Food Waste. Wirksame Kampagne darf nicht gestoppt werden!
- ShortId
-
15.3975
- Id
-
20153975
- Updated
-
28.07.2023 05:36
- Language
-
de
- Title
-
Food Waste. Wirksame Kampagne darf nicht gestoppt werden!
- AdditionalIndexing
-
24;2841;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Im Sommer 2015 hat der Bundesrat die Informationskampagne zum Thema Lebensmittelverschwendung, an der mehrere Ämter mitgearbeitet haben, aus finanziellen Gründen gestoppt.</p><p>Ein grosser Teil der Lebensmittelverschwendung passiert in privaten Haushalten, wo kein Gesetz greifen kann. Nur Aufklärungskampagnen können einen Einfluss auf das Verhalten der Schweizer Bevölkerung haben, indem ihr die finanziellen, ökologischen und ethischen Auswirkungen einer derartigen Verschwendung vor Augen geführt werden.</p><p>Ist der Bundesrat nicht bereit, für seine Politik die Mittel bereitzustellen, so muss er seine Strategie ändern. Heute gehört die Verringerung von Food Waste noch immer zu den 27 Massnahmen des Aktionsplans Grüne Wirtschaft. Es kann nicht angehen, dass Massnahmen zwar aufgelistet werden, nicht aber die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden.</p>
- <p>Der Bundesrat ist sich der Problematik der Nahrungsmittelabfälle bewusst. Die Notwendigkeit, Lebensmittelabfälle zu verringern und die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren, ist unbestritten. Die Reduktion von Food Waste ist deshalb eine Massnahme des vom Bundesrat im März 2013 verabschiedeten Aktionsplans Grüne Wirtschaft (Massnahme 2).</p><p>Die Erarbeitung von Massnahmen zur Reduktion der Nahrungsmittelabfälle wurde von einer Projektgruppe der Bundesverwaltung (BLW, Bafu, BLV, Deza) koordiniert. Diese Projektgruppe hat im Winter 2012/13 unter Federführung des BLW einen Stakeholderdialog initiiert. Im Rahmen der drei Arbeitsgruppen "Datierung von Lebensmitteln", "Nahrungsmittelspenden an Hilfsorganisationen" und "Bildung, Sensibilisierung und Information" wurden Lösungsansätze zu den drei Themenbereichen entwickelt und zum Teil bereits umgesetzt (vgl. Bericht "Food Waste: Bilanz Stakeholderdialog 2013-2014").</p><p>Für die Sensibilisierung engagiert sich der Bund bereits seit 2012. So wurde zwischen 2012 und 2014 in allen drei Landesteilen die Wanderausstellung "Lebensmittel wegwerfen, das ist dumm" gezeigt. Sie ist auf grosses Interesse gestossen. Informationsbrochüren und Poster der Ausstellung werden weiterhin zur Verfügung gestellt und finden, insbesondere von Schulen, rege Nachfrage. Weiter unterstützt der Bund zurzeit den Aufbau eines Beratungs- und Weiterbildungsangebots für Gastronomiebetriebe zur Reduktion der Lebensmittelabfälle im Ausserhauskonsum.</p><p>Durch den breiten Stakeholderdialog ist ein dynamischer Prozess in Gang gesetzt worden. Auch im Bereich Kommunikation und Bildung sind die Stakeholder (wie Detailhandel, Umwelt- und Konsumentenorganisationen) sehr aktiv. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass das Thema Food Waste in der Öffentlichkeit präsent ist. In Zusammenarbeit mit den Akteuren der Arbeitsgruppe "Bildung, Sensibilisierung und Information" hat der Bund zudem ein Grobkonzept für eine Sensibilisierungs- und Bildungskampagne erarbeitet. Angesichts der angespannten Finanzlage des Bundes fehlt jedoch der finanzpolitische Spielraum für ein solches Engagement des Bundes.</p><p>Der Bundesrat will indes den eingeschlagenen Weg im Rahmen der bestehenden Mittel weiterverfolgen. In den Bereichen Bildung und Kommunikation ist er bereit, weiterhin gezielt Massnahmen zu unterstützen. Auf diese Weise kann der Bund in diesem wichtigen Thema auch in Zukunft Wirkung erzielen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, für die Fortsetzung seiner Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.</p>
- Food Waste. Wirksame Kampagne darf nicht gestoppt werden!
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Im Sommer 2015 hat der Bundesrat die Informationskampagne zum Thema Lebensmittelverschwendung, an der mehrere Ämter mitgearbeitet haben, aus finanziellen Gründen gestoppt.</p><p>Ein grosser Teil der Lebensmittelverschwendung passiert in privaten Haushalten, wo kein Gesetz greifen kann. Nur Aufklärungskampagnen können einen Einfluss auf das Verhalten der Schweizer Bevölkerung haben, indem ihr die finanziellen, ökologischen und ethischen Auswirkungen einer derartigen Verschwendung vor Augen geführt werden.</p><p>Ist der Bundesrat nicht bereit, für seine Politik die Mittel bereitzustellen, so muss er seine Strategie ändern. Heute gehört die Verringerung von Food Waste noch immer zu den 27 Massnahmen des Aktionsplans Grüne Wirtschaft. Es kann nicht angehen, dass Massnahmen zwar aufgelistet werden, nicht aber die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden.</p>
- <p>Der Bundesrat ist sich der Problematik der Nahrungsmittelabfälle bewusst. Die Notwendigkeit, Lebensmittelabfälle zu verringern und die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren, ist unbestritten. Die Reduktion von Food Waste ist deshalb eine Massnahme des vom Bundesrat im März 2013 verabschiedeten Aktionsplans Grüne Wirtschaft (Massnahme 2).</p><p>Die Erarbeitung von Massnahmen zur Reduktion der Nahrungsmittelabfälle wurde von einer Projektgruppe der Bundesverwaltung (BLW, Bafu, BLV, Deza) koordiniert. Diese Projektgruppe hat im Winter 2012/13 unter Federführung des BLW einen Stakeholderdialog initiiert. Im Rahmen der drei Arbeitsgruppen "Datierung von Lebensmitteln", "Nahrungsmittelspenden an Hilfsorganisationen" und "Bildung, Sensibilisierung und Information" wurden Lösungsansätze zu den drei Themenbereichen entwickelt und zum Teil bereits umgesetzt (vgl. Bericht "Food Waste: Bilanz Stakeholderdialog 2013-2014").</p><p>Für die Sensibilisierung engagiert sich der Bund bereits seit 2012. So wurde zwischen 2012 und 2014 in allen drei Landesteilen die Wanderausstellung "Lebensmittel wegwerfen, das ist dumm" gezeigt. Sie ist auf grosses Interesse gestossen. Informationsbrochüren und Poster der Ausstellung werden weiterhin zur Verfügung gestellt und finden, insbesondere von Schulen, rege Nachfrage. Weiter unterstützt der Bund zurzeit den Aufbau eines Beratungs- und Weiterbildungsangebots für Gastronomiebetriebe zur Reduktion der Lebensmittelabfälle im Ausserhauskonsum.</p><p>Durch den breiten Stakeholderdialog ist ein dynamischer Prozess in Gang gesetzt worden. Auch im Bereich Kommunikation und Bildung sind die Stakeholder (wie Detailhandel, Umwelt- und Konsumentenorganisationen) sehr aktiv. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass das Thema Food Waste in der Öffentlichkeit präsent ist. In Zusammenarbeit mit den Akteuren der Arbeitsgruppe "Bildung, Sensibilisierung und Information" hat der Bund zudem ein Grobkonzept für eine Sensibilisierungs- und Bildungskampagne erarbeitet. Angesichts der angespannten Finanzlage des Bundes fehlt jedoch der finanzpolitische Spielraum für ein solches Engagement des Bundes.</p><p>Der Bundesrat will indes den eingeschlagenen Weg im Rahmen der bestehenden Mittel weiterverfolgen. In den Bereichen Bildung und Kommunikation ist er bereit, weiterhin gezielt Massnahmen zu unterstützen. Auf diese Weise kann der Bund in diesem wichtigen Thema auch in Zukunft Wirkung erzielen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, für die Fortsetzung seiner Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.</p>
- Food Waste. Wirksame Kampagne darf nicht gestoppt werden!
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