einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometer sicher befahren werden. Im Interesse einer effizienten Nutzung dieser Verkehrsinfrastruktur lehnt es der Bundesrat deshalb ab, die Geschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer zu reduzieren.</p><p>2. Die Installation eines Thermoportals auf der Nordseite des Gotthard-Strassentunnels wird voraussichtlich 2016 erfolgen (vgl. dazu auch die Antwort des Bundesrates auf die Interpellation Rytz Regula 13.3058, "Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel").</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, als Ergänzung zu den bisherigen Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Gotthard-Strassentunnel:</p><p>1. bis zum Ende der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels eine Temporeduktion von 80 auf 60 Stundenkilometern zu veranlassen;</p><p>2. ein sogenanntes Thermoportal beim Nordportal in Göschenen zu errichten. Diese Vorrichtung vermeidet Lastwagenbrände im Tunnel und ist beim Südportal in Airolo seit 2013 in Betrieb.</p>
  • Erhöhung der Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel rasch und nicht erst ab 2030 umsetzen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Bundesrat und Parlament haben sich für eine Verdoppelung der Strassenröhre am Gotthard entschieden, was zu einem Sicherheitsgewinn führen soll. Da die Sanierung des bestehenden Tunnels inklusive Bau einer weiteren zweispurigen Röhre Zeit braucht, würde frühestens ab dem Jahr 2030 ein Sicherheitsgewinn bestehen. Bereits jetzt ist es jedoch möglich, mit den zwei vorgeschlagenen, schnell realisierbaren Massnahmen, die Sicherheit im Tunnel signifikant zu erhöhen. </p><p>Mit Tempo 60 können das Risiko auf Kollisionen sowie deren Wirkung verringert werden. Es handelt sich dabei um eine Massnahme, die als äquivalent zum aktuellen Tropfenzählersystem für den Schwerverkehr betrachtet werden kann, welches gemäss dem Willen von Bundesrat und Parlament bekanntlich zukünftig eine Aufwertung von Verordnungs- auf Gesetzesstufe erfährt. Die Zahl der Unfälle ist seit der Einführung des Tropfenzählers auf fast ein Viertel der früheren Werte zurückgegangen.</p><p>Mit einem Thermoportal können Lastwagenbrände im Tunnel vermieden werden. Bei fast allen grösseren Unfällen im Gotthard-Strassentunnel war bisher ein Lastwagen beteiligt, schreibt der Bundesrat in der Antwort auf die Interpellation 14.3393, "Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel". Besondere Gefahr geht in Nationalstrassentunnels von Lastwagenbränden aus. Deshalb ist in Airolo seit 2013 ein Thermoportal in Betrieb, das erfolgreich dazu beiträgt, Brände von nordwärts fahrenden schweren Motorfahrzeugen im Gotthardtunnel zu verhindern. Gemäss der Antwort auf die Interpellation 13.3058 können durch ein solches Portal drei brandkritische Fälle pro Jahr vermieden werden. Das Thermoportal in Airolo hat lediglich Kosten von zwei Millionen Franken verursacht. In Bezug auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist diese Massnahme somit allen anderen Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Gotthardtunnel überlegen.</p>
    • <p>1. Wie der Bundesrat bereits in seiner Antwort auf die Interpellation Stadler 14.3393, "Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel", festgehalten hat, kann der Gotthard-Strassentunnel mit einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometer sicher befahren werden. Im Interesse einer effizienten Nutzung dieser Verkehrsinfrastruktur lehnt es der Bundesrat deshalb ab, die Geschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer zu reduzieren.</p><p>2. Die Installation eines Thermoportals auf der Nordseite des Gotthard-Strassentunnels wird voraussichtlich 2016 erfolgen (vgl. dazu auch die Antwort des Bundesrates auf die Interpellation Rytz Regula 13.3058, "Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel").</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, als Ergänzung zu den bisherigen Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Gotthard-Strassentunnel:</p><p>1. bis zum Ende der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels eine Temporeduktion von 80 auf 60 Stundenkilometern zu veranlassen;</p><p>2. ein sogenanntes Thermoportal beim Nordportal in Göschenen zu errichten. Diese Vorrichtung vermeidet Lastwagenbrände im Tunnel und ist beim Südportal in Airolo seit 2013 in Betrieb.</p>
    • Erhöhung der Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel rasch und nicht erst ab 2030 umsetzen

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