Honorierung von Unternehmen, die eine Familienpolitik unterstützen

ShortId
15.4083
Id
20154083
Updated
28.07.2023 14:51
Language
de
Title
Honorierung von Unternehmen, die eine Familienpolitik unterstützen
AdditionalIndexing
44;28
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine politische Priorität und ist deshalb eines der vier Handlungsfelder der Fachkräfte-Initiative (FKI). Neben dem Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung ist die Verbesserung des Angebots an familienfreundlichen Arbeitsbedingungen zentral.</p><p>Der Bundesrat hat die Frage einer Zertifizierung von familienfreundlichen Unternehmen bereits im Rahmen der Umsetzung der Postulate Fehr Jacqueline 00.3450 sowie Leutenegger Oberholzer 06.3035 umfassend geprüft. Einerseits liess er 2002 durch ein externes Forschungsbüro in einem Bericht die Möglichkeiten einer Zertifizierung familienfreundlicher Unternehmen aufzeigen, andererseits prüfte er 2006 zusätzlich die Möglichkeiten einer Zertifizierung von gleichstellungsfreundlichen Unternehmen. In beiden Berichten kam der Bundesrat zum Schluss, dass dem Bund in Bezug auf Zertifizierungen oder Labels eine subsidiäre Rolle zukommt. Labels sind in erster Linie eine Angelegenheit des Privatsektors, der sie als marktwirtschaftliches Instrument einsetzt.</p><p>Der Bund kann solche Initiativen der Privatwirtschaft fördern, wenn damit die Erreichung eines politischen Zieles unterstützt wird. So hat er in den letzten Jahren mittels Beiträgen aus den Finanzhilfen des Gleichstellungsgesetzes verschiedene Initiativen in diesem Bereich unterstützt, so auch mehrere Zertifikate für familienfreundliche Unternehmen. Dazu gehören das Prädikat Beruf und Familie der Fachstelle UND (<a href="http://www.und-online.ch/unternehmen/praedikat-familie-und-beruf/">www.und-online.ch/unternehmen/praedikat-familie-und-beruf/</a>) sowie der Family Score Award von Pro Familia Schweiz (<a href="http://www.jobundfamilie.ch/de/family-score.html">www.jobundfamilie.ch/de/family-score.html</a>).</p><p>Zusätzlich gibt es in der Schweiz verschiedene Auszeichnungen, welche an familienfreundliche Unternehmen vergeben werden. Die Preisträger geniessen positive Publizität, und es entstehen Nachahmungseffekte. Eine Übersicht zu den verschiedenen regionalen Unternehmenswettbewerben findet sich unter <a href="http://www.berufundfamilie.admin.ch/">www.berufundfamilie.admin.ch</a>.</p><p>Die Anliegen der Motion wurden folglich bereits von verschiedenen Seiten aufgenommen und umgesetzt. Der Bund konzentriert sich bei der Förderung von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen auf andere Aktivitäten. Er unterstützt die Unternehmen mit Information sowie mit der Verbreitung von Good Practices u. a. auch im Rahmen der FKI und geht als Arbeitgeber mit gutem Vorbild voran.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Ausarbeitung einer "Zertifizierung für familienfreundliche Unternehmen" zusammen mit den betroffenen Kreisen in den Massnahmenkatalog der Fachkräfte-Initiative aufzunehmen.</p><p>Eine Minderheit (Portmann, Chevalley, Grin, Herzog, Mörgeli, Müri, Pieren, Wasserfallen, Weibel) beantragt die Ablehnung der Motion.</p>
  • Honorierung von Unternehmen, die eine Familienpolitik unterstützen
State
Erledigt
Related Affairs
  • 20142036
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine politische Priorität und ist deshalb eines der vier Handlungsfelder der Fachkräfte-Initiative (FKI). Neben dem Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung ist die Verbesserung des Angebots an familienfreundlichen Arbeitsbedingungen zentral.</p><p>Der Bundesrat hat die Frage einer Zertifizierung von familienfreundlichen Unternehmen bereits im Rahmen der Umsetzung der Postulate Fehr Jacqueline 00.3450 sowie Leutenegger Oberholzer 06.3035 umfassend geprüft. Einerseits liess er 2002 durch ein externes Forschungsbüro in einem Bericht die Möglichkeiten einer Zertifizierung familienfreundlicher Unternehmen aufzeigen, andererseits prüfte er 2006 zusätzlich die Möglichkeiten einer Zertifizierung von gleichstellungsfreundlichen Unternehmen. In beiden Berichten kam der Bundesrat zum Schluss, dass dem Bund in Bezug auf Zertifizierungen oder Labels eine subsidiäre Rolle zukommt. Labels sind in erster Linie eine Angelegenheit des Privatsektors, der sie als marktwirtschaftliches Instrument einsetzt.</p><p>Der Bund kann solche Initiativen der Privatwirtschaft fördern, wenn damit die Erreichung eines politischen Zieles unterstützt wird. So hat er in den letzten Jahren mittels Beiträgen aus den Finanzhilfen des Gleichstellungsgesetzes verschiedene Initiativen in diesem Bereich unterstützt, so auch mehrere Zertifikate für familienfreundliche Unternehmen. Dazu gehören das Prädikat Beruf und Familie der Fachstelle UND (<a href="http://www.und-online.ch/unternehmen/praedikat-familie-und-beruf/">www.und-online.ch/unternehmen/praedikat-familie-und-beruf/</a>) sowie der Family Score Award von Pro Familia Schweiz (<a href="http://www.jobundfamilie.ch/de/family-score.html">www.jobundfamilie.ch/de/family-score.html</a>).</p><p>Zusätzlich gibt es in der Schweiz verschiedene Auszeichnungen, welche an familienfreundliche Unternehmen vergeben werden. Die Preisträger geniessen positive Publizität, und es entstehen Nachahmungseffekte. Eine Übersicht zu den verschiedenen regionalen Unternehmenswettbewerben findet sich unter <a href="http://www.berufundfamilie.admin.ch/">www.berufundfamilie.admin.ch</a>.</p><p>Die Anliegen der Motion wurden folglich bereits von verschiedenen Seiten aufgenommen und umgesetzt. Der Bund konzentriert sich bei der Förderung von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen auf andere Aktivitäten. Er unterstützt die Unternehmen mit Information sowie mit der Verbreitung von Good Practices u. a. auch im Rahmen der FKI und geht als Arbeitgeber mit gutem Vorbild voran.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Ausarbeitung einer "Zertifizierung für familienfreundliche Unternehmen" zusammen mit den betroffenen Kreisen in den Massnahmenkatalog der Fachkräfte-Initiative aufzunehmen.</p><p>Eine Minderheit (Portmann, Chevalley, Grin, Herzog, Mörgeli, Müri, Pieren, Wasserfallen, Weibel) beantragt die Ablehnung der Motion.</p>
    • Honorierung von Unternehmen, die eine Familienpolitik unterstützen

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