Standortbestimmung zur Fischerei in Schweizer Seen und Fliessgewässern
- ShortId
-
15.3795
- Id
-
20153795
- Updated
-
25.06.2025 00:10
- Language
-
de
- Title
-
Standortbestimmung zur Fischerei in Schweizer Seen und Fliessgewässern
- AdditionalIndexing
-
15;32;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Qualität der Schweizer Seen und Fliessgewässer hat sich in den letzten Jahrzehnten dank den praktisch landesweit errichteten Kläranlagen beträchtlich verbessert. So finden sich heute zum Beispiel in vielen Seen Fischarten wie der Seesaibling, welche Sauerstoff bis in grosse Tiefen benötigen. Auch ist die Eutrophierung deutlich zurückgegangen. Die Situation des jahrhundertealten Fischereigewerbes hingegen ist nach wie vor prekär. Es ist fast unmöglich geworden, von den Fischereieinkünften zu leben. So erleiden die Fischer Einkommenseinbussen aufgrund von geringeren Ausbeuten, höheren Betriebskosten und einer stets wachsenden Konkurrenz durch die Importprodukte. Der Bundesrat wird deshalb ersucht, einen Bericht vorzulegen, in dem die heutige Situation der Schweizer Seen und Fliessgewässer, in denen Fischerei betrieben wird, eingehend untersucht wird, und Massnahmen zur Gewährleistung einer nachhaltigen Nutzung der einheimischen Fischbestände vorzuschlagen. Dieser - in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Kreisen zu erstellende - Bericht soll den ökologischen und sozioökonomischen Aspekten Rechnung tragen, das heisst der Gewässerqualität, dem Nährstoffvorkommen, der Gewässerbiologie beziehungsweise der Berufsausbildung für Fischer, den Einkünften aus der Fischerei, der Herkunftsdeklaration für Fischereiprodukte, der Einfuhr von Fischereiprodukten und der Konsumentwicklung.</p>
- <p>Eine ökologische Bestandsaufnahme der Schweizer Seen und Fliessgewässer liefern bereits die folgenden Bafu-Publikationen: "Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2013: Abfluss, Wasserstand und Wasserqualität der Schweizer Gewässer" (2014) und "Strukturen der Fliessgewässer in der Schweiz: Zustand von Sohle, Ufer und Umland (Ökomorphologie); Ergebnisse der ökomorphologischen Kartierung" (2010).</p><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Berufsfischerei aufgrund der wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen derzeit grossen Veränderungen und Herausforderungen unterworfen ist. Angesichts der schwierigen Situation der Berufsfischer sind eine Analyse der aktuellen Situation und die Entwicklung von Szenarien für die nachhaltige Entwicklung der Berufsfischerei sinnvoll. Gemäss Artikel 28 des Berufsbildungsgesetzes (SR 412.10) ist es Aufgabe der zuständigen Organisation der Arbeitswelt, die Lerninhalte und die Qualifikationsverfahren zu definieren, mit dem Ziel, eine den Bedürfnissen entsprechende Ausbildung zu garantieren. Vor dem Hintergrund dieser Erläuterungen und aufgrund der nach wie vor knappen Ressourcen lehnt der Bundesrat die Erarbeitung eines solchen Berichtes ab.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, einen Bericht vorzulegen über die Situation der Schweizer Seen und Fliessgewässer, in denen Fischerei betrieben wird. Dieser soll eine ökologische und sozioökonomische Bestandsaufnahme liefern (Gewässerqualität, Nährstoffvorkommen, Gewässerbiologie bzw. Berufsausbildung für Fischer, Einkünfte aus der Fischerei, Herkunftsdeklaration für Fischereiprodukte, Einfuhr von Fischereiprodukten, Konsumentwicklung usw.) und Empfehlungen zur nachhaltigen Nutzung der einheimischen Fischbestände enthalten.</p>
- Standortbestimmung zur Fischerei in Schweizer Seen und Fliessgewässern
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Qualität der Schweizer Seen und Fliessgewässer hat sich in den letzten Jahrzehnten dank den praktisch landesweit errichteten Kläranlagen beträchtlich verbessert. So finden sich heute zum Beispiel in vielen Seen Fischarten wie der Seesaibling, welche Sauerstoff bis in grosse Tiefen benötigen. Auch ist die Eutrophierung deutlich zurückgegangen. Die Situation des jahrhundertealten Fischereigewerbes hingegen ist nach wie vor prekär. Es ist fast unmöglich geworden, von den Fischereieinkünften zu leben. So erleiden die Fischer Einkommenseinbussen aufgrund von geringeren Ausbeuten, höheren Betriebskosten und einer stets wachsenden Konkurrenz durch die Importprodukte. Der Bundesrat wird deshalb ersucht, einen Bericht vorzulegen, in dem die heutige Situation der Schweizer Seen und Fliessgewässer, in denen Fischerei betrieben wird, eingehend untersucht wird, und Massnahmen zur Gewährleistung einer nachhaltigen Nutzung der einheimischen Fischbestände vorzuschlagen. Dieser - in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Kreisen zu erstellende - Bericht soll den ökologischen und sozioökonomischen Aspekten Rechnung tragen, das heisst der Gewässerqualität, dem Nährstoffvorkommen, der Gewässerbiologie beziehungsweise der Berufsausbildung für Fischer, den Einkünften aus der Fischerei, der Herkunftsdeklaration für Fischereiprodukte, der Einfuhr von Fischereiprodukten und der Konsumentwicklung.</p>
- <p>Eine ökologische Bestandsaufnahme der Schweizer Seen und Fliessgewässer liefern bereits die folgenden Bafu-Publikationen: "Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2013: Abfluss, Wasserstand und Wasserqualität der Schweizer Gewässer" (2014) und "Strukturen der Fliessgewässer in der Schweiz: Zustand von Sohle, Ufer und Umland (Ökomorphologie); Ergebnisse der ökomorphologischen Kartierung" (2010).</p><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Berufsfischerei aufgrund der wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen derzeit grossen Veränderungen und Herausforderungen unterworfen ist. Angesichts der schwierigen Situation der Berufsfischer sind eine Analyse der aktuellen Situation und die Entwicklung von Szenarien für die nachhaltige Entwicklung der Berufsfischerei sinnvoll. Gemäss Artikel 28 des Berufsbildungsgesetzes (SR 412.10) ist es Aufgabe der zuständigen Organisation der Arbeitswelt, die Lerninhalte und die Qualifikationsverfahren zu definieren, mit dem Ziel, eine den Bedürfnissen entsprechende Ausbildung zu garantieren. Vor dem Hintergrund dieser Erläuterungen und aufgrund der nach wie vor knappen Ressourcen lehnt der Bundesrat die Erarbeitung eines solchen Berichtes ab.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, einen Bericht vorzulegen über die Situation der Schweizer Seen und Fliessgewässer, in denen Fischerei betrieben wird. Dieser soll eine ökologische und sozioökonomische Bestandsaufnahme liefern (Gewässerqualität, Nährstoffvorkommen, Gewässerbiologie bzw. Berufsausbildung für Fischer, Einkünfte aus der Fischerei, Herkunftsdeklaration für Fischereiprodukte, Einfuhr von Fischereiprodukten, Konsumentwicklung usw.) und Empfehlungen zur nachhaltigen Nutzung der einheimischen Fischbestände enthalten.</p>
- Standortbestimmung zur Fischerei in Schweizer Seen und Fliessgewässern
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