Bürokratieabbau. Weniger Aufwand bei der Erfassung der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen

ShortId
15.3463
Id
20153463
Updated
24.06.2025 23:57
Language
de
Title
Bürokratieabbau. Weniger Aufwand bei der Erfassung der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen
AdditionalIndexing
2841;15
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Somed-Statistik soll dem Bund ermöglichen, "die Wirtschaftlichkeit und Qualität der Leistungen" (Art. 22a Abs. 1 KVG) im Gesundheitswesen zu überwachen. Die Leistungserbringer sind verpflichtet an der Datenerhebung der Somed-Statistik umfänglich teilzunehmen.</p><p>Berichte aus der Branche stellen der Somed-Statistik allerdings ein schlechtes Zeugnis aus. Gerade für kleinere Unternehmen sei der Aufwand sehr gross. Das webbasierte Formular und die Fehlermeldungen seien unklar und der Zeitaufwand gross.</p><p>Zusätzlich müssen bei den Kantonen ähnliche Daten eingereicht werden, was zu Doppelbelastungen führt. Der Bundesrat hatte bereits in seiner Antwort auf eine Interpellation 06.3217 im Jahr 2006 explizit festgehalten, dass Doppelerhebungen im Rahmen der neuen Somed vermieden werden können. Die Kantone stellen zudem fest, dass teilweise erhebliche Differenzen zwischen den bei ihnen eingereichten Daten und jenen der Somed bestehen.</p><p>Informatisch gesehen, sollte es möglich sein, entweder die Somed so zu verbessern, dass auf die kantonalen Erhebungen verzichtet werden kann oder die spezifisch kantonalen Informationsbedürfnisse in den "nationalen Fragebogen" integriert werden.</p>
  • <p>Zurzeit werden parallel zur Somed Erhebungen durchgeführt, die nach spezifischen Informationen fragen, welche auf nationaler Ebene nicht erhoben werden können. Diese Situation zeigt, dass der Bund die Koordination mit den involvierten Partnern, insbesondere mit den Kantonen, weiterführen muss. Dieses Vorgehen ist notwendig, soll die Somed weiterhin den Auftrag betreffend Artikel 22a KVG (SR 832.10) erfüllen und gleichzeitig den Bedürfnissen der Partner, welche die parallel laufenden Erhebungen durchführen, Rechnung tragen. Es ist sicherzustellen, dass diese nationale Vollerhebung weiterhin qualitativ hochstehende, mit anderen Informationssystemen der Schweiz übereinstimmende Daten liefert, ohne die Datenlieferanten zu sehr zu belasten.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, in Zusammenarbeit mit den Partnern, zu untersuchen, auf welche Art und Weise die möglichen Redundanzen bei den Erhebungen gelöst und der Arbeitsaufwand für die Datenlieferanten reduziert werden könnte. Der Bundesrat ist zudem gewillt, über dieses Anliegen einen Bericht zu schreiben und zu untersuchen, welche Massnahmen helfen könnten und/oder sollten, um das gewünschte Ziel zu erreichen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie der Aufwand bei der Datenerhebung der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen (Somed) reduziert werden kann. Insbesondere soll der Bundesrat:</p><p>1. die Möglichkeit prüfen, Leistungserbringer von den parallel laufenden kantonalen Datenerhebungen zu befreien, diese zu kombinieren oder letztere vollständig in die Somed zu integrieren;</p><p>2. Möglichkeiten aufzeigen, wie das webbasierte Formular benutzerfreundlicher gestaltet werden könnte, um den Aufwand auch für KMU in diesem Bereich zu reduzieren. Insbesondere ist eine Vereinfachung der Definitionen zu prüfen und ob Daten, welche bereits bei Krankenversicherungen oder Steuerbehörden einzureichen sind, automatisch in das Formular übertragen werden könnten.</p>
  • Bürokratieabbau. Weniger Aufwand bei der Erfassung der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Somed-Statistik soll dem Bund ermöglichen, "die Wirtschaftlichkeit und Qualität der Leistungen" (Art. 22a Abs. 1 KVG) im Gesundheitswesen zu überwachen. Die Leistungserbringer sind verpflichtet an der Datenerhebung der Somed-Statistik umfänglich teilzunehmen.</p><p>Berichte aus der Branche stellen der Somed-Statistik allerdings ein schlechtes Zeugnis aus. Gerade für kleinere Unternehmen sei der Aufwand sehr gross. Das webbasierte Formular und die Fehlermeldungen seien unklar und der Zeitaufwand gross.</p><p>Zusätzlich müssen bei den Kantonen ähnliche Daten eingereicht werden, was zu Doppelbelastungen führt. Der Bundesrat hatte bereits in seiner Antwort auf eine Interpellation 06.3217 im Jahr 2006 explizit festgehalten, dass Doppelerhebungen im Rahmen der neuen Somed vermieden werden können. Die Kantone stellen zudem fest, dass teilweise erhebliche Differenzen zwischen den bei ihnen eingereichten Daten und jenen der Somed bestehen.</p><p>Informatisch gesehen, sollte es möglich sein, entweder die Somed so zu verbessern, dass auf die kantonalen Erhebungen verzichtet werden kann oder die spezifisch kantonalen Informationsbedürfnisse in den "nationalen Fragebogen" integriert werden.</p>
    • <p>Zurzeit werden parallel zur Somed Erhebungen durchgeführt, die nach spezifischen Informationen fragen, welche auf nationaler Ebene nicht erhoben werden können. Diese Situation zeigt, dass der Bund die Koordination mit den involvierten Partnern, insbesondere mit den Kantonen, weiterführen muss. Dieses Vorgehen ist notwendig, soll die Somed weiterhin den Auftrag betreffend Artikel 22a KVG (SR 832.10) erfüllen und gleichzeitig den Bedürfnissen der Partner, welche die parallel laufenden Erhebungen durchführen, Rechnung tragen. Es ist sicherzustellen, dass diese nationale Vollerhebung weiterhin qualitativ hochstehende, mit anderen Informationssystemen der Schweiz übereinstimmende Daten liefert, ohne die Datenlieferanten zu sehr zu belasten.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, in Zusammenarbeit mit den Partnern, zu untersuchen, auf welche Art und Weise die möglichen Redundanzen bei den Erhebungen gelöst und der Arbeitsaufwand für die Datenlieferanten reduziert werden könnte. Der Bundesrat ist zudem gewillt, über dieses Anliegen einen Bericht zu schreiben und zu untersuchen, welche Massnahmen helfen könnten und/oder sollten, um das gewünschte Ziel zu erreichen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie der Aufwand bei der Datenerhebung der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen (Somed) reduziert werden kann. Insbesondere soll der Bundesrat:</p><p>1. die Möglichkeit prüfen, Leistungserbringer von den parallel laufenden kantonalen Datenerhebungen zu befreien, diese zu kombinieren oder letztere vollständig in die Somed zu integrieren;</p><p>2. Möglichkeiten aufzeigen, wie das webbasierte Formular benutzerfreundlicher gestaltet werden könnte, um den Aufwand auch für KMU in diesem Bereich zu reduzieren. Insbesondere ist eine Vereinfachung der Definitionen zu prüfen und ob Daten, welche bereits bei Krankenversicherungen oder Steuerbehörden einzureichen sind, automatisch in das Formular übertragen werden könnten.</p>
    • Bürokratieabbau. Weniger Aufwand bei der Erfassung der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen

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