Bedeutung und Umfang der Grosselternarbeit

ShortId
15.4050
Id
20154050
Updated
28.07.2023 05:50
Language
de
Title
Bedeutung und Umfang der Grosselternarbeit
AdditionalIndexing
15;28
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Gerade jetzt, wo die Rentenreform 2020 in Arbeit ist und die finanziellen Konsequenzen dieser Reform öffentlich diskutiert werden, sollte ein anderes Thema auch mehr Öffentlichkeit erhalten. Grosseltern leisten gemäss Schätzungen Betreuungsarbeit im Umfang von etwa 100 Millionen Stunden im Jahr. Durch diese Arbeit wird es jungen Familien erst möglich oder zumindest erleichtert, dass beide Elternteile einer Erwerbsarbeit nachgehen können. Dies ist individuell für die Familien wichtig, aber auch aus volkswirtschaftlicher Sicht sehr wertvoll. Besonders wichtig wird diese Arbeit auch in Zusammenhang mit der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative. Damit die älteren Menschen nicht nur als Kostenverursacherinnen und -verursacher wahrgenommen werden, ist es wichtig, dass der Umfang und der "Gegenwert" der Grosselternarbeit zur Kenntnis genommen wird.</p>
  • <p>Die Daten zur unbezahlten Arbeit werden alle drei bis vier Jahre durch das Bundesamt für Statistik (BFS) im Rahmen eines speziellen Moduls der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) erhoben. Die nächste Erhebung ist für das Jahr 2016 geplant. In diesem Erhebungsjahr wird es erstmals möglich sein, die Zahl der Grosseltern und die Anzahl Stunden, die Grosseltern pro Jahr für die Betreuung ihrer Enkelkinder aufwenden, zu identifizieren. Neben der Erfassung des zeitlichen Volumens der Betreuungsarbeit der Grosseltern ist die monetäre Bewertung dieser unbezahlten Arbeit vorgesehen. Durch die Schätzung des Geldwertes der unbezahlten Betreuungsarbeit der Grosseltern wird deren volkswirtschaftliche Bedeutung sichtbar. Die Ergebnisse dieser Erhebung werden voraussichtlich Ende 2017 veröffentlicht. Damit wird das Anliegen der Postulantin erfüllt. Der Bundesrat erachtet es daher nicht als notwendig, zu dieser Thematik einen zusätzlichen Bericht zu erarbeiten, weshalb er die Ablehnung des Postulates beantragt.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, in welchem Umfang Grosseltern an der Betreuung von Kindern beteiligt sind und welchen finanziellen Aufwand es benötigen würde, wenn diese Betreuungsarbeit bezahlt werden müsste. Im Bericht soll auch aufgezeigt werden, ob es Möglichkeiten gibt, diese Arbeit öffentlich sichtbar zu machen und ihr damit die notwendige Wertschätzung entgegenzubringen.</p>
  • Bedeutung und Umfang der Grosselternarbeit
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Gerade jetzt, wo die Rentenreform 2020 in Arbeit ist und die finanziellen Konsequenzen dieser Reform öffentlich diskutiert werden, sollte ein anderes Thema auch mehr Öffentlichkeit erhalten. Grosseltern leisten gemäss Schätzungen Betreuungsarbeit im Umfang von etwa 100 Millionen Stunden im Jahr. Durch diese Arbeit wird es jungen Familien erst möglich oder zumindest erleichtert, dass beide Elternteile einer Erwerbsarbeit nachgehen können. Dies ist individuell für die Familien wichtig, aber auch aus volkswirtschaftlicher Sicht sehr wertvoll. Besonders wichtig wird diese Arbeit auch in Zusammenhang mit der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative. Damit die älteren Menschen nicht nur als Kostenverursacherinnen und -verursacher wahrgenommen werden, ist es wichtig, dass der Umfang und der "Gegenwert" der Grosselternarbeit zur Kenntnis genommen wird.</p>
    • <p>Die Daten zur unbezahlten Arbeit werden alle drei bis vier Jahre durch das Bundesamt für Statistik (BFS) im Rahmen eines speziellen Moduls der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) erhoben. Die nächste Erhebung ist für das Jahr 2016 geplant. In diesem Erhebungsjahr wird es erstmals möglich sein, die Zahl der Grosseltern und die Anzahl Stunden, die Grosseltern pro Jahr für die Betreuung ihrer Enkelkinder aufwenden, zu identifizieren. Neben der Erfassung des zeitlichen Volumens der Betreuungsarbeit der Grosseltern ist die monetäre Bewertung dieser unbezahlten Arbeit vorgesehen. Durch die Schätzung des Geldwertes der unbezahlten Betreuungsarbeit der Grosseltern wird deren volkswirtschaftliche Bedeutung sichtbar. Die Ergebnisse dieser Erhebung werden voraussichtlich Ende 2017 veröffentlicht. Damit wird das Anliegen der Postulantin erfüllt. Der Bundesrat erachtet es daher nicht als notwendig, zu dieser Thematik einen zusätzlichen Bericht zu erarbeiten, weshalb er die Ablehnung des Postulates beantragt.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, in welchem Umfang Grosseltern an der Betreuung von Kindern beteiligt sind und welchen finanziellen Aufwand es benötigen würde, wenn diese Betreuungsarbeit bezahlt werden müsste. Im Bericht soll auch aufgezeigt werden, ob es Möglichkeiten gibt, diese Arbeit öffentlich sichtbar zu machen und ihr damit die notwendige Wertschätzung entgegenzubringen.</p>
    • Bedeutung und Umfang der Grosselternarbeit

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