Stärkung der frühkindlichen Förderung
- ShortId
-
15.3530
- Id
-
20153530
- Updated
-
28.07.2023 05:51
- Language
-
de
- Title
-
Stärkung der frühkindlichen Förderung
- AdditionalIndexing
-
24;28;32
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die frühe Förderung von Kindern aus sozial schlechtergestellten Familien ist unter verschiedenen Aspekten wichtig: Sie entlastet den Sozialstaat, da Kinder aus benachteiligten Familien, die systematisch gefördert werden, später weniger Bedarf an schulischen Fördermassnahmen benötigen, gesünder sind und leichter Arbeit finden. Richtig gehandhabt dient die frühe Förderung auch der Heranbildung eigener Fachkräfte, die dringend benötigt werden. Nicht zuletzt ist es für die betroffenen Familien eine Massnahme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Bund engagiert sich mit der Finanzhilfe zur familienergänzenden Kinderbetreuung. Sie wurde letzten Herbst bis 2019 verlängert. Zudem gibt es spezielle Angebote des Staatssekretariats für Migration. Kantone und Gemeinden engagieren sich im Bereich der vorschulischen Erziehung. Trotzdem gilt die Schweiz als Land, das sehr wenig in der frühen Förderung unternimmt. Ein einheitliches Förderkonzept fehlt. Verschiedene Studien haben auf diese unbefriedigende Situation hingewiesen. Hier steckt also noch ein grosses Potenzial, das es angesichts der notwendigen Entlastung des Sozialstaats und des sich verschärfenden Fachkräftemangels zu nutzen gilt.</p>
- <p>Der Bundesrat teilt die Einschätzung der Postulantin, dass die frühkindliche Förderung ein wichtiges Instrument zur Förderung der Chancengerechtigkeit von Kindern ist. Die Wahrnehmung dieser Aufgabe liegt allerdings in der alleinigen Kompetenz der Kantone und Gemeinden, weswegen deren Ausgestaltung in der Schweiz ausgesprochen heterogen und vielfältig ist. Der Bund unterstützt die zuständigen Kantone und Gemeinden bei der frühkindlichen Bildung im Rahmen der Integrationsförderung und des nationalen Armutsprogramms. Im Rahmen des TAK-Integrationsdialogs "Aufwachsen - gesund ins Leben starten" wurden mit Fach- und Berufsorganisationen Ziele und notwendige Massnahmen für bessere gesundheitliche Voraussetzungen und eine chancengleiche frühkindliche Entwicklung von sozial benachteiligten Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund formuliert. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass sich der Bund dort, wo dies möglich ist, bereits effektiv engagiert und ein zusätzlicher Bericht deshalb nicht erforderlich ist. Zudem erachtet es der Bundesrat nicht als wünschenswert, die Kompetenzordnung zwischen Kantonen und Bund infrage zu stellen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, dem Parlament einen Bericht zur aktuellen Lage der frühkindlichen Förderung in der Schweiz sowie Vorschläge zu ihrer Stärkung zu unterbreiten.</p>
- Stärkung der frühkindlichen Förderung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die frühe Förderung von Kindern aus sozial schlechtergestellten Familien ist unter verschiedenen Aspekten wichtig: Sie entlastet den Sozialstaat, da Kinder aus benachteiligten Familien, die systematisch gefördert werden, später weniger Bedarf an schulischen Fördermassnahmen benötigen, gesünder sind und leichter Arbeit finden. Richtig gehandhabt dient die frühe Förderung auch der Heranbildung eigener Fachkräfte, die dringend benötigt werden. Nicht zuletzt ist es für die betroffenen Familien eine Massnahme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Bund engagiert sich mit der Finanzhilfe zur familienergänzenden Kinderbetreuung. Sie wurde letzten Herbst bis 2019 verlängert. Zudem gibt es spezielle Angebote des Staatssekretariats für Migration. Kantone und Gemeinden engagieren sich im Bereich der vorschulischen Erziehung. Trotzdem gilt die Schweiz als Land, das sehr wenig in der frühen Förderung unternimmt. Ein einheitliches Förderkonzept fehlt. Verschiedene Studien haben auf diese unbefriedigende Situation hingewiesen. Hier steckt also noch ein grosses Potenzial, das es angesichts der notwendigen Entlastung des Sozialstaats und des sich verschärfenden Fachkräftemangels zu nutzen gilt.</p>
- <p>Der Bundesrat teilt die Einschätzung der Postulantin, dass die frühkindliche Förderung ein wichtiges Instrument zur Förderung der Chancengerechtigkeit von Kindern ist. Die Wahrnehmung dieser Aufgabe liegt allerdings in der alleinigen Kompetenz der Kantone und Gemeinden, weswegen deren Ausgestaltung in der Schweiz ausgesprochen heterogen und vielfältig ist. Der Bund unterstützt die zuständigen Kantone und Gemeinden bei der frühkindlichen Bildung im Rahmen der Integrationsförderung und des nationalen Armutsprogramms. Im Rahmen des TAK-Integrationsdialogs "Aufwachsen - gesund ins Leben starten" wurden mit Fach- und Berufsorganisationen Ziele und notwendige Massnahmen für bessere gesundheitliche Voraussetzungen und eine chancengleiche frühkindliche Entwicklung von sozial benachteiligten Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund formuliert. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass sich der Bund dort, wo dies möglich ist, bereits effektiv engagiert und ein zusätzlicher Bericht deshalb nicht erforderlich ist. Zudem erachtet es der Bundesrat nicht als wünschenswert, die Kompetenzordnung zwischen Kantonen und Bund infrage zu stellen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, dem Parlament einen Bericht zur aktuellen Lage der frühkindlichen Förderung in der Schweiz sowie Vorschläge zu ihrer Stärkung zu unterbreiten.</p>
- Stärkung der frühkindlichen Förderung
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