Investitionen in die Eisenbahnstrecke Lausanne-Bern auf die Umfahrung des kritischen Abschnitts Flamatt-Schmitten konzentrieren?

ShortId
15.3424
Id
20153424
Updated
25.06.2025 00:10
Language
de
Title
Investitionen in die Eisenbahnstrecke Lausanne-Bern auf die Umfahrung des kritischen Abschnitts Flamatt-Schmitten konzentrieren?
AdditionalIndexing
48
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Aus geologischen Gründen wird die Bahnlinie auf dem Abschnitt zwischen dem Steilhang bei Flamatt und dem Schmittentunnel trotz gründlichen und kostenintensiven Unterhalts häufig durch Erdrutsche unterbrochen. Es ginge darum, die Zweckmässigkeit und den Nutzen eines neuen Bahnabschnitts, als Ersatz oder als Ergänzung, zu prüfen. Mehrere Konzepte kommen infrage, insbesondere:</p><p>1. die Umfahrung durch einen Tunnel, südlich der bestehenden Strecke, von der Sensebrücke bei Flamatt bis Schmitten;</p><p>2. ein kürzerer Tunnel westlich von Flamatt bis Schmitten; oder</p><p>3. eine Verbindung zwischen Schmitten und der Linie Bern-Neuenburg.</p><p>Die Vor- und Nachteile dieser Varianten wären hinsichtlich Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Parallelverkehr und Angebot im Vergleich zum Status quo zu prüfen. Zu untersuchen wäre, ob eine der vorgeschlagenen Varianten nicht zu einem ebenso hohen Zeitgewinn führt wie mehrere kleine Änderungen anderweitig auf der Strecke Lausanne-Bern und ob sich in Verbindung mit dem neuen Rollmaterial genügend Zeitgewinn ergibt, um zur vollen und zur halben Stunde einen vollwertigen Knotenpunkt Lausanne zu bilden. Falls im Bericht die Zweckmässigkeit einer der Varianten bestätigt wird, könnte ein Teil der Mittel verwendet werden, die für die Strecke Lausanne-Bern bereits im Rahmen der Projekte ZEB und Step 2025 (Art. 1 Abs. 2 Bst. a des Bundesbeschlusses über den Ausbauschritt der Eisenbahninfrastruktur) bewilligt worden sind. Denkbar wäre aber auch, das Projekt in Step 2030 aufzunehmen oder beide Möglichkeiten zu kombinieren.</p>
  • <p>Der Streckenabschnitt Flamatt-Schmitten liegt in einem geologisch instabilen Bereich. Er ist ein Teilstück der Bahnlinie Bern-Lausanne, welche die Deutschschweiz mit der Romandie verbindet und von strategischer Bedeutung ist. Im Rahmen von Step wurden die Möglichkeiten von Fahrzeitverkürzungen zwischen Bern und Lausanne untersucht. Dabei bezogen sich bestimmte Überlegungen auch auf den fraglichen Abschnitt und auf eine Verbesserung der Betriebszuverlässigkeit in Form eines Synergieeffekts. Wegen der im Vergleich mit den erzielten Fahrzeitgewinnen und Vorteilen für die Betriebszuverlässigkeit hohen Kosten wurden diese Varianten jedoch nicht weiterverfolgt.</p><p>Im Lichte der erneuten Unwetterschäden auf dem Abschnitt Flamatt-Schmitten ist eine neuerliche Prüfung der Situation jedoch angezeigt. Dabei sind die bereits vorliegenden Studienergebnisse zu berücksichtigen. Die Situationsanalyse und die bereits bekannten Studienergebnisse sollen in einem Synthesebericht zusammengeführt werden.</p><p>Aus diesen Gründen unterstützt der Bundesrat den Vorschlag, einen Synthesebericht zu verfassen. Dieser soll prüfen, ob der Bau eines neuen Streckenabschnitts, verglichen mit dem kostspieligen Unterhalt des derzeitigen Abschnitts, zweckmässig ist.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Möglichkeiten zum Bau eines neuen Bahnabschnitts vorzulegen, damit die störanfällige Strecke Flamatt-Schmitten optimiert wird und auf der Strecke Bern-Lausanne einige Minuten gewonnen werden.</p>
  • Investitionen in die Eisenbahnstrecke Lausanne-Bern auf die Umfahrung des kritischen Abschnitts Flamatt-Schmitten konzentrieren?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Aus geologischen Gründen wird die Bahnlinie auf dem Abschnitt zwischen dem Steilhang bei Flamatt und dem Schmittentunnel trotz gründlichen und kostenintensiven Unterhalts häufig durch Erdrutsche unterbrochen. Es ginge darum, die Zweckmässigkeit und den Nutzen eines neuen Bahnabschnitts, als Ersatz oder als Ergänzung, zu prüfen. Mehrere Konzepte kommen infrage, insbesondere:</p><p>1. die Umfahrung durch einen Tunnel, südlich der bestehenden Strecke, von der Sensebrücke bei Flamatt bis Schmitten;</p><p>2. ein kürzerer Tunnel westlich von Flamatt bis Schmitten; oder</p><p>3. eine Verbindung zwischen Schmitten und der Linie Bern-Neuenburg.</p><p>Die Vor- und Nachteile dieser Varianten wären hinsichtlich Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Parallelverkehr und Angebot im Vergleich zum Status quo zu prüfen. Zu untersuchen wäre, ob eine der vorgeschlagenen Varianten nicht zu einem ebenso hohen Zeitgewinn führt wie mehrere kleine Änderungen anderweitig auf der Strecke Lausanne-Bern und ob sich in Verbindung mit dem neuen Rollmaterial genügend Zeitgewinn ergibt, um zur vollen und zur halben Stunde einen vollwertigen Knotenpunkt Lausanne zu bilden. Falls im Bericht die Zweckmässigkeit einer der Varianten bestätigt wird, könnte ein Teil der Mittel verwendet werden, die für die Strecke Lausanne-Bern bereits im Rahmen der Projekte ZEB und Step 2025 (Art. 1 Abs. 2 Bst. a des Bundesbeschlusses über den Ausbauschritt der Eisenbahninfrastruktur) bewilligt worden sind. Denkbar wäre aber auch, das Projekt in Step 2030 aufzunehmen oder beide Möglichkeiten zu kombinieren.</p>
    • <p>Der Streckenabschnitt Flamatt-Schmitten liegt in einem geologisch instabilen Bereich. Er ist ein Teilstück der Bahnlinie Bern-Lausanne, welche die Deutschschweiz mit der Romandie verbindet und von strategischer Bedeutung ist. Im Rahmen von Step wurden die Möglichkeiten von Fahrzeitverkürzungen zwischen Bern und Lausanne untersucht. Dabei bezogen sich bestimmte Überlegungen auch auf den fraglichen Abschnitt und auf eine Verbesserung der Betriebszuverlässigkeit in Form eines Synergieeffekts. Wegen der im Vergleich mit den erzielten Fahrzeitgewinnen und Vorteilen für die Betriebszuverlässigkeit hohen Kosten wurden diese Varianten jedoch nicht weiterverfolgt.</p><p>Im Lichte der erneuten Unwetterschäden auf dem Abschnitt Flamatt-Schmitten ist eine neuerliche Prüfung der Situation jedoch angezeigt. Dabei sind die bereits vorliegenden Studienergebnisse zu berücksichtigen. Die Situationsanalyse und die bereits bekannten Studienergebnisse sollen in einem Synthesebericht zusammengeführt werden.</p><p>Aus diesen Gründen unterstützt der Bundesrat den Vorschlag, einen Synthesebericht zu verfassen. Dieser soll prüfen, ob der Bau eines neuen Streckenabschnitts, verglichen mit dem kostspieligen Unterhalt des derzeitigen Abschnitts, zweckmässig ist.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Möglichkeiten zum Bau eines neuen Bahnabschnitts vorzulegen, damit die störanfällige Strecke Flamatt-Schmitten optimiert wird und auf der Strecke Bern-Lausanne einige Minuten gewonnen werden.</p>
    • Investitionen in die Eisenbahnstrecke Lausanne-Bern auf die Umfahrung des kritischen Abschnitts Flamatt-Schmitten konzentrieren?

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